Beiträge von Postgeschichte Kemser

    Hallo Massimo,

    vielen Dank für Deine Interpretation, allerdings halte ich die "No.17" für eine interne private Nummerierung im Rahmen eines größeren Briefwechsels.

    Und das mit den "11 Decimen" macht mich doch sehr stutzig...

    Beste Grüße
    Schorsch Kemser

    Hallo in die Runde,

    folgenden Beleg möchte ich gerne zeigen:
    Portobrief von Kopenhagen nach Stuttgart/poste restante 6. Nov 1851 - 11. Nov. 1851

    Ich zitiere nachfolgende Erklärung eines Sammlerfreundes:

    "Ich denke, es ist ein reiner Portobrief. Von Kopenhagen bis zum dänischen Oberpostamt in Hamburg. Dieser übergab ihn dem T + T Oberpostamt in Hamburg.

    Porto von Kopenhagen bis Hamburg 4 Schillinge. Dies entsprachen 2 1/2 Silbergroschen. Wahrscheinlich hat man dies auf 3 Sgr aufgerundet. 3 Sgr entsprachen 10,5 Kreuzer, aufgerundet waren es 11 Kreuzer. Dazu kamen die 9 Kreuzer im DÖPV von Hamburg bis nach Württemberg. Eigentlich müßten noch zusätzlich 3 Kreuzer Zuschlag bei unfrankierter Absendung dazu kommen."

    Eine Postlagergebühr gab es in Württemberg damals nicht.
    Ich lese rückseitig noch eine Rötel "3" für die ich keine Erklärung habe.
    Welche Bedeutung haben die Buchstaben links von der "11" ? - und - Warum wurden die 3 Kr. Zuschlag nicht berechnet?
    Wäre schön, wenn hier jemand weiterhelfen könnte. Vielen Dank im Voraus.

    Beste Grüße
    Schorsch Kemser



    Hallo in die Runde,

    ganz sicher bin ich mir jetzt nicht, ob der nachfolgende Brief in dieser "Schublade" richtig eingestellt ist.

    Militär-Dienstschreiben der Kanzlei der Russisch Kaiserlichen General Intendantur in Warschau vom 7/19. April 1815 nach Coburg.
    Der Brief hat einen Inhalt, unterzeichnet "von Adlerberg". Kann es sich hierbei möglicherweise um Wladimir Fjodorowitsch Adlerberg handeln? Siehe hierzu auch Wikipedia.

    Auch komme ich mit den Taxierungen nicht zurecht - wäre der Brief nicht gebührenfrei gewesen?

    Beste Grüße
    Schorsch Kemser
    www.postgeschichte-kemser.com


    Hallo in die Runde,

    nachfolgend möchte ich einen Neuzugang zeigen - und ja ich weiß: Schönheit definiert sich anders...

    Trotzdem ein nicht alltäglicher Beleg:
    10 Pfg. Wappen auf einer Ansichtskarte von Mailand (!), geschrieben in Würzburg, vom 27. Juli 1906 nach Desterro in Brasilien.
    Der Taxstempel "T" kam offenbar noch in Würzburg drauf (vermutlich hat sich der Postler daran gestört, dass der Mitteilungstext in den Anschriftenbereich hineingeschrieben war) und es wurden 12 1/2 C. (entsprach 10 Pfg.) nachgefordert. Die Karte wurde also als Brief der 1. Gewichtsstufe angesehen - jedoch wurde kein Strafzuschlag eingefordert.
    Die 12 1/2 C. wurden in Brasilien in 200 Reis umgerechnet und mit 2x100 R. Portomarken verklebt.

    Wie gesagt - keine "Schönheit", aber eine der wenigen Übersee-Destinationen die ich habe, bei denen das Nachporto mit Marken verklebt wurde. (also von USA mal abgesehen, die es ja - fast - an jeder Ecke gibt)

    Ach ja - die Karte kam in Brasilien am 26. August 1906 an - Laufzeit also fast genau ein Monat.

