Zumstein Korrespondenz

  • Hallo Nils,


    das ist alles richtig - aber 1 Lira = 12x und dann muss man für 1 Lira 1 Gulden 3x bezahlen, das kann nicht sein.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo,


    erstmals danke! Durch Inhalte diese
    Briefe komme ich öfter zur Themen mit welche ich mich auseinander
    setzen möchte. Wie ich schon in Anfang geschrieben hab, ich nutze
    diese Korrespondenz zum lernen.Zur Währung und die Kurse hab ich
    mich erst Gestern hingesetzt, und es ist sehr kompliziert, also bitte
    mit mir Geduld zur haben...



    • Meine Aussage: 1 Lira = 1 Fl. 3Xr
      ab 1754 – ist falsch! Das rechnen von Kurs lasse ich in Moment,
      bis ich mich in paar Sachen klarer und sicherer werde...


    • Die restliche Aussagen sind von
      Gestern, wie es aussieht richtig.



    Ich werde jetzt zur diese Thema noch
    paar Daten hinschreiben, ihr könnt es verbessert so detailliert nur
    geht... :)



    LG F

    "Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben."
    W. v Humboldt

  • 1. Rauer Währung



    Es wird oft in Literatur texten
    verwendet , als Beispiel – nicht in „rauher Währung“ bezahlt
    werden...oder es fliest „rauher Währung“ von andere
    Länder...“schlechtes Geld“...



    • aus Gründen wie Handel
      Verbreiterung , Krieg Kosten, Schulden Kosten usw. ,wurden aus
      Münzen welche schon vorhanden sind neue hergestellt, mit weniger
      Edelmetall (Gold, Silber, Kupfer).


    • Also man brauch mehr Münzen.Das
      Geld wird verschlechtert – schlechtes Geld.


    • Dieses „raues Geld“ kommt in
      Umlauf in andere Länder oder Gebiete, welche Münze mit besseren
      Edelmetall Menge haben.


    "Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben."
    W. v Humboldt

  • 2. Verlauf


    Vor 1748 – Maria Theresia steht ihren Erbansprüchen gegenüber – Karl Albrecht von Bayern, Phlipp V. Von Spanien und Freidrich August von Sachsen.
    Diese unklare Lage nutzt Friedrich II. von Preußen, er verspricht Maria T. Unterstürzung.Verlangt Schlesien, und besetzt ihm ohne Antwort abzuwarten.
    Also steht Österreich und Sachsen gegen Preußen und Bayern.



    1748
    Neue Munzwährung – Franz I. hat neue Münzwährung einen Taler im 10-Talerfuß eingeführt der leichter als bisherige ist. Es soll Umgang mit Geld erleichtern.


    „In der Münzkonventionvereinbart man deshalb, einen gemeinsamen Währungsraum mit
    gegenseitig weitgehend kompatiblen Währungssystemen zu schaffen.
    Süddeutschland und weite Teile des Rheingebiets treten dem Vertrag
    bald bei, und spätestens bis zum Ende des Siebenjährigen Krieges
    ist der Konventionstaler die am weitesten verbreitete Rechenwährung
    im Reich mit einem Rechnungstaler im 20-Guldenfuß bzw.
    13⅓-Talerfuß (3 Gulden = 2 Taler) geworden. „



    1750/1753
    Konventionsfuß – Österreich führt den 20 Guldenfuß ein.Neue Münzen: Konventionsgulden und Konventionstaler:


    1 Maria T. Konventionstaler – 10Talerfuß = 23,386g Silber pro St. - wie schon B. Nils erwähnt hat
    (Wiener-kölner Mark ).
    = 2 Konventionsgulden (20-Guldenfuß = 11,693g Silber pro St.)
    = 1⅓ Konventionsrechnungstaler (13⅓-Talerfuß)


    1 Konventionstaler = 120 Xr. = 40 Groschen
    1 Konventionsgulden = 60 Xr. = 20 Groschen
    1 Rechnungstaler = 90 Xr. = 30 Groschen

    "Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben."
    W. v Humboldt

  • 3. Bayern



    Bereits 1754 verschlechtert Bayern unter Kurfürst Maximilian Joseph den Konventionsfuß von 1753 in einen 24-Guldenfuß, wohl weil sie schon seit längerem verschiedene höhere Münzfüße (22½ bis 23½) praktiziert haben.
    Daher wird bayrisches Geld "gewohnheitsmäßig" nur nach einem Aufschlag akzeptiert und der Kurfürst bemerkt zu spät, dass seine Steuereinnahmen unter dem schlechten Geld leiden.
    1 Dukat = 4 Fl. 10 Xr. (Konventionsgeld) = 5 Fl. (bayrisches Geld)


    1 Carld'or (Carolin) = 11 Fl. (bayrisch); (eigentl. 11 Fl. 2,4 Xr.)


    1 Maxd'or = 7 Fl. 20 Xr. (bayrisch); (eigentl. 7 Fl. 21,6 Xr.)


    1 Konventionstaler = 2 Fl. 30 Xr. (bayrisch); (eigentl. 2 Fl. 24 Xr.)


    1 Konventionsgulden = 1 Fl. 15 Xr. (bayrisch); (eigentl. 1 Fl. 12 Xr.)



    München (1761 folgt Augsburg) stellt Rheinische (Rechnungs-)Gulden à 60 Kreuzer im 24-Guldenfuß (entspricht 16 Talerfuß) her.
    LG F.

    "Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben."
    W. v Humboldt

    Einmal editiert, zuletzt von Filigrana ()

  • Hallo,


    an fast alle Briefen stählt von
    Zumsteinst ein Bemerkt – wann, von wo und von wem der Brief wahr.



    An manchen stählt Wort : „Detto“
    mit Datum.


    Welche Bedeutung hat das –
    Bearbeitet? Bezahlt? Quittung?



    Danke F.

  • Hallo Filigran,


    detto = diesen ...


    Also: Erhalten 15. Novembris 1767, beantwortet: 24. detto (also am 24.11.1767).

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Vielen dank bayern klassisch :) ,



    mir wahr des echt unklar. Es sind oft
    Briefe wo eine Rechnung dabei ist, auf einem extra Blatt. Oder
    Förderung zur Bezahlung. Die Briefe von Italien haben oft Bemerkt
    -Quittung usw.
    LG F

    "Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben."
    W. v Humboldt

  • Hallo,


    Zwei Briefe - Unterschiedliche Porto.


    Zur diese Zeitpunkt hielt sich ein Lindauer Bote nicht an die Regeln und nahm an sich Briefe welche er eigentlich nicht mehr zustellen durfte. Für Zustellung eines Briefes verlangte er 2x.


    Ist natürlich nur eine Vermutung von mir, aber es könnte die Lösung sein für die zwei unterschiedliche Summen.
    LG F

  • Hallo Filigrana


    Der nach Memmingen ist sicher richtig taxiert. Ich kann nicht der anderen Ort richtig lesen, wohin lief der Brief?


    Viele Grüsse
    Nils

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

  • Hallo die Filigrana


    der 1. lief nach Isny, der 2. nach Memmingen.

    Dann ist es wohl klar dass die beiden Briefe richtig taxiert sind. So ob der Bote freimutig war oder nicht lässt sich hier nicht sehen :)


    Viele Grüsse
    Nils

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

  • Hallo,


    zwischen 14 bis 19 Jahrhundert sind 524
    Savonische Einwanderer (Männer), plus angeheiratete Adlige und plus
    aus 60 Savonen stammende Ehefrauen in Süddeutschland eingewandert.



    Einbürgerung diese Personen und Ganze
    Familien wahr oft sehr schwierig. Aus Gressoney wahren es 37
    (Deutschblütig).


    Beide Zumsteins Brüder wahren 2 mal
    verheiratet, zweites mal mit der gleiche Frau – Maria Johana
    Castell. Möchte gern raus finden ob diese Heirat auch mit
    Einbürgerung zu tun hat. (Eine Möglichkeit zum Einbürgerung wahr
    Heirat mit eine Witwe, oder schon eingebürgerte Frau...)


    Hier da zu ein Brief – Protokoll.
    Bitte sie um die „Übersetzung“ dieses Schreibens.


    (Zeige erstmals die Erste Seite –
    geteilt in zwei Bilder)





    Vielen dank F.

  • Hallo Filigrana,


    N. Z. zeigt seinen Wunsch nach Verehelichung an und wünscht kirchlichen Dispens hierfür, der ihm sicher auch genehmigt wurde.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo,
    Er bittet der Magistrat um polizeiliche Bewilligung, seine Braut Blutsverwandte (?) möchte auch nach dem Heirat, ihren Bürgerrecht - Königreich Sardinien behalten..
    -Die Braut (35 J) wahr seine Schwegerin, Witwe von sein Bruder...Er zu diese Zeitpunkt 68. :thumbup:
    Schaut so aus das der Vater Nikolaus Z. und beide Söhne Josef und Nikolaus nicht Bürgerrecht endeten.
    LG F

    "Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben."
    W. v Humboldt

  • Hallo Filigrana,


    vlt. eine morganatische Ehe (eine Ehe zur linken Hand)? Hypergamie würde ich zwar ausschließen, aber vlt. wäre sie ausgewiesen worden, wenn sie ihn nicht geheiratet hätte? Ein Kaufmann von Stand, wohlbeleumdet, vermögend - dann durfte die Braut schon mittellos und ein paar Jahrzehnte jünger sein ...

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • :) Danke BK!!!
    Morganatische Ehe! Nikolaus Z. hate keine eigene Kinder.
    Der Sohn von Josef Z. und M. Castell wird Schpäter der Besitzer von Zumstein Haus.
    LG F.

    "Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben."
    W. v Humboldt

  • Lieber VorphilaBayern,


    es war ein privater Wertbrief aus "Dingaua" = Thurgau vom 15. April 1791, der mit 61 Gulden und 18 Kreuzern beschwert war, daher die hohen Kosten für seinen Transport. Schönes Stück!

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus