Beiträge von Postgeschichte Kemser

    Hallo in die Runde,

    nach längerer Zeit auch hier mal wieder etwas:

    10 Pfg. Wappen auf Postkarte von Heilbrunn vom 20. AUG (1899) nach Belgrad.
    Ich weiß - einen Schönheitswettbewerb wird man damit wohl nicht mehr gewinnen, ABER...

    1. ...ist die Marke mit dem seltenen Aushilfsstempel entwertet...

    2. ....entschädigt auch die Rückseite ein wenig....

    Sei's drum - ist die Destination "Serbien" schon keine Massenware, aber mit Aushilfsstempel ist es eine "Rosine" für die Heimatsammlung.

    Beste Grüße
    Postgeschichte-Kemser



    Hallo,

    das obere Streifband halte ich für korrekt frankiert:

    3 Pfg. Drucksache bis 50g + 20 Pfg. Einschreibegebühr.
    Der Vermerk re. unten ist m.E. keine Gewichtsangabe.

    Das untere Streifband ist in Ermangelung einer 2 Pfg. Marke um einen Pfg. überfrankiert:
    5 Pfg. Drucksache 50-100g + 20 Pfg. Einschreibegebühr.

    Beste Grüße
    Postgeschichte-Kemser

    Zu große Formate für Albenblätter ?

    Ich mache in solchen Fällen verkleinerte Farbkopien, die auf das entsprechende Albumblatt passen und packe den Originalbeleg auf die Rückseite des Albumblattes. Mit Belegen, die größer als das Albumblatt sind, habe ich in meinem Sammelgebiet (Gott sei Dank) noch keine Erfahrungen.

    Hallo Laurent,

    bezieht sich die Abbildung des Schiffes explizit auf den Stempel "LV No.4" oder ist die Abbildung nur ein Beispiel für die Schiffe, welche diese Linie befuhren?

    Beste Grüße
    Postgeschichte-Kemser

    Hallo @Ralph,

    ich erlaube mir mal eine kleine Ergänzung zu zeigen...

    Diesmal eine 1 A. auf 1 1/2 A. Überdruck-Ganzsachenkarte, auch von Aden am 17. Juli 1894 über französische Schiffspost nach Nürnberg (Ankunft 29.7.)
    Zwar nicht so hübsch bunt wie Deiner, dafür ist aber der Schiffspoststempel vorderseitig...8o

    Also Post aus Aden nach Bayern gibt es schon, nur achten die Wenigsten darauf, weil es i.d.R. Poststücke mit "lapidarer" indischer Frankatur sind und die Abstempelung eher unauffällig.
    Einen kleinen Artikel zur Postgeschichte Adens gibt es übrigens bei Wikipedia.

    Beste Grüße
    Schorsch

    ...und nach über 12 Jahren habe ich eine passende Ergänzung zu obigem Beleg gefunden:

    Ein unterfrankierter Brief von Port of Spain am 6. Jan 06 nach München gesandt (Ankunft: 22.1.) und dort mit 40 Pfg. Nachporto belegt....:love:
    SO macht man einen Sammler glücklich...:)

    Beste Grüße
    Postgeschichte-Kemser

    Holla die Waldfee - herzlichen Dank @Ralph !! :):thumbup:

    Trotzdem habe ich noch Fragen:

    1. Warum wurde alles in Kreuzer ausgewiesen?

    2. Warum wurden ursprüngliche Taxierungen nach Addition nicht gestrichen.

    3. Warum wurde vds. "frei" notiert, wenn nur bis Lindau bezahlt war?

    Beste Grüße
    Schorsch

    Hallo in die Runde,

    nachfolgenden Brief möchte ich gerne zeigen bei dem ich mit den Taxierungen nicht klar komme:

    Francobrief von Oberenzenau (bei Heilbrunn) vom 3. Juli 1843 über Benediktbeuern (Datum leider nicht entzifferbar) nach Morges im Kanton Waadt in der Schweiz. (Ankunft 10.7.1843)
    Eine Postablage gab es erst ab 1860 und normalerweise lief Post aus Heilbrunn über Tölz. (nicht so im vorliegenden Falle)

    Vielleicht könnte jemand bei der Aufschlüsselung der vorder- und rückseitigen Taxierungen helfen. Auch die Darstellung des Leitweges (direkt über Augsburg/Lindau oder München/Augsburg/Lindau ?) wäre hilfreich.
    Herzlichen Dank im Voraus.

    Beste Grüße
    Postgeschichte-Kemser

    PS: Es ist aktuell das älteste, bekannte postalische Dokument aus (Bad) Heilbrunn und wenn ich es in die Heimatsammlung einbaue, sollte schon eine ordentliche Beschreibung dazu :)



    Na - dann will ich gleich noch drei Belege "nachschieben"....

    Es gab wohl damals schon Sammler, die entweder die österreichischen Nachgebühren empirisch erkunden wollten oder denen die österreichischen Portomarken so außerordentlich gut gefielen, dass sie davon nicht genug kriegen konnten...8)

    Alle drei Belege sind von Obernzell nach Esternberg adressiert (Luftlinie etwa 4km) und alle drei waren sie unterfrankiert - der Tarif hätte 10 Pfg. betragen.

    1. Brief am 24.9.1908 mit 5 Pfg. frankiert, was ein Nachporto von 10 Heller ergab.

    2. Brief am 28.9.1908 mit 2x3 Pfg. frankiert, was ein Nachporto von 8 Heller ergab.

    3. Brief am 18.10.1908 mit 3+5 Pfg. frankiert, was ein Nachporto von 4 Heller ergab.

    Der Purist würde jetzt sicher sagen "philatelistisch beeinflusst" !
    JA ! Aber eine solche "Trilogie" zeigen zu können, dürfte wohl einmalig sein...

    Beste Grüße
    Postgeschichte-Kemser





    Hallo in die Runde,

    da der letzte Beitrag hier auch schon fast über vier Jahre (!) zurückliegt und der nachfolgende Brief nicht wirklich häufig ist 8) , möchte ich ihn hier zeigen:

    Ein Brief der "Kgl. Filialbank München" am 25. August 1911 "Frei durch Ablösung" nach Traunstein versandt. Der Empfänger, ein "Stabsarzt a.D." war dort jedoch nicht mehr anzutreffen, so dass der Brief nach Kitzbühel in Tirol "postlagernd" nachgesandt wurde.
    Das "Ablöseverfahren" war gem. Verkehrsministerialblatt v. 28.12.1907 für "nach Orten im Deutschen Reich gerichteten dienstlichen Postsendungen" anzuwenden, d.h. Österreich wäre damit "außen vor". (im Gegensatz zu möglichen Dienstmarken-Frankaturen)

    Da in Österreich zu der Zeit keine Postlagergebühr geklebt wurde, handelt es sich bei dem Nachporto in Höhe von 10 Heller also um die Gebühr für den normalen, nachgesandten Brief.

    Beste Grüße
    Postgeschichte-Kemser