Beiträge von AndreasCairo

    Hallo, nein, leider ausser einer "1" unter dem Datum nicht lesbar.
    James Kimball scheidet aus dem Berufsleben Anfang 1871 aus, daher mein Gedanke auf 187"1" zu tippen. Aber das ist natuerlich nicht so zwingend wie ein Stempelcharakter (Farbe), da Firmennamen nicht so schnell geaendert wurden oder gar die Jahrhunderte ueberleben.

    Hallo,
    ich moechte hier meinen ersten Brief (und der ist nur eine Briefvorderseite in ziemlich angeschlagenem Zustand) vorstellen. Aber da ich mehr an den Absendern und Empfaenger interessiert bin, ist er fuer mich noch akzeptabel.


    Muenchen - New York ueber Ostende und Liverpool. Wahrscheinlich ist allerdings der rote Stempel von NY nur ein Durchgangsstempel und der Brief ging weiter nach Portland in Maine, wo sich der Firmensitz der Coachbuilder (Kutschenbauer) Kimball befand. (der Postweg macht auch Sinn fuer mich).


    Fuer mich interessant waere zu wissen wer in Muenchen zu der Zeit Kontakte in USA mit einem Kutschen- oder Schlittenbauer sucht. Die Kimballs auf jedem Fall waren wohl beruehmt in diesem Gebiet seit Generationen.

    Hallo,

    Ich habe von diesem Funk schon 2 andere Postkarten gesehen, eine mit persoenlichen Inhalt (also nicht
    weiterfuehrend), aber die andere war "eindeutig": Funk war Tabakhaendler/exporteur, die Karte war von einen Tabakimporteur in Leipzig, der
    "gerne wieder von der gleichen Qualitaet sehr rasch" beliefert werden wollte.


    Ich stimme da voll mit Bayern Klassik ueberein: Deutsche gab es damals nicht so viele in Cairo, mal von Souchay, Schunk & Co in Alexandrien abgesehen.
    Franzosen und vor allem Italiener beherrschten eher die Szene. Die aegyptische Post war zu Zeiten Ismail Pasha sehr gut und gewann sogar die Auszeichnung
    "Beste Post der Welt", das war um die Zeit der Eroeffnung des Suezkanals 1869. (zitiert aus Trevor Mostyn, Egypt's Belle Epoque 1869-1952)

    Hello, I would say it is without doubts a "4". If you put the letter upside down (how it would be in front of the post officer) he would never write XI in the way startin with a diagonal line and then linking the second diagonal line of "X" to the "I". It is a "4".
    Related to the color, I see both colors used. But all my letters go from Hamburg to somewhere and not from somewhere to Hamburg.

    Hallo, ich freue mich dass ich im Forum aufgenommen wurde. Ich habe schon einiges mitgelesen und bin ueber die Fachkenntnisse vieler sehr beeindruckt! Ich hoffe dass mit der Zeit da ein wenig auf mich abfaerbt :)


    Mein Sammelgebiet sind die Belege der suedlichen Staaten Altdeutschlands (Wuerttemberg ist -noch- nicht dabei, aber Elsass schon. Ein Brief an Chevalier in Colmar ist Schuld an der ganzen Sammlung!) und Hamburg als Gegenpol. Bei den Staaten interessiert mich die Industrialisierung und ihre gesellschaftlichen Folgen (Gruenderzeit bis 1871 - Kreuzerzeit bis 1875).
    Bei vielen Vorphilabelegen sehe ich in erster Linie Adelsbriefe, Dienstliche Schreiben (Gericht usw) oder Handel, vielleicht noch Handwerk (im Verlagsystem). Erst ab 1840-1850 erkennt man eine starke Zunahme von Industrie mit Firmenbriefen.
    Das spiegelt sich in meiner kleinen Sammlung irgendwie wieder.
    Bei Hamburg interessiert mich der internationale Handel, aber auch ein wenig die dazugehoerende Industrie die sich in Hamburg angesiedelt hat.


    (Der uebergrosse Staat Preussen ist mir einfach zu gross und unuebersichtlich ... vielleicht auch weil ich Regensburger bin??)


    Aus diesem Grunde, ich gebe es gleich zu, schaue ich vor allem auf die Absender und Empfaenger, kaum auf Leitwegbesonderheiten oder Frankierungen. Ich verstehe auch kaum was davon, auch weil ich kaum Zugang zu Literatur derzeit habe. Daher mein Interesse Eure Threads zu lesen (und ggfs mitzuschreiben).


    Frohe Festtage an alle!


    Andreas!