Beiträge von preussen_fan

    liebe Interessierte an den Briefkastenstempeln,

    ich möchte jetzt mal ein wenig ausholen.

    Zu ersten habe ich mich mit Herrn Karlfried Krauß vom ehemaligen Potsdamer Philatelistischen Büro in Verbindung gesetzt. Er hat auch etwas zu dem bisher zu dem Brief in #112 geschrieben, das ich hier veröffenlichen darf:


    Meine Fragen in Blau, die Antwort von Herrn Krauß in Ocker

    Kleine Mitteilung zum letzten Brief im Forum (Nauen-Berlin):

    Der Brief ist ohne Bestellgeld, weil der Brief abgeholt wurde (siehe rs. Vermerk). Der Empfänger hatte beim Postamt eine entsprechende Verfügung hinterlegt und sparte somit das Bestellgeld.


    Sie schreiben, dass der Empfänger beim Postamt eine entsprechende Abholverfügung hatte. Das kann ich nicht ganz nachvollziehen, weil dann ja nicht auf jeden Brief der Vermerk hingeschrieben werden musste. Der Vermerk entstammt doch eher einem einmaligen Vorgang
    Ich habe einmal eine uralte Seite (beschrieben 2005) beigefügt mit Auszug aus der PDI und einem ähnlich behandelten Brief wie Ihre Gzs. Daraus geht das Prozedere ganz gut hervor.





    Außerdem verstehe ich dann die zwei Ausgabestempel nicht. Oder sollte der erste vom 2.4. das Eintreffen des Briefes in Berlin dokumentieren und der zweite Stempel vom 4.4. die Ausgabe an den abholenden Empfänger?:

    Auch meine Gzs. trägt rs. einen Ausgabestempel, der mit dünnem blauen Tintenstrich durchstrichen ist. Warum bei Ihrer nochmals ein Ausgabestempel abgeschlagen ist, darüber kann man eigentlich nur spekulieren (ohne meine Gzs. würde ich sagen, vor der Abholung nochmals gestempelt, aber das macht ja keinen Sinn). Ebenso über das Datum 4.(?), kann alles sein (siehe verwackelte Stunden-1 unten, diese würde man ohne Zeitangabe -2 auch als 4 lesen können). Bei der Gzs. geht so ziemlich viel durcheinander (Aufgabe 2.4., aber BP Berlin-Minden 1.4.). Ist wohl ein Steckfehler in Nauen schon für den nächsten Tag, denn Aufgabe 2.4. 6-7 abends und dann bereits 2.4. 12-1 Uhr mittags in Berlin geht ja nicht.


    Als nächstes stelle ich jetzt mit Erlaubnis von Herrn Krauß die Sammlug "aus dem Briefkasten" ein, die in der 5. Auktion des Potsdamer Philatelistischen Büros versteigert wurde (2/3. Okt. 1992)















    Lieber Tim,

    Das hört sich nicht schlecht an. So könnte es gewesen sein.
    Das einzige an dem ich etwas Zweifel habe, ist die 15:30 Uhr. Ich glaube nicht, dass damals Uhrzeiten so angegeben worden.

    Wenn es eine Uhrzeit wäre, hätte es eigentlich 3 1/2 N heißen müssen.

    Jetzt stellen sich mir aber weitere Fragen:

    1. Wurde der Distributionsstempel vom 2.4. auf dem Postamt vor Übergabe des Briefes an den Briefträger abgeschlagen?

    2. Musste in Berlin kein Bestellgeld bezahlt werden?

    liebe Sammlerfreunde,

    ich zeige hier einen unterfrankierten Brief, der am 2.4. von NAUEN nach BERLIN ging. Die 1 Sgr.-Ganzsache reichte für die 5 Meilen in der ersten Entfernungsstufe nicht aus, da der Brief mit 1 1/10 Loth in die zweite Gewichtsstufe fiel. Der fehlende Silbergroschen wurde in Blau augeworfen und "reicht nicht" in Blau vermerkt.

    Rechts unten steht in Schwarz "verte" und wenn man den Brief rumdreht, steht dort:

    "wird abgeholt".

    Neben dem Bahnpost Doppelkreisstempel "Berlin-Hamburg" befinden sich noch zwei Ausgabestempel, einer vom 2.4. und ein anderer vom 4.4.

    1. Frage: Kann mir mal jemand den wahrscheinlichen Hergang der Ausgabe dieses Briefes beschreiben?

    2. Frage: Was könnte die blaue 15 1/2 auf der Rückseite bedeuten?





    Danke lieber Tim und lieber Ralph für eure Kommentare.
    Dieses Thema BRIEFKASTEN ist wirklich interessant und hat mich schon lange fasziniert.
    Ich hatte mal einen Auktionskatalog, dort wurde eine Sammlung „aus dem Briefkasten „ versteigert. Ich weiß leider nicht mehr, welche Firma es war. Es könnte Feuser gewesen sein, weil meiner Erinnerung nach der Katalog ein A5-Format hatte.

    Hat da vielleicht jemand eine Idee?


    Lieber Ralph , mit einer so übergreifenden Sammlung tue ich mich im Moment noch schwer (Preußen, NDP, deutsches Reich), Meine Stempelsammlung ist auch so schon ziemlich gewaltig geworden.

    Ich werde hoffentlich in nächster Zeit die erweiterte Sammlung „unzureichend frankierte Belege aus dem Briefkasten „ fertigstellen und dann zeigen können.

    Hier ist der Inhalt des Briefes. Könnte ich den Brief dann folgendermaßen beschreiben?


    Die Entfernung Cöln – Bonn betrug 3 Meilen und lag damit in der 1. Entfernungsstufe zu 1 Sgr.

    Der Brief stammt schon aus der Zeit des Deutschen Reichs. Da waren die Portofreiheiten weitgehend aufgehoben. Deshalb handelt es sich hier um eine portopflichtige Dienst-Sache. Durch diese Angabe entfiel für den Empfänger das Zuschlag-Porto

    Wahrscheinlich wollte der Absender den Brief franko bei der Post aufgeben und hatte deshalb den Freivermerk gemacht. Dann wurde aber aus irgendeinem Grund der Freivermerk gestrichen und der Brief in den Briefkasten gelegt.

    Der Postbeamte setzte den Briefkastenstempel auf und warf den fehlenden Silbergroschen in Blau aus. Keine Unterschrift des Beamten.


    Lieber Klaus,

    Auch keine schlechte Idee, die