Eichstätt vom 25. Februar 1803 bis 10. März 1806 an den Großherzog von Toscana - zum Kurfürstentum Salzburg

  • Liebe Sammlerfreunde,


    hierzu ein Frankobrief (Siegelseite 6 Kreuzer, die bei der Briefaufgabe bezahlt wurden)
    von Dasswang (Fürstentum Neuburg) mit Aufgabestempel "TASWANG.R.4." nach Eichstätt
    (vom 25.2.1803 bis 10.3.1806 an den Großherzog von Toscana - ab 11. März 1806 zum
    Königreich Bayern) mit Eingangsvermerk vom 11. August 1803.


    Beste Grüße von VorphilaBayern

  • Liebe Sammlerfreunde,


    hierzu folgender Brief:

    Frankobrief ("frei", bezieht sich auf Gebührenfrei) mit Aufgabestempel "WEMDING.R.3." (Königreich Bayern), nach Eichstätt mit Präsentiertvermerk vom 28. Februar 1806 (Hochstift Eichstätt / zum Großherzog von Toscana Ferdinand, seit 25.2.1803 / seit 8.10.1805 französische Militärbesetzung von Eichstätt / durch den Preßburger Frieden (26.12.1805) erhält das Königreich Bayern Eichstätt (vollzogen am 11. März 1806) / ab 11.3.1806 Lehenspostanstalt in Thurn und Taxis Pacht im Königreich Bayern / am 12.3.1806 "Die Postbediensteten werden auf den König von Bayern vereidigt und das Reichspostschild durch das bayerische Wappen" ersetzt. Ebenso erfolgte der Wechsel der Postuniform. Unterstellung OPA München).


    Beste Grüße von VorphilaBayern

  • Liebe Sammlerfreunde,


    zu Eichstätt, noch eine kleine Geschichte aus dem Heft "Post- und Telekommunikationsgeschichte Heft 1-1997, Seite 37": Die bayerische Besitznahme des Hochstifts Eichstätt am 11. März 1806. Für die Abtretung des Fürstentums Würzburg hatte Bayern im Preßburger Frieden das Hochstift Eichstätt zugesprochen erhalten. Hofrat von Blanck berichtet aus Nürnberg unter dem 15. März 1806 an eine "Hochpreislichen General-Direction" nach Regensburg: Unter dem 11. März 1806 macht der Herr Postmeister von Handel die Anzeige anhero (nach Nürnberg), daß am besagten Tage die Civil-Übergabe der Stadt Eichstätt durch den Kaiserlich französischen Kriegs-Commissaire Blein an den Königlich Bayerischen General Landes Commissaire Grafen von Haxis (?) vor sich gegangen seie. Gemäß der Hohen Signatur No. 399/429 de dato 26. Februar des Jahres rücksichtlich der Eidesleistung wurde der Postmeister angewiesen, wie er sich bei seiner Eidesabgabe gegenüber Bayern zu verhalten habe. Die Vereidigung auf den neuen Souverän wurde am 19. März vorgenommen. Während sich der Postmeister von Handel sich in sein Schicksal fügte, fiel der Posthalter Weinhard durch "schlechtes Betragen" auf. Unter dem 26. März wird der Verdacht geäußert, daß er das Königliche Post-Schild verbrannt habe.


    Beste Grüße von VorphilaBayern

  • Lieber Hermann,


    sensationell - das bayer. Postschild verbrannt, na das dürfte es dann mit der Karriere gewesen sein ...

    Liebe Grüsse vom Ralph



    "Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen." Vicco von Bülow aka Loriot.




  • Lieber Ralph,


    lt. Vorphilahandbuch von Friedrich Pietz zu Eichstätt: seit 1769 Poststallhalter: Sebastian Winnhard, Gastwirt, gestorben: 1806.


    Liebe Grüße,

    Hermann

  • Lieber Hermann,


    zu seiner Ehrenrettung: Vlt. war ihm im Alter öfter kalt und er hatte außer dem Postschild nichts anderes aus Holz greifbar ...


    Nein, Spaß - das Verbrennen von Dienstgegenständen, hoheitliche besonders, war ja eine Straftat und wenn er das gemacht hat, kam er aus der Nummer nicht mehr heraus. Vlt. war dann ein "natürlicher" Abgang 1806 wirklich das Beste für ihn, denn die Gefängnisse zur Zeit Napoleons waren sicher nicht mit den Luxuszellen heutiger Zeit vergleichbar.

    Liebe Grüsse vom Ralph



    "Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen." Vicco von Bülow aka Loriot.




  • Liebe Sammlerfreunde,


    hierzu folgender Brief aus Nürnberg vom 19. August 1805 mit Aufgabestempel: "R.3.Nürnberg" (Kaiserliche Reichspostanstalt in der freien Reichsstadt Nürnberg), mit Vermerk "frei Eichstätt", siegelseitig Franko 3 Kreuzer, nach Dietfurt über Beilngries. Beilngries gehörte ebenfalls wie Eichstätt zum Kurfürstentum Salzburg vom 25.2.1803 bis 10.3.1806. In Beilngries befand sich seit dem 24.9.1742 eine kaiserliche Reichsposthalterei. In Dietfurt (Bayern) befand sich seit 1618 eine kaiserliche Reichsposthalterei. Seit 1.10.1807 eine Briefsammlung. In Beilngries bestand seit 1.7.1808 ebenfalls eine Briefsammlung. Auf dem Brief steht oben links "Porto mit 3 Kr. bezahlt, Name". Ich gehe davon aus, daß dieser Brief mit einen privaten Boten von Eichstätt über Beilngries nach Dietfurt befördert wurde (einfache Wegstrecke 40 km) und dieser 3 Kreuzer Botenlohn verlangte.


    Liebe Grüße,

    Hermann

  • Lieber Hermann,


    da steht Porto mit 3 Kreuzer bezahlt word(en).

    Liebe Grüsse vom Ralph



    "Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen." Vicco von Bülow aka Loriot.