• Guten Morgen in die Runde,

    nachfolgenden Beleg möchte ich gerne zeigen und um Mithilfe unserer Griechenland-Spezialisten bitten:

    10 L. Hermes-Ganzsache von Athen am 20. März 1909 ( geschrieben am 2. April 1909 - jul. vs. gregor. Kalender ) nach München (Briefträgerstempel München-Schwabing !) und weitergeleitet nach Cairo, Ägypten.

    Ich weiß - die Qualität könnte besser sein, aber wann bekommt man schon mal einen Beleg Griechenland-Bayern-Ägypten....

    Adressiert ist die Karte an Professor Paul Wolters (München) bzw. in Cairo an Professor von Bissing - beide keine "unbeschriebenen Blätter" in der Archäologie. Nähere Infos hier zu unter dem jeweiligen Link. Über den Absender "F. Versace" konnte ich leider keine weiteren Details finden.

    Doch nun zu meiner Frage: Kann bitte jemand den griechischen Stempel entziffern bzw. einordnen? (Bahnpost, Schiffspost o.ä. ? )
    Vielen Dank im Voraus für die Hilfe.


    Beste Grüße
    Postgeschichte-Kemser




  • Hallo Schorsch,


    fachlich kann ich leider nicht helfen, aber die Karte wurde am 2.4. geschrieben und der Stempel ist analog dazu vom 20.3., was mit dem julianischen Kalender dort und dem gregorianischen Kalender des Absenders zusammen hängen dürfte.


    Feines Stück, wie immer von dir. Ich hoffe, dir wird geholfen.

    Liebe Grüsse vom Ralph



    "Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen." Vicco von Bülow aka Loriot.




  • Hallo in die Runde,

    jetzt weiß ich zumindest schon einmal, was der Stempel bedeutet:


    Post (ΤΑΧ.) & Telegram (ΤΗΛ.) Station (ΣΤ.) DEPARTMENT (ΠΑΡΑΡΤ.) of SYNTAGMA (ΣΥΝΤΑΓΜΑΤΟΣ) SQUARE (ΠΛ.)

    Der Syntagma-Platz ist offenbar DER zentrale Punkt in Athen. Es ist der Platz vor dem ehemaligen königlichen Palast, in welchem seit 1934 das griechische Parlament seinen Sitz hat.
    Ob es sich um eine Art "Sonderpostamt" (analog Berlin-Reichstag) handelt, konnte mir bis dato noch niemand sagen.
    Üblicherweise kennt man aus dieser Zeit ja nur die "normale" Athen-Entwertung.
    Vielleicht hat jemand aus der Leserschaft genauere Kenntnisse.

    Beste Grüße
    Postgeschichte-Kemser