    Beste Grüße
    Schorsch Kemser
    www.postgeschichte-kemser.com

    Hallo Ralph,

    vielen Dank für Deine Infos.
    Zum Landbotendienst:
    Wurde dieser zum 1.10.1860 flächendeckend in ganz Bayern eingeführt bzw. in der Praxis auch umgesetzt?
    Wo sind hierzu nähere Infos abrufbar? Gab es da nicht mal einen Artikel in "Archiv für Postgeschichte in Bayern" ?

    Beste Grüße
    Schorsch

    Hallo in die Runde,

    anbei zwei Belege aus meiner Heimatsammlung mit der Bitte um Mithilfe.

    Die beiden 3 Sgr. Ganzsachenumschläge von Münster Bahnhof 11/4 (vermutlich U19A) und Berlin Stadtpost-Exp. VIII 13/5 (vermutlich U13A) sind beide an das Fräulein Mathilde von Dessauer nach

    "Kochel bei Benediktbeuern in Baiern"

    adressiert.
    Zur Info:
    Kochel erhielt erst zum 1. Juli 1861 eine Postablage, welche am 1. Juni 1866 zur Postexpedition erhoben wurde.

    Leider haben beide Briefe rückseitig keinerlei weiteren Vermerke oder gar Durchgangs-/Ankunftsstempel.
    Auch weitere Briefe aus diesem Zeitraum aus meiner Sammlung zeigen, dass sich der Postexpeditor von Benediktbeuern nicht bemüßigt sah, ankommende Briefe mit Ankunftsstemplen zu versehen.
    Ich vermute daher, dass sie aus der Zeit 1855 bzw. 1859 und 1861 stammen.

    Der Brief aus Berlin trägt einen Bestellgeldvermerk von 1 Kreuzer, der aus Münster von 2 Kreuzer. Den Vermerk auf dem Münster-Brief rechts neben dem Wertstempel vermag ich nicht zu deuten.

    Wie kommen bei gleicher Beförderungsstrecke die unterschiedlichen Bestellgelder zustande?
    Was kann der Vermerk neben dem Wertstempel bedeuten?


    Zum Vergleich/zur Ergänzung noch ein Thurn&Taxis-Brief, ebenfalls nach "Kochel bei Benediktbeuern" aus dem Jahre 1859, diesmal jedoch OHNE Bestellgeld. Auch hier rückseitig keinerlei Vermerke/Stempel.

    Vielen Dank im Voraus für "sachdienliche Hinweise".

    Beste Grüße
    Schorsch Kemser
    www.postgeschichte-kemser.com





    Hallo Dieter,

    nein - das ist zu der Zeit nichts Bayern-spezifisches. Derartige Karten findet man auch aus anderen Teilen des damaligen Deutschen Reiches.
    Hübsch fand ich jedoch schwerpunktmäßig die Verwendung als Drucksache zum Inlandstarif nach Luxemburg. Wenn schon so eine triviale Portostufe, dann wenigstens ein "Hingucker".

    Beste Grüße
    Schorsch Kemser

    Hallo in die Runde,

    anbei wieder einmal aus der - all zu sehr vernachlässigten - Pfennigzeit....

    3 Pfg. Luitpold auf einer doch recht ungewöhnlichen Drucksache von München am 8. August 1912 nach Luxemburg.
    Feinheiten:
    1. Der Aufkleber "Ah! Ah! Dö reinste Muattermilli!" (Die reinste Muttermilch - für nicht-bayerisch-Sprachler...)
    2. Es ist eine sogenannte "mechanische" Karte: Bildseitig rechts ein Drehrad mittels dessen man von 1 bis 12 einstellen konnte, wieviel Mass bereits getrunken waren...wobei Einstellungen - na sagen wir über "6" - wohl eine motorische Herausforderung waren...8)
    Und - sogar das Schleifchen ist noch erhalten geblieben.

    Mir fehlen momentan leider Informationen, von wann bis wann Luxemburg zum Inlandstarif abgerechnet wurde. Vielleicht kann da ja jemand weiterhelfen.

    beste Grüße
    Schorsch Kemser
    www.postgeschichte-kemser.com


    Hallo Rainer,

    herzlichen Glückwunsch zu dieser wirklich aussergewöhnlichen Destination !
    Die 50 Pfg. waren der Tarif für Auslandsbriefe bis 20g im Zeitraum 15.9.47 bis 1.9.48.
    Die Seltenheit gerade dieses Briefes liegt auch darin, weil die Arbeiter/Band-Netz-Serie nur vom 21. Juni bis 31. August 1948 - also nur "schlappe" 9 Wochen - möglich war. Sie wurde dann von der Bauten-Serie abgelöst.

    Luftpost war meines Wissen noch nicht möglich/zugelassen.

    Beste Grüße
    Schorsch Kemser
    www.postgeschichte-kemser.com

    Hallo in die Runde,

    folgende Karte erhielt ich die Tage, bei der ich gerade Absender und Empfänger zu identifizieren versuche.
    Abgesandt von Schloss Hohenburg (Saison-Postamt während der Sommermonate im gleichnamigen Schloss, damals im Besitz des Großherzogs von Luxemburg) am 15. September 1903 und adressiert an...
    "Ihre Königl. Hoheit Frau PrinzPrinzessin Max" (???) auf Schloss Salem in Baden.

    Hierbei könnte es sich (so denn meine Transskription der Anschrift richtig ist) um die Ehefrau von Max von Baden, Maria-Luise von Hannover-Cumberland, handeln.
    Wer liest etwas anderes aus der Anschrift?

    Ein weiteres Rätsel sind die bildseitigen Unterschriften "Hilde", "Alex" (?) und "???"
    Kann hier bitte jemand weiterhelfen ?

    Beste Grüße
    Schorsch Kemser
    www.postgeschichte-kemser.com

    Hallo in die Runde,

    vielen Dank für die Rückmeldungen.

    @Tim - richtig - lt. Holzmayr gab es die Bahnpoststrecke Ingolstadt-Treuchtlingen, d.h. die Aufgabe der Karte aus Pappenheim in Treuchtligen wäre naheliegend - ABER - das erklärt nicht die Streckenbezeichnung "N-Ing", die meiner Meinung nach auf eine Bahnpoststrecke "Nürnberg-Ingolstadt" hindeutet.

    Für eine Bahnpost-Streckenbezeichnung "Nürnberg-Ingolstadt" spricht auch die Existenz der Bahnpoststrecke "München-Ingolstadt" (M-ING).
    Warum also sollte es nicht eine "N-Ing" geben, wenn es auch eine "M-ING" gibt ?
    Der nun vorliegende Stempel ist eben bis dato einfach noch nicht aufgetaucht, aber gerade bei Bahnpoststempeln dürften Neuentdeckungen immer wieder einmal vorkommen.
    Dein Hinweis auf die handschriftlich ergänzte Ziffer in der Tagesangabe lässt schon fast eine Art "Aushilfs-/Reservestempel" vermuten. Möglich ist da alles....lassen wir also der Phantasie einfach freien Lauf, bis die nächsten Abschläge dieses Stempels auftauchen.
    Vielleicht findet aber auch Roland in absehbarer Zeit eine Lösung...

    Übrigens:
    Bahnpostlinie München-Treuchtlingen, Postkurs eingerichtet im April 1870 und bereits im Juni 1870 wieder eingestellt.

    Und was die technische Gestaltung der Bahnpoststempel betrifft, bin ich überfragt, kann mir aber sehr gut vorstellen, dass Streckenangaben fixiert waren.

    Beste Grüße
    Schorsch Kemser
    www.postgeschichte-kemser.com