Beiträge von kantonal

    Lieber Franz,


    der Brief ist portogerecht frankiert. 3 Kr. für den 1. vereinsländischen Rayon und 6 Kr. für den 2. Schweizer Rayon. Die Rötelnotiz zeigt die 6 Kr. Weiterfranko für die Schweiz.

    Interessant, dass die Marken mit unterschiedlichen Stempeln entwertet wurden.


    Viele Grüsse

    Bruno

    Hallo Tim,


    keine Ersparnis. Die Briefpost-Tarife innerhalb Badens ab 1.5.1851 je Loth incl.

    1 Kr. Ortsverkehr im Bestellbezirk

    3 Kr. Fernverkehr bis 10 Meilen

    6 Kr. Fernverkehr über 10 bis 20 Meilen

    9 Kr. Fernverkehr über 20 Meilen

    3 Kr. Zuschlag für unfrankierte Briefe


    Entfernung Freiburg - Karlsruhe über 10 bis 20 Meilen, also 6 Kr. + 3 Kr. Zuschlag


    Viele Grüsse

    Bruno

    Hallo St.Gallen,


    freut mich, dass du das Forum gefunden hast. Deine Vorliebe für die Stempel von St. Gallen kann ich gut nachvollziehen. Wie du an meinem Avatar sehen kannst, sind u.a. die Stempel von Rheineck meine Leidenschaft. Die Erforschung der Verwendungszeit einzelner Stempel erfordert Geduld, bringt immer mal wieder eine Überraschung und ist ein nie abgeschlossenes Thema. Viel Glück bei der Suche.


    Viele Grüsse

    Bruno

    Liebe Freunde,


    eine wahre Stempelflut ziert die Rückseite des Briefes vom 24.6.1853 aus Breo-Mondovi nach Golssen.

    24.6. Torino

    27.6. Luzern

    28.6. Basel

    28.6. badischer Bahnstempel E.B. Curs III * Haltingen-Heidelberg

    30.6. Eisenach

    30.6. Wurzen

    30.6. Bahnpost Leipzig-Dresden

    30.6. Burxdorf

    Zusätzlich noch ein handschriftl. Vermerk ... daher der amtliche Verschluß (vermutlich in Burxdorf angebracht)

    Leipzig-Dresden ist mehrfach gestempelt, mal mit Buchstabe a und mal mit b. Kann das jemand erklären?


    Mein Versuch zur Tax-Erklärung:

    20 Centesimi = 6 Kr. für Sardinien + 6 Kr. für Schweiz + 9 Kr. für Postverein = 21 Kr. = 7 Sgr.

    Die 7 wurde gleich viermal in unterschiedlichen Farben notiert.


    Die Adressatin Sophie Louise Charlotte Gräfin Fontana, die Tochte des sardinischen Gesandten Graf Nepomuk Fontana de Cravanza, erbte 1809 die Herrschaft Golßen und verkaufte sie 1846 an Graf Friedrich Heinrich Ludwig zu Solms auf Baruth für 160.000 Thaler. Kein Wunder also, dass die Gräfin dort nicht mehr weilte und der Brief nach Neustadt ohne zusätzliche Taxe weitergeleitet wurde.


    Viele Grüsse

    Bruno

    Liebe Freunde,


    nach meinen Unterlagen gab es einen Grenzrayon-Tarif Schweiz/Österreich erst ab 1849. Es gab einen Vertrag mit den Schweizer Kantonen vom 6. Juni 1847, in dem in Artikel 8 eine gemeinschaftliche Taxe von 6 Kr. CM für eine Entfernung von bis zu 10 Meilen festgelegt wurde (Quelle: Grenzporto im Österreichisch-Schweizer Grenzverkehr von Emil Rose).


    Aber der gezeigte Brief ist von Januar 1847, also noch vor dem Vertrag und 3 Kr. Gesamttaxe erscheint mir da zu wenig. Das müssten 3 Kr. nur für St. Gallen sein und für Österreich müsste dann noch was dazukommen. Auf jeden Fall ein klasse Brief.


    Viele Grüsse

    Bruno

    Hallo Dieter und Tim,


    eine Durchleuchtung hat keinen Anhaltspunkt für eine Manipulation geliefert. Das schaut so aus, wie es sein sollte. Ich werde den Brief zum nächsten ArGe-Workshop mitnehmen und dort weitere Meinungen einholen oder vielleicht bei Gelegenheit zur Prüfung geben. Bei neuen Erkenntnissen gebe ich Bescheid.


    Viele Grüße

    Bruno

    Liebe Sammlerfreunde,


    einen ungewöhnlichen Laufweg nahm der 16,4 g schwere Brief, den ich hier zeigen möchte. Geschrieben am 11. Oktober 1826 von einem Schuldirektor in Arbon am südlichen Ufer des Bodensees wurde er mit dem Schiff von Rorschach nach Konstanz befördert, wo er den Auslage-Stempel von Konstanz erhielt.


    Nur 3 Kr. für einen über 1 Loth schweren Brief? Eine mögliche Erklärung wäre, dass der Brief wegen dem Vermerk "Amtlich" in der Schweiz portofrei war. Das würde bedeuten, dass die 3 Kr in Konstanz angeschrieben wurden. Für innerbadische Briefe galt laut Generaltarif von 1820 bei einer Entfernung bis 2 Meilen eine Taxe von 2 Kr für einen Brief bis 1/2 Loth, 3 Kr über 1/2 bis 1 Loth und 5 Kr über 1 bis 1 1/2 Loth. Nach §48 wurden Eingaben von Personen an Amtsbehörden, wenn sie mehr ins Gewicht gingen, immer um ein halbes Loth geringer in der Progression gehalten. Im vorliegenden Fall also nur die 2. Gewichtsstufe berechnet mit 3 Kr. Ich bin gespannt, ob jemand eine andere Erklärung hat.


    Viele Grüsse

    Bruno

    Liebe Sammlerfreunde,


    eine Neuerwerbung möchte ich zeigen, die mir hinsichtlich der Frankierung unklar ist. Das zweimal im Brief angeschriebene Jahr könnte 1851, 1857 oder 1859 lauten. 1851 schließe ich aus, weil die Michel-Nr. 5 erst 1853 ausgegeben wurde. Die Rötel-Notiz von 1 Kr. Weiterfranko verweist auf das vorausbezahlte Bestellgeld, wie schon bei den anderen hier im Thread gezeigten Briefen.


    Aber wie erklärt sich die Brieftaxe von 1 Kr.? Schallstadt und Müllheim hatten eigene Postexpeditionen. War das Jahr 1857, kann es sich nicht um einen Ortsbrief innerhalb des Bestellbezirks handeln, sondern nur um eine Drucksache. Es schaut so aus, als wenn der Umschlag unverschlossen verschickt wurde, aber gegen eine Drucksache sprechen die handschriftlichen Notizen.


    Ein Argument für 1859 ist, dass 1 Kr. bis zu einer Entfernung von 3 Meilen galt unabhängig vom Bestellbezirk. Aber die 9 beim Tag im Datum schaut völlig anders aus als die letzte Ziffer der Jahreszahl.

    Habe ich irgendwas übersehen, was zur Lösung beitragen könnte? Zu welcher Alternative tendiert ihr?


    Viele Grüsse

    Bruno

    Lieber Erwin,


    zunächst mal wünsche ich dir gute Besserung, dass du bald wieder gesund wirst.

    Deinen Online-Kurs habe ich als stiller Leser verfolgt. Jetzt hatte ich die Zeit, einen ersten Versuch zu starten, allerdings teils freihändig ohne die Nutzung von Pfaden. Es geht sicherlich noch besser, aber für meinen Zweck ist es ausreichend. Herzlichen Dank für deine klasse Anleitung.


    Viele Grüße

    Bruno

    Liebe Sammlerfreunde,


    folgenden Brief möchte ich zeigen. Am 15. Juli 1848 aus Paris an die bekannte Firma Schindler in Hard, die ihre Briefe meist postlagernd nach Rheineck adressieren ließ. Zum Laufweg - ich hatte einen Stempel von Basel erwartet - und der Taxe kann ich nichts beitragen, das überlasse ich den Experten.


    Viele Grüße

    Bruno

    Lieber Ralph,


    ich habe keine Tarifunterlagen von Spanien. Im Thread GB-Spanien Vorphila wurden Briefe nach Bilbao um 1850 mit einer Inlandsgebühr von 10 Reales gezeigt und deshalb habe ich vermutet, dass hier bei meinem Brief auch Reales notiert wurden. Kennst du denn andere Briefe nach Spanien, bei denen die inlandsgebühr in Kreuzern angeschrieben wurde, ich habe hier keinen im Forum gefunden. Wieviel waren denn 13 Kreuzer umgerechnet in die spanische Währung?


    Viele Grüße

    Bruno

    Liebe Sammlerfreunde,


    folgenden Brief möchte ich zeigen. Brief aus Mannheim nach Bilbao vom 21.9.1848. Der Absender bezahlte 8 Kr. für die badische Strecke bis Kehl plus 18 Kr. laut Postvertrag vom Mai 1846 für den Transit durch Frankreich, also gesamt 26 Kr. bis zur französisch-spanischen Grenze. In Spanien musste der Empfänger noch 13 Reales Inlandsgebühr bezahlen.


    Viele Grüße

    Bruno

    Lieber Ralph,


    es ist ein leerer Faltbrief ohne Inhalt. Danke für die Angabe der Zwischenstationen, werde ich in meiner Beschreibung ergänzen.


    Viele Grüße

    Bruno

    Liebe Sammlerfreunde,


    bei folgendem Brief vom 18.11.1850, also vor Eintritt Badens in den Postverein, bin ich mir unsicher hinsichtlich der Taxierung, aber ich versuche es mal. Baden notierte in schwarz 9 Kr., Preussen reduzierte diese auf 23/4 Sgr und notierte in blau einschl. seiner 4 Sgr Transit eine Forderung von 63/4 Sgr. Der Brief lief über das Austauschpostamt Arnheim, wo der rückseitige PRUISSEN A-Stempel abgeschlagen wurde. Die preussische Forderung wurde auf 45 Cent aufgerundet und mit den 20 Cent niederländischem Porto ergibt sich der Gesamtbetrag von 65 Cent, den der Empfänger zahlen musste.


    Viele Grüße,

    Bruno

    Hallo,


    zu dem Paketbegleitbrief von 1865 nach Berlin habe ich einige Fragen. War dieser Brief als königliche Dienstsache (K.D.S) portofrei einschl. der Expressgebühr? Die blaue 5 auf der Rückseite könnte die Nummer des Paketbestellers sein. Das wurde hier so beschrieben. Hat die Kritzelei beim Stempel Berlin noch irgendeine Bedeutung? Und auf der Vorderseite der rotbraune Strich?


    Die Inschrift im Siegel lautet: Kammerfrau Ihrer Majestät der Königin.

    Die Ehefrau von König Wilhelm I. - dem späteren Kaiser - war Augusta von Sachsen-Weimar-Eisenach, die sich öfters zur Kur in Baden-Baden aufhielt (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/…n_Sachsen-Weimar-Eisenach )

    Der Empfänger namens Goldschmidt-Tissot war laut einem Wohnungsanzeiger Berlin von 1848 ein Kuper- und Schriftstecher.


    Ich wüsste nur zu gern, was in dem Paket war ....


    Viele Grüße

    Bruno