Beiträge von Mittelfranke

    ein gewisser Adam ... beim Landgericht Hollfeld zur Vaterschaft des am 15. Juni geborenen Kindes ... Maria

    Lieber Klaus,

    der Dienstknecht hieß Adam Obendörfer von Selig K. Landgerichts Hollfeld (vermutlich heute: Seelig, Gemeinde 91344 Waischenfeld) und die Dienstmagd Anna Steeger von Hausen (bei Forchheim).

    Viele Grüße
    Gerd

    Liebe Leute,

    jetzt ist aber genug; ihr macht mich total verlegen. :/
    Das war nun wirklich nicht so schwierig. Da gibt es kniffligere Schriften.

    pappnase Andreas:
    Kein super-super-Computer nötig.
    Es stimmt allerdings, dass ich mir Schriften am liebsten auf dem 24''-Bildschirm meines Desktop-PC's betrachte (und ggf. zoome), und nicht auf einem kleinen Notebook-Bildschirm.

    Ich habe ihn damals gefragt, ob er mich veräppeln will. Daraufhin hat er glaubhaft versichert, es sei so.

    Ich muß hier noch richtigstellen: Ich habe niemals glaubhaft versichert, dass ich Dieter veräppeln will ... ;)

    Viele Grüße aus Mittelfranken
    Gerd

    Lieber Jose,

    hier meine Transkription:

    Herrn Lorentz(?) EntzMüller in Brägg Gd. Kirchberg
    St. Gallen, 7.Xber 1853 ./.
    In freundlicher Erwiederung Ihres
    Schreibens von vorgestern, beträgt das Capital bey
    der Familie Baumgartner im Eichbühl von f 800.-
    in neuer Währung jetzt fr 1696,97 und der Zins à 4 1/4 %
    fr 72.12 %; Sie sanden mir aber nur
    fr 67.20 13 Stück V... fr 65.-
    Müntz " 2.20
    Somit mangeln
    fr. 4.92 rp, die ich auf der Postnachnahme und
    Ihnen inliegend die Quittung begleite.
    Sie freundlichst grüßend
    <Unterschrift>
    Einzieher

    "Brägg" könnte dem heutigen Ortsteil "Bräägg" in Kirchberg entsprechen.

    Viele Grüße
    Gerd

    Lieber Uli,

    das kann schon ein "v" sein.

    Ich habe Briefe aus dem 17. und 18. Jahrhundert, bei denen auch ein Binnen-"v" oder Binnen-w" sehr auffällig mit großer rechter "Schleife" geschrieben worden ist.

    Der Schreiber hier scheint den Abstrich allerdings sehr gerade gemacht zu haben.
    Aber das könnte ja auch eine "Eigenart" der Handschrift des Schreibers sein.

    Viele Grüße
    Gerd

    Hallo Peter,

    hier die Transkription:

    [Adresse]
    A
    Madame
    La Baronesse Letzen
    à
    Bückebourg

    [Text]
    Balmoral
    d. 28 sten Oct.
    1868 -

    Liebe Baronin Letzen
    Ich bitte Sie
    meinen sowohl
    wie meines Mannes
    innigsten Dank
    für die so werth:
    :volle Übersendung
    der Handschrift
    der Königin Caroline
    Mathilde anzunehmen?
    Ich brauche Ihnen

    gewiß nicht zu
    sagen wie wir die
    Unterschrift schätzen.
    Wir sind Ihnen
    auch so dankbar
    für alles was
    Sie uns schon früher
    über die unglück:
    :liche Königin
    mitgetheilt haben.
    Es ist schandvoll
    wie man sie

    behandelt hat.
    Sie war ja so un:
    :schuldig, nur
    nicht vorsichtig
    genug in ihrer
    hohen schweren
    Stellung - Das
    kleine ètui was
    Sie mir vor einem
    Jahre schickten ist
    uns ein sehr
    werthes Andenken.
    Es thut mir
    so leid durch Mama
    zu hören daß Sie
    immer so

    leidend sind.
    Von ganzem Herzen
    wünsche ich Ihnen
    Gute Besserung,
    u:
    verbleibe
    Ihre getreue
    Helena

    Frhr(?) Christian v. Schles:Holst
    Frhr(?) v. Großbritannien
    u: Irland.

    Das Datum ist etwas irritierend, da es nicht mit den Stempeldaten (Jun. 1862) übereinstimmt.
    Vielleicht ein Registraturvermerk ?
    Könnte auch sein, dass der Brief nicht zum Umschlag gehört, denn Helena hat erst 1866 ihren Prinzen Christian v. Schleswig Holstein geheiratet.


    Viele Grüße
    Gerd

    Lieber Ralph,

    ich habe den Brief noch nicht komplett, aber die darin geschilderte Szene zum Tode seiner Cousine Justine wird auch im Tagebuch erwähnt:

    [Unter Sankt Veit bei Wien] 30. Juli
    Auch die arme Justine Erdödy ist hinübergegangen, sie starb am Montag
    den 27. um 11 Uhr Abends. Ich erfuhr es erst am Morgen darauf im Hause
    selbst. Steffi war wie vernichtet, er führte mich zu der Todten hinein, welche
    gar nicht entstellt aber wachsgelb war. Das ganze Haus ist ein Haus des
    Jammers, 7 kleine Kinder! Ich selbst fühle mich seit einigen Tagen durch
    diese wiederholten Aufregungen sehr betroffen, und manchmal fürchte ich
    mich unwillkürlich vor dem Schicksale Viviens.

    Damit ist auch der Ort klar.

    Viele Grüße
    Gerd

    Dann hoffen wir, dass damals die Akten für die Feldbereinigungssitzung pünktlich am Dienstag, 25.11.1902 auf der Post (war diese in Neckarthailfingen am Bahnhof ?) angekommen sind.

    Der landwirtschaftl. Inspektor Mangold war offenbar ebenfalls Philatelist, denn er bat um gefl. Aufbewahrung der von ihm besonders schön frankierten Karte für ihn.
    Daher dürfte die Karte bis heute überlebt haben ... :)

    Viele Grüße
    Gerd

    Hallo St.G

    meine allererste Idee war "Wangen", nur konnte ich mir die Buchstaben davor nicht erklären, bis ich auf "Kleinwangen" in der Gemeinde Hohenrain gestoßen bin. Diese liegt allerdings ca. 8 km nördlich von Eschenbach. Wieso der Brief dann über Luzern laufen sollte, ist mir nicht ersichtlich.
    Ich würde trotzdem sehr auf
    Kl(ein) Wangen.
    tippen.

    Viele Grüße
    Gerd

    Wer kann helfen? Vielen Dank im Voraus.

    Lieber Schorsch,

    ich lese folgendes:

    An
    die Wohllöbliche Bundes-
    telegraphen Station
    in
    Meiningen
    Militaria

    Nach hoher Anordnung des Bundeskanzleramtes,
    Ende des Monats August l. J. ,sollen
    die offiziellen Kriegsdepeschen möglichst
    rasch und an alle mit Telegraphenstationen
    versehenen Gemeinden abgeschickt werden.
    Da nun in der letzten Zeit dies im
    Bezug auf hiesige Stadt entweder gar nicht
    oder so verspätet geschehn ist, daß die Zeitungen die
    Nachrichten viel früher brachten, so ersuchen
    wir Sie ganz ergebenst, dafür geneigteste
    Sorge tragen zu wollen, daß diesem
    für die Zukunft abgeholfen werde.
    Mit Hochachtung!
    Eisfeld am 11. Debr. 1870
    <Unterschrift>

    Viele Grüße
    Gerd

    Das gleiche Dokument hat noch weitere Passierscheine für spätere Reisen, die ebenfalls für mich sehr schwer zu entziffern sind:

    Vorzeiger dieses, Herr Evrard, kann
    ungehindert passiren.
    Metz, 14 November 1870
    Kommandatur der Etappe
    Haupt.. VII Armee Corps
    <Unterschrift>
    Oberstlieut u. Kommandant


    Der oben genannte Herr Evrard hat in
    Familien=Angelegenheiten nach Longnyon(?) und
    Amgegand(?) zu reisen. Da derselbe vom Unter=
    zeichneten als ein durchaus zuverlässiger Mann
    bekannt ist u. eine Militair=Behörde hier nicht
    existiert, so bittet denselben aller Wege frei
    passiren zu lassen.
    Mars-laTour, den 17. Januar, 1871.
    <Unterschrift>
    Pr. Postassisten u. Vorsteher der
    Post=Expedition.


    Mars-laTour, den 25. Novbr 1870.

    Hiermit erkläre ich,
    von dem Herrn Carl
    Evrard hier ein graues
    Pferd nebst zugehörigem
    Wagen gekauft zu haben,
    so daß diese Sachen ausschließlich
    zu meinem Gebrauche
    sind.
    <Unterschrift>
    Post=Assistent.

    Vor allem Letzteres hat doch ein "Geschmäckle", wie man im Süden sagt.
    War da Bestechung im Spiel ? ;)

    Viele Grüße
    Gerd

    Könnte ein Forumsmitglied den deutschen Text darunter entzifferen ?

    Hallo Martin,

    den konnte ich bis auf eine Lücke entziffern:

    In dem Hause des oben bezeichneten Trägers dieses ...
    ist die Preußische Paß etvialirt(?) worden. Da es im Orte an
    einem Militair=Gouvernement fehlt, so attestirt der Unterzeichnete,
    daß man den Herrn Evrard aller Wege frai passiren laße.
    Mars-la-Tour, den 2. Novbr. 1870
    <Unterschrift>
    Preuß. Postassistent.

    Offenbar war der Postassistent kein deutscher Muttersprachler.

    Viele Grüße
    Gerd

    Hallo Georg,

    ich war neugierig, um was es ging, daher ergänzend hier noch der komplette Text des Briefes von 1580:

    [Adresse]
    An Den Ernvesten Herren
    Sebastiano Kamp Spittalmaister
    Zu Nordlingen gehorig

    [Text]
    Mein freundlich willig Dienst Zuvor, Ernvester günstiger
    her Spittalmaister, Dieweil ich khurz bersthinen(?) abermals
    bey euch hab angehalten, Der austenden khlainen Zehenden,
    mit mier Zuvergleicht, ad.auf Zukhomen, mit der obern
    Müll zu Itzmemming, Ist Derwegen mein bitt an euch
    wollet mit dem Müller verschaffen, das er mit mier aufkhomm,
    wo aber das nit bestehen würde, so khan ich euch nit bergen, das
    ich mich die Khünftige woch verfüegen werde, Zu meinen
    genedigen hrn, und mich auf das höchst bekhlagen werde von
    wegen des Müllers, dan ich von meinen pfarr Registern
    nit werde weich, sond thu mich darauf referiren, auch
    hiefüran durchauß den Zehenden beger, dan er mier umb
    sain geldt feill ist, beger also vom hrn ein schriftliche ant=
    wortt bey Zaiger des Zedels, Damit ich mich wüste Darnach Zurächt,
    Damit die gnad gottes mit uns allen, Datum Itzmemming, Den
    30 January Ad (?) 80.

    Georg: Bychler
    pfarher doselbst .p.

    [Empfangsvermerk links oben]
    Pfarrer für Utzmemming
    begert, das sich der Müller
    deß kleinen Zehend halber
    mit Ihnen vergleichn
    möge
    30.Jan:ad 1580.

    [Anmerkung unten links in rot]
    Klainen Zehenden Vst
    der OberMühl In Utz=
    =memming betreffent.

    Viele Grüße
    Gerd