Lieber Ulrich,
passt soweit ; allerdings war der Friedrich Maier Buch-Drucker
Das untenstehende
Sich p.p.
bedeutet eine abgekürzte Höflichkeitsfloskel (sowas sieht man im amtlichen Verkehr öfter;
etwa: sich stets zu Gegendiensten bereit erklärend zeichnet...).
Den Anfangsbuchstaben des Unterzeichnenden Herrn Weber kann ich auch nur erraten.
Vielleicht ein N (für Nikolaus)?
Viele Grüße
Gerd
Beiträge von Mittelfranke
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Immer wieder interessant die Berufsbezeichnungen der damaligen Zeit:
Secretär beim Schiedsgericht für Arbeiterversiche=rungenViele Grüße
Gerd -
Lieber Hermann,
die Adresse war wohl ursprünglich
Post
in
Altona
(Man vergleiche das P mit dem P von Packmeister weiter unten.)
Wer da neben "Post" noch Sgr für Silbergroschen geschrieben hat ist unklar, zumal ja links unten
pro 2 1/2 Sgr steht .
Der Inhalt lautet wohl:2 1/2 Sgr
für Verpackung des Pack
R.N. 685 v Nienburg(?)
..z Frau Franziska Lemke
in Altona richtig erhalten
Wassermann
Packmeister
Daß die Verpackung des oben g(en)
anten Packets nothwendig geweß(en)
ist wird hiedurch bescheint
Minden 13/2 66
<Unterschriften>
Viele Grüße
Gerd -
Lieber Ralph,
vorne unten lese ich:
Ist von Herrn J. J. Aeckerlein
eröffnet, der Inhalt aber unbekannt
Vielleicht konnte der Adressat kein französisch und hat den Brief daher wieder zurückgegeben?
Was natürlich die französische Post so nicht akzeptiert hat.Viele Grüße
Gerd -
Lieber Uli,
Ralph kann seine Sammlung behalten
Weste stimmt.
Bei Großbuchstaben hat der Schreiber häufig einen Zier-Kringel angebracht.Viele Grüße
Gerd -
Hier noch der etwas wirre Text, den ich dahingehend interpretiere, dass den (ehelichen) Geschwistern ein weiteres (uneheliches) Kind ihrer Mutter hinterlassen worden ist, nachdem diese verzogen ist. Nun sehen sie wieder die Mutter in der Pflicht, für es zu sorgen.
Sollte die Mutter bis Georgi nicht reagieren, drohen sie mit gerichtlichen Schritten:
HeurathsBrief vom 6 t Mai 1796.Liebste Mutter!
Ich hofe das Ihnen unserre wennige zeillen
in gutter gesundheit antrefen, waß uns anbelangt
sind wir auch gesund!
Da sich nun das alte Jahr zu Ende nahet und
ein Neues an komt, welches uns Künder auf die
Pflücht erinnert das wir Künder unserrn
Aelter danken -. Nicht nur danken fir die
in diesem Jahre entpfangern Wol und gut daten
sondern auch, - vor derer Zeit an sind wir
den Dank schuldig da wir noch Künder wahren
keinen weg wegen Schwachheit vortzusetzen
und kein Brod zu ver dienen vähig sind- .
Dank vor Dieses.
Diese ist Künder Pflücht, nun Volgt Aeltern
Pflücht! waß ist das vor eine Pflüchten
bestet die Pflücht von Aelter ebenfalls so von
Ihnen -: Als von Ihren Rechten wir auch Stüf Künder
sind Stüf Künder Hunden, weill man sie so
betrachtet, oder haben die Mütter uns armme
weisen nicht zu vor gesehen - : Nicht zuvohr gesehen
und uns an genahmen woh wo ist die Pflücht! auf
welche Sie errinnert viell leicht nicht nur ein Mahl
sondern zwey biß drey mahl errinnert worden
sind haben Sie Mutter die Pflücht bey uns erfült
wo ist daß maß der Pflücht-: bey uns
nicht.
Wir sind aus Ehe Künder, und keine Huren
Künder woh das Recht vor Rechten geht habenSo haben wir auch einen auß und ein ganz
wie alle geschwüstert zu suchen, und viell
leicht noch wehr welches man aber auf Ihr
-: giebt -: . es ist Schon augen Scheinlich
daß unser Vaters vermögen bey Ihrern
un Eheligen Kind Mit namen Anna Maria
Keine Rosen bringt Denn brachte das Selbe
Rosen so könte sie mir schon lengst bezahlen
Auch haben Sie Mutter wie sie von Ort und Haus
weggezogen sind verzühlen miesen und
wo sie hin gefaren gehert auch unser Schwester
hin - wen sie es nicht glauben wohlen so
fragen sie nach es ist in München ein Land
gericht, eben wo sie verzücht haben und
giebt auch noch mehrere Obrigkeitten
Den die Schwester kan ich nicht mehr
lenger haben als biß auf den georgis
Tag und dort kommt Sie auf alle fahl
zeigen sie diesen Brief dem verWalter
und wen sie an mir nicht glauben
und kein andword schreiben so schreibt
Sie ja mein Landgericht
Nun leben Sie Recht wohlAnna und Jakob Kromme
Mauer Meyster
Viele Grüße
Gerd -
Hallo Schorsch,
die Anschrift lese ich wie Du,
als Beruf der guten Frau sehe ich so etwas wie
Tuchdrugnerin
wobei man das g auch für ein z halten könnte.
Beim Absender könnte es auch
Maria und Jakob Kromme
Mauer Meyster
heißen.
Viele Grüße
Gerd -
Lieber Enrico,
dem Text nach hat der Heinrich Günther das Geld zusammen mit dem Brief aufgegeben:
Zwönitz, den 22 Februar 1863
Da ich nun von der Reise kam übereigt mir
mir meine Frau den Brief und ich hätte sie
schon lange das Geld geschickt da das Schnirsenk
elgeschäft nicht zu meinem Weißwargeschäft bast
und im Hause zu wenig nagfrage ist hab ich kein
Bedarf mehr daran und ich zimlich fast die gan
ze Ware noch liegen habe und ihr Betra
ag macht 6 Thlr, 28 neigrsch, 6 pfen. Sie soll
tens ungütig nemen das es solange
getauert hat. Hier übereigt ich 6 Thlr
25 neigrsch. Das Geld will ich auf der Post
eizahlen nächsten Chemnitzer Markt will
sie aufsuchen
ich grüße sie ergebens.
Heinrich Günther.
Viele Grüße
Gerd -
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Hallo Enrico,
der Text auf der Rückseite ist offenbar der Entwurf für das Antwortschreiben der Glashütte an die Fa. Seeger&Maeser in Dresden:
Herrn Seeger&Maeser, Speditions und Kommissions
Geschäft in Dresden
Friedrichsthal b Senftenberg den 23. Juli 1861.
Auf Ihr geehrtes Schreiben vom 1? ten d. eigens erwidernd
... .... danken wir für die
gefällige Offerte von wasserfreiem Glauber
salz und werden wir nicht ermangeln
mit nächstem Wagen ein malter
zur Probe kommen zu lassen.
Fällt der Versuch gut aus, so können
Sie auf größern Absatz rechnen
Inzwischen zeichne hochachtungsvoll
Grafl zu S. Glash ...
Viele Grüße
Gerd -
Übrigens war der Absender M. Heinze aus Berlin-Steglitz seiner Zeit weit voraus (genauer: 26 Jahre), denn Windsheim wurde erst 1960 zu "Bad Windsheim" umbenannt.
Es gibt dort auch eine "Oberntiefer Str." aber deren Hausnummern enden heutzutage bei 52.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es dort mal 314 Häuser gab.
Vielleicht meinte er eine Zimmernummer eines dort gelegenen Kurhotels?
Viele Grüße
Gerd -
Orts Eilboten ist sicher ein wenig ungewöhnlich
Hallo Dieter,
der Orts-Eilbote war auch ziemlich notwendig, wenn der Brief des Herrn Ernst Steindorff jr. das angebetete Fräulein Toni Birnbaum noch rechtzeitig vor ihrer Abholung am heutigen Abend ... um 8 Uhr zur Fahrt bzw. Wanderung zum Gesellschaftshaus Elbchausee erreichen sollte.
Daher auch der Vermerk:
In Eile auf der Hauptpost geschrieben
(laut Stempel zwischen 11 und 12 Uhr),
wo wohl auch der schöne Kartenstern erworben wurde.
Viele Grüße
Gerd -
Lieber Hermann,
bei Deinem Brief an die Pfleg(estelle) beim Oberamt Waldsee bietet leider auch das Textfragment keinen eindeutigen Hinweis auf das Jahr.
Es handelt sich wohl um eine Quittung aus Thannhausen (heute: Tannhausen bei Aulendorf)
über von der Amtspflege Waldsee erhaltene Briefmarken und Couverts.
Was ich entziffern kann:
Thannhausen
Waldsee.
(Von d)er Amtspflege erh(alten)
1. Bogen 5. Pfg. Mar(ken)
25. Stk 5. " Couve(rts)
5. Stk. 5. " "
1/4. Bogen 10 Pf "bescheint
Thannhausen d. 1. J(uli ????)
Schulth(eiss ...)
Viele Grüße und ein gesundes neues Jahr
Gerd -
Ein gutes und vor allem gesundes Neues Jahr



wünscht allen herzlichst
Euer Mittelfranke
Gerd -
Lieber Ulrich,
ein interessanter Beleg.
Allerdings glaube ich nicht an die Jahreszahl 1996:
Die alten Gebietsleitzahlen (hier: 14a) waren nur bis 23.03.1962 gültig; danach gab es die 4-stelligen Postleitzahlen.
Die analoge Europamarke der Bundespost kam im Sept. 1960 heraus (Mi.Nr. Bund 339).
Ich lese beim Poststempel von DIANO eher:
14-9-961
so dass ich vom 14.9.1961 ausgehe.
Viele Grüße
Gerd -
Hallo Jens,
#94 ging eventuell an einen Herrn
Dutz in Mehring
was ja bei Burghausen und damit nicht gerade um die Ecke lag.
Oder war das "Mering" an der Bahnlinie in Richtung Augsburg gemeint ?
Viele Grüße
Gerd -
Lieber Dieter,
das könnte ein
Ballen Strümpf
für 20 x
geliefert von
Cogethunber & Thiodera (??)
gewesen sein.
Viele Grüße
Gerd -
Gibt hier leider nicht einfache
Lieber Dieter,
eine kleine Korrektur:
Gibt hier leider nur einfacheViele Grüße
Gerd -
Danke Erwin u. Dieter,
habe es oben korrigiert.
Viele Grüße
Gerd -
Diese Bettel-Briefe scheinen ja wohl keine Einzelfälle zu sein,
was kein gutes Licht auf die Qualität der Versorgung in der württembergischen Armee wirft:Steißlingen den 29 November 1848.
Wehrterster Herr Pfarrer.
Ich bin so frey an Sie zu schreiben indem wir
so lang ausmaschiert und wir wirklich im badi=
schen Oberland an der Schweizergränz liegen, und
wir die wenigste Zeit in kein Bett mehr kamen
und so viel Gleider vereißen ich bin jezt ein
Par Schuh und Unterhosen bedürftig ich bitte
sie, und glaube auch daß der Herr Pfarrer
so gut seyn wird, und mir einige Gulden Geld
schiken wird, den sie wißen es ja, daß ich sonst
nirgens keine Hülfe von Niemand habe und
in solcher Noth bin, sind sie also so Gut und
helfen sie mir aus meiner Noth, Ich bitte
den Herr Pfarrer aufs Höflichste.
Soldat Fischer
Die Adreße ist an Soldat Fischer 4 Regiment
2 Compagni in Stuttgart abzugeben auf die
Regiments Kanzlei
Viele Grüße
Gerd