Beiträge von Kontrollratjunkie

    Fernbrief von Lugau im Erzgebirge mit der Aufbrauchsverwendung eines Wertes der Dauerserie Hitler, Nr. 827 vom Oberrand.

    Die Abstempelung erfolgte am 06.08.1945 im Postamt Lugau Land (Erzgeb.) ohne Kb. und damit noch knapp innerhalb der Verwendungszeit dieser Provisorien in der RPD Chemnitz vom 12.05.1945 - 08.08.1945, Nr. AP 827 I.


    Der Beleg Nr. 51 ist eine Fernpostkarte nach Stuttgart, die in der Poststelle I "Weissenborn über Freiberg (Sachsen) 2" aufgegeben wurde.


    Die Entwertung der Frankatur erfolgte am 31.01.1946.


    Die Postkarte wurde nicht ganz portorichtig mit einer Einzelfrankatur der Nr. 44 b freigemacht und ist somit 2 Rpf überfrankiert.


    Dann noch die Steigerung zum zuletzt gezeigten Beleg, eine sehr seltene Mehrfachfrankatur der Nr. 57 in a - Farbe "dunkelgrün Töne" auf portorichtiger Ortskarte in Chemnitz gelaufen.

    Es handelt sich um eine Ortspostkarte der zweiten Portoperiode. Solche Belege muss man wirklich suchen !


    Die Abstempelung erfolgte im Postamt Chemnitz 4 am 05.06.1946 mit Maschinenstempel mit dem Werbetext "Vergiss nicht Strasse / und Hausnummer / anzugeben".


    Als 46. Beleg zeige ich einen Fernbrief, der in der Poststelle II "Kleinvoigtsberg über Freiberg (Sachs)" aufgegeben wurde. Die Abstempelung des Briefes erfolgte im zuständigen Leitpostamt Freiberg (Sachs) 2 am 13.02.1947.


    Der Brief wurde portorichtig mit einer Mehrfachfrankatur der Nr. 920 a freigemacht.


    Der nächste Beleg (Nr. 59) mit Barfrankatur "Gebühr bezahlt" ist ein Fernbrief, der von Schönheide im Erzgebirge nach Hamburg (britische Zone) gelaufen ist. Die Abstempelung erfolgte im Postamt Schönheide (Erzgeb) am 07.11.1945.


    Die Katalogbezeichnung dieser Variante lautet Nr. C 1 h, Tagesstempel als Zweikreisstegstempel mit integriertem Freivermerk.


    Zur Abwechslung einmal ein Beleg mit Maschinenstempel:


    Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 28.11.1945, gelaufen von Mittweida nach Essen (britische Zone).

    Der Brief wurde portorichtig mit eine Einzelfrankatur der Nr. 119 X frankiert.


    Die Entwertung erfolgte im Postamt 10 Mittweida mit einem Maschinenstempel Kb. "k" mit dem Einsatzstück "Mittweida`s / Ingenieure in aller Welt !".


    Ortsbrief in Chemnitz gelaufen mit der Aufbrauchsverwendung eines Wertes der Dauerserie Hitler, Nr. 786.


    Die Abstempelung erfolgte am 12.06.1945 im Postamt Chemnitz 1 und damit innerhalb der Verwendungszeit dieser Provisorien in der RPD Chemnitz vom 12.05.1945 - 08.08.1945, Nr. AP 786 I.


    Der Brief ist geprüft Findeisen BPP.


    Heute eine seltene Einzelfrankatur der Nr. 57 in a - Farbe "dunkelgrün Töne" auf portorichtiger Ortskarte in Seiffen gelaufen. Die Abstempelung erfolgte im Postamt Seiffen / Erzgebirge am 22.01.1946 mit dem hübschen Werbestempel mit dem Werbetext "Spielzeugdorf".


    Der Empfänger war der bekannte Philatelist Hans Scherwenke, der auch mit der Postmeistertrennung Seiffen im engen Zusammenhang steht.


    Dann möchte ich auch hier noch einen hübschen Belege vorstellen.


    Seltene Portostufe von 26 Rpf in Form einer Mischfrankatur der Nr. 48 a mit einer Nr. 69 X b der OPD Halle für die Provinz Sachsen. Zur Gebühr von 6 Rpf für die Fernpostkarte kamen noch weitere 20 Rpf für die Sonderleistung Nachnahme in der ersten Portoperiode bis 28.02.1946. Die Aufgabe der Karte erfolgte am 05.01.1946 im Postamt Grünhain (Sachs).


    Da der Empfänger in Schwarzenberg im Erzgebirge unbekannt war, konnte die unglaubliche Summe von 1,59 RM nicht erhoben werden und die Karte wurde mit einem Rückleitevermerk versehen und nach Grünhain zurück gesandt.


    Der Beleg Nr. 58 mit Barfrankatur "Gebühr bezahlt" ist ein Ortsbrief, der in Meissen gelaufen ist. Die Abstempelung erfolgte im Postamt Meissen 1 am 27.08.1945.

    Die Katalogbezeichnung dieser Variante lautet Nr. C 1 e, Tagesstempel als Zweikreisstegstempel mit integriertem Freivermerk.



    Das eigentlich spannende an diesem Beleg ist aber die wiederholte Verwendung des Umschlages aus Gründen des damaligen großen Papiermangels. Um den Umschlag problemlos ein zweites Mal auf die Reise schicken zu können, wurde die Vorderseite komplett abgeklebt. Verwendung fand dafür der "Umschlagsparer Pfiffig", dessen lustige Werbung auf der Rückseite des Briefes noch zu lesen ist.



    Hier noch etwas größer:



    Diesen Notstempel habe ich hier schon gezeigt. Aber diesen außergewöhnlichen Beleg möchte ich noch ergänzen.

    Es handelt sich um eine Postanweisung vom 11.12.1945 aus Plauen, die nach Kirschau in Sachsen gesandt wurde. Der Betrag von 11,36 RM wurde am 16.12.1945 ausgezahlt und durch den Notstempel Kirschau (Sachsen) Typ a bestätigt.


    Nach dem Katalog der "Ortsnotstempel Deutscher Postanstalten 1945-1953" von Arenz/Kahl/Richter wird dieser Stempel in der Gruppe 1 geführt.


    Die Postanweisung wurde bar freigemacht mit einem Gebühr bezahlt - Stempel der Type C 2 d.


    Einzelfrankatur auf sehr seltener Bedarfspostkarte in Form einer Eilgutbenachrichtigung der Expressgutabfertigung des Bahnhofs Güstrow vom 09.11.1945


    Die Karte ist eigentlich um 3 Rpf überfrankiert, aber es steht zu vermuten, dass hier eine gezwungene Überfrankierung vorlag, weil im Bahnhof Güstrow vermutlich keine Marken zu 6 Rpf vorrätig waren. Die Wertstufe 5 Rpf gab es in Mecklenburg-Vorpommern zu dem Zeitpunkt auch noch nicht. Diese Wertstufe kam erst am 17.01.1946 im Rahmen der sogenannten Abschiedsausgabe an die Postschalter.