Strelitz - Württemberg

  • Liebe Freunde,


    ein Brief aus Neubrandenburg lief am 1.11.1859 nach Detternhausen bei Rottweil via Stuttgart. Am 2.11. zeigt ein Berliner Stempel vom Transit durch Preußen, wie es auch nicht anders möglich war. Dann fehlt aber jede Spur, denn ich kenne 2 Leitungsmöglichkeiten: 1. weiter über Sachsen und Bayern, 2. über Taxis (Frankfurt) nach Württemberg.


    Leider zeigt der Brief keine weiteren Transitstempel, weil nach der Änderung des Kartierungsverfahrens diese nicht mehr notwendig wurden und auch der Faktor Zeit mag eine Rolle gespielt haben.


    Der Absender zahlte 6 Groschen für den Brief der 2. Gewichtsstufe, der am 3.11.1859 in Stuttgart (zwei verschiedene Stempel) ankam.


    Weiß jemand, wie er tatsächlich lief oder kann jemand aus der stempelmäßig präzise festgehaltenen Zeitspanne sagen, welchen Weg er gelaufen war?


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Meine Erklärung:


    Von Neubrandenburg über Prenzlau nach Berlin (Hofpostamt) mit der Postkutsche,
    dann von Berlin nach Halle über Eisenach und Frankfurt/Main nach Stuttgart.

  • Hallo preussensammler,


    danke für deine Erklärung - so könnte es gewesen sein.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph



    "Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen." Vicco von Bülow aka Loriot.




  • Hallo in die Runde,

    zu dem in Thread #1 gezeigten Brief möchte ich nachfragen, ob es ggf. neue Erkenntnisse zum Leitweg des Briefes gibt.
    Mir liegt eine Info vor, dass der Brief angeblich im (geschlossenen) Transit über Hof und Nürnberg lief.
    Da (bis dato) diese Aussage jedoch weder durch Aktenlage untermauert werden kann, noch aus dem Brief selbst ersichtlich ist, zweifle ich stark daran.
    Lassen sich ggf. aus den Daten 1.11. (Neubrandenburg), 2.11. (Berlin) und 3.11. (Stuttgart) Rückschlüsse auf den Leitweg ziehen?
    Vielen Dank im Voraus für weitere Infos.

    Beste Grüße
    Postgeschichte-Kemser

  • Hallo Schorsch,


    m. E. sind beide Varianten spielbar - welche es dann tatsächlich war, wird zu beweisen schwierig sein, wenn man nicht die Zugpläne hat (ich habe sie leider nicht). In jedem Fall war angesichts der Datierungen der Versand extrem schnell (140 km mit der Kutsche von Neubrandenburg bis Berlin an einem Tag ist ja schon rasant) und in 2 Tagen von Berlin nach Stuttgart weisen auch auf einen geschlossenen Transit hin, bei dem nichts mehr im Zug zu bearbeiten war.

    Liebe Grüsse vom Ralph



    "Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen." Vicco von Bülow aka Loriot.




  • Hallo in die Runde, hallo Ralph,

    vielen Dank für Informationen.
    Der in der Notiz zum Beleg genannte Ansatz eines geschlossen Transits durch Bayern ist damit rein spekulativer Natur ohne jegliche Grundlage.
    Ob der Brief jemals Bayern gesehen hat, dürfte wohl erst mit den besagten Fahrplänen nachvollziehbar sein.
    Trotzdem ein seltener Beleg - M.-Strelitz nach WB sieht man auch nicht alle Tage...

    Beste Grüße
    Schorsch

  • Hallo Schorsch,


    dem ist nichts hinzu zu fügen - viele Briefe dieser Art wird es schon damals nicht gegeben haben.

    Liebe Grüsse vom Ralph



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  • Ob der Brief jemals Bayern gesehen hat, dürfte wohl erst mit den besagten Fahrplänen nachvollziehbar sein.

    Vermutlich nicht. Der lief vermutlich Berlin-Magdeburg-Frankfurt-Stuttgart im geschlossenen Paket, da jeglicher Durchgangsstempel fehlt.

    Häufig geht auf jeden Fall anders. Ein netter, unscheinbarer Beleg. :) :thumbup:


    viele Grüße

    Dieter