Beiträge von hk1190

    Ich habe heute mit freundlicher Unterstützung der Arge Hannover-Braunschweig ca. 580 Ciculare, etc. von Hannover/Braunschweig im Postvertragsprojekt eingestellt.

    Wir freuen uns über jeden weiteren Beitrag.


    ml

    Sind dort auch Transitporto-Tabellen dabei? Z. B. für den Transit von Briefen aus GB? Gruß aus Wien

    Die Freimarkenkausgabe 1858 war bis 31.5.1864 gültig. Wäre das Briefdatum tatsächlich 1866, wäre er wohl nach der Aufgabe in Wien taxiert worden, wegen Ungültigkeit der Marke. Klar, er kann auch "durchgerutscht" sein.

    Man könnte das Datum auch als 11.6.1864 lesen, aber auch zu diesem Zeitpunkt wäre die Marke schon ungültig gewesen.

    LG hk1190

    Servus Michael!

    Die Kopien des Artikels sind wahrscheinlich zu groß, um sie hier draufzustellen. Gib mir bitte deine E-Mail, dann schicke ich dir einen Link zu "wetransfer", wo Du die Daten dann herunterladen kannst.

    Gruß

    hk1190

    Servus Michael!

    Im zweiten Band vom "Klein" sind die Stempel der Bahnposten und Postbegleiter behandelt, wo auch zur Geschichte der "Beamtenbahnposten", der "Bahnposten niederer Ordnung" und zu den "Postconducteuren", auch "Schaffnerposten" genannt, wichtige Hinweise drin sind. Das Buch ist leider schwierig zu beschaffen.

    Wenn Du darüber hinaus Interesse an der Bahnpost vor der Einführung der "Fahrenden Postämter" am 1.8.1850 hast, kann ich dir einen Artikel mit Quellhinweisen übermitteln.

    Grüße aus Wien

    hk1190

    Geschätzte Postgeschichterunde!
    Ich habe ein Schreiben bzw. Erkenntnis des Appellationsgerichts Klagenfurt vom 15.7.1836, in der Angelegenheit von Verpflegskosten zu Lasten einer Erbmasse. Es hat ein höheres Gewicht, da Gerichtsakten rückgemittelt wurden und ist an das Bezirksgericht Landskron (Post Villach) gerichtet. Das Bezirksgericht Landskron (Konzept innen) informierte am 11.8.1836 die Parteienvertreter. Es erfolgte die gegenseitige Aufhebung der Gerichts- und Portokosten.
    Der Brief gehört in die 1. Entfernungs- (bis 3 Poststationen) und in die 53. Gewichtsstufe (= 26 1/2 Loth).
    Interessant wäre, im Rahmen der Brief-Taxordnung 1817, weitere hohe Gewichtsstufen zu sehen.


    Herzlichen Gruß aus Wien
    hk1190

    Nun ist mir die Nachsendung in Preußen klar: es wurde innerhalb Preußens nur das Briefporto für frankierte Briefe, aber kein Zuschlag verrechnet (Gesetzsammlung für die kgl. Preuß. Staaten 1861, S. 35).

    Herzlichen Gruß
    Heribert Kaufmann, Wien

    Geschätzte Experten!


    22.9.1864; 15-Kreuzer-Ganzsachenumschlag der Ausgabe 1863, für den einfachen Brief nach Breslau im DÖPV.

    Der Brief war als einfacher Brief (1 Zollloth exklusive) in der 3. Entfernungsstufe (über 20 Meilen) mit 15 Kreuzern frankiert. Rückseite: 10 Kreuzer Einschreibgebühr.

    Am 23.9. wurde der Brief in Breslau als höhergewichtig erkannt (2 Loth exklusive; 2. Gewichtsstufe). Es fehlten 15 Kreuzer = 3 Silbergroschen und es wurde für die nicht frankierte Gewichtsstufe 1 Silbergroschen zugeschlagen. Porto daher 4 Silbergroschen (blaue Tinte).


    Nun bitte ich um Unterstützung, da mir die preußischen Verhältnisse nicht klar sind:

    Da der Brief nicht zustellbar war, wurde er am 24.9. nach Warmbrunn, Kreis Hirschberg in preuß. Schlesien, weitergeleitet (Vermerk vorderseitig).

    Die 4 Silbergroschen wurden gestrichen und durch 8 Silbergroschen (hellblauer Stift) ersetzt. Die Entfernung Breslau – Warmbrunn betrug ca. 13 Meilen (richtig gemessen?) = 2. Entfernungsstufe (über 10-20 Meilen). Der einfache Brief (1 Loth exklusive) kostete 2 Silbergroschen.

    Auf dem Brief links oben befindet sich eine Gewichtsangabe von 1 1/20(?), was jedenfalls die 2. Gewichtsstufe bestätigt. Die 2 Silbergroschen wurden daher verdoppelt = 4 Silbergroschen + 4 Silbergroschen,

    die in Breslau taxiert worden waren = gesamt 8 Silbergroschen. Die Rechnung funktioniert nur, wenn es einen Zuschlag für unfrankierte Briefe gab.

    Vielleicht fällt der Brief in die 1. Entfernungsstufe (bis 10 Meilen), 2. Gewichtsstufe = 2 Silbergroschen + 2 Silbergroschen für die beiden nicht frankierten Gewichtsstufen = 4 Silbergroschen zuzüglich der 4 Silbergroschen von Breslau, wären dann die 8 Silbergroschen.


    Für Meldungen und Korrekturen zu dem Thema bin ich sehr dankbar.


    Mit freundlichen Grüßen

    Heribert Kaufmann, Wien

    Danke bk! Taxierung: 2. Gewichtsstufe, über 20 Meilen, 6 Silbergroschen. Abgegolten sind 3 Sgr, daher: zu den fehlenden 3 kommt 1 Sgr für die nicht frankierte Gewichtsstufe = 4 Sgr x 3 = 12 Kreuzer C. M.


    Was sich die preuß. Postbediensteten vorgestellt haben, als sie "6" und dann "3" taxierten, kann ich nicht nachvollziehen.


    LG hk1190

    Geschätzte Runde!


    Ein Brief ohne Inhalt und Jahresangabe wurde am 25.7. in Braunfels (Preussen) nach Wien aufgegeben. Er wird 1852/53 zu datieren sein.


    Unter Beachtung des revidierten deutsch-österreichischer Postvereins-Vertrags vom 5.12.1851, taxierte Preussen 24 Kreuzer CM, was einem Brief über 20 geographische Meilen, bis 2 Loth (hds. Anmerkung links oben: „17/10 Loth“), entsprach: 9 Kreuzer x 2 = 18 Kreuzer. Zuzüglich 3 Kreuzer Zutaxe für jede nicht frankierte Gewichtsstufe = 6 Kreuzer.


    In Wien war der Brief nicht zustellbar und wurde nach Königswart in Böhmen weitergesandt. Die Wiener Korrektur des vereinsländischen Portos von 24 Kreuzer auf 30 Kreuzer ist nicht nachvollziehbar. Auch auf der Briefrückseite sind die 30 Kreuzer vermerkt. Das vereinsländische Porto, hier also 30 Kreuzer CM, musste gem. Art. 13 als Auslage an die aufgebende Postanstalt vergütet werden.


    Entsprechend dem Art. 35 des revidierten Postvereins-Vertrages wurden Nachsendungen so behandelt, als wäre der Brief an dem Ort aufgegeben worden, von wo er nachgesendet wurde. Dabei war nur die Taxe für frankierte Briefe (ohne Zuschlag) anzusetzen: 2 Loth = 2. Gewichtsstufe, über 20 geographische Meilen, 9 Kreuzer x 2 = 18 Kreuzer CM. Dieser Betrag verblieb in Österreich.

    Hat jemand eine Idee wegen der 30 Kreuzer CM?


    Herzlichen Gruß
    hk1190


    Geschätzte Experten!


    Gibt es Literatur über die preuß. Posttarife ab ungefähr 1800 bis in den DÖPV? Das ist für mich deshalb interessant, da ich mich ein wenig mit den Postverträgen zwischen Preußen und Österreich beschäftigen möchte.


    Vielen Dank und herzlichen Gruß


    hk1190

    So fraglich finde ich den Hinweis auf den Pakteschluß "Eger" nicht. Augsburg schrieb - wie bekannt - sehr oft das Amt auf den Brief, mit dem es wechselte!


    Der Postvertrag Österreich - Thurn & Taxis vom 16.9.1829 räumte im Art. 13 Österreich die Befugnis ein, auf dem Postkurs von "Eger" über Schleiz und Frankfurt nach Forbach gesiegelte Briefpost- und Zeitungspakete mit den franz. Posten zu wechseln. Österreich zahlte an TT für die Hin- und Hersendung der Pakete pro Unze (2 Loth Wiener Gewicht) 18 Kreuzer C.M.


    Herzlichen Gruß
    hk1190

    Ob Eger überstempelt wurde, kann ich nicht erkennen. Zurückgeschickt wurde er meiner Auffassung nach nicht, weill er keinen wie immer gearteten Retourvermerk trägt, nebst Streichen der ursprünglichen Adresse.
    LG hk1190

    Der unten abgebildete Brief aus Troppau (österr. Schlesien) nach Straßburg, über Eger und Forbach, ist nicht datiert. Auf Grund des Stempels "7", der ab 1829 verwendet wurde und des Stempels "Troppau No", der 1824 bis in die 1830er Jahre nachgewiesen ist, kann man den Brief einordnen.


    Österreich: Tarif 1.6.1817, 5. Entfernungsstufe, über 12 Poststationen, 14 Kreuzer C.M. einfach, 1 Loth = 14 x 2 = 28 Kreuzer C.M. franko. Rekommandation: 4 Kreuzer C.M.


    Frankreich: Tarif 1.1.1828, deutsche Strecke 7 Décimes + franz. Strecke/Forbach - Straßburg (81-150 km) 4 Décimes = 11 x 2,5 (15 Gramm) = 28 x 2 für die Rekommandation = 56 Décimes.


    Ich habe weiter Briefe nach Straßburg, bei denen der Magistrat Straßburg immer als portofrei behandelt wurde. Warum bei diesem Brief nicht?


    Was meint die Runde?


    hk1190