• Hallo Alle


    Da hier keine Briefe sind, schaue ich einige.


    Hier ein Preußen Brief mit F-Stempel.
    Sendet von Königsberg Pr. am 22.3.1867 nach Brauenberg in Baden. Porto 3 Sgr.
    F-Stempel in rot, Königsberg Pr. N 1.


    Hier ein NDP-Brief mit F-Stempel
    Sendet von Königsberg Pr. am 4.10.1870 nach Cöln. Porto 1 Sgr.
    F-Stempel in schwarz, Königsberg Pr. N 2


    Viele Grüße
    Jørgen

  • Liebe Freunde,


    hier ein Brief mit dem Frankostempel No. 1 von Düsseldorf auf einem Reco-Brief nach Mähren.



    Die Jahreszahl ist sehr schwach abgeschlagen, ich meine aber hinten eine 7 zu erkennen, so dass der Brief von 1867 stammen müsste. Die registrierte Verwendungszeit dieses Stempels ist März 1867 - Januar 1873.
    Die Taxierung mit einer ungelenk geschriebenen 8 ist zur Preußenzeit für ein Reco im Postverein in der 2. Gewichtsstufe passend. Bei einer Briefgröße von 11 x 7,3 cm wäre das ein erstaunliches Gewicht.
    Die preußische Post hatte für den Recomandirt- und den Franko-Stempel die rote Stempelfarbe vorgeschrieben. Violett findet man gegen Ende der preußischen Zeit selten, in der NDP-Zeit dann häufig.


    Gruß
    Michael

    Preußen mit Transiten

  • Lieber Michael,


    2 Fragen zu deinem tollen Brief:


    1. Musste nicht das Gewicht in Preußen bei Recobriefen angegeben werden?


    2. Wurde die Recogebühr nicht bei der Notation des Frankos außen vor gelassen?

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber Ralph,


    das Gewicht musste nur bei schweren Briefen (über der ersten Gewichtsstufe) angegeben werden. Hätte hier also notiert werden müssen. Wobei ich mich immer noch frage, wie man einen solch kleinen Brief so schwer gemacht haben könnte.
    In Preußen wurde die Recogebühr in dem Frankobetrag mit aufgeführt.


    Gruß
    Michael

    Preußen mit Transiten

  • Lieber Michael,


    wieder etwas dazu gelernt - danke! Dann war es eine Contravention der Aufgabe-, Transit- bzw. Abgabepost, denn man hätte das Gewicht notieren müssen, wenn 8 Sgr. frankiert worden waren. Ja, so wächst die Sammlung auch. :P

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber Ralph,


    wenn der Brief tatsächlich so schwer war, ist die fehlende Gewichtsnotierung eine Contravention.
    Etwas unsicher bin ich mir aber noch immer, ob hier alles so stimmt - kleiner Brief, hohes Gewicht, merkwürdige "8" - alles keine Argumente gegen die jetzige Interpretation, aber halt leise Zweifel.
    Aufgefallen war mir der Brief zunächst wegen der violetten Stempel. Sind auch 2 Contras ...


    Gruß
    Michael

    Preußen mit Transiten

  • Lieber Michael,


    eine 8 machte in Österreich keinen Sinn, weil es keine 8 Gulden gab und 8 Neukreuzer kein Porto darstellen konnten (das gab es nur in 5er Schritten damals). Von daher werden wir alle die 8 Sgr. als Franko anerkennen müssen, auch wenn ihre Applikation als ungewöhnlich bezeichnet werden darf.


    Ich kenne auch sehr kleine Briefe, noch kleiner als deinen, die fast 3 Loth wogen! Wenn ihnen etwas beigeschlossen war, der hier wird eher ohne Inhalt sein, dann konnte so ein Brieflein schnell mal 16,66g schwer sein und damit in die 2. G-Stufe fallen.


    Jetzt noch einen falsch behandelten Porto - Recobrief und du hast eine Seite, die sonst keiner hat. ;)

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Liebe Freunde,


    nachdem preussen_fan in Beitrag #3 den F-Stempel No. 2 von Frankfurt a.M. gezeigt hat, kann ich hier den Stempel No. 1 zeigen.

    Mit 4 Sgr. bar frankiert nach Moskau, entsprechend dem Tarif des russisch-preuß. PVs von 1866.

    Anscheinend war der Enmpfängerin Sophie Stöcker viel mitzuteilen und das Gewichtslimit ausgeschöpft, denn auf der inneren Briefklappe ist zu guter letzt noch ein Gruß der Mutter notiert (leider etwas zusammenhaftend, daher schlecht zu scannen).


    Gruß

    Michael

    Preußen mit Transiten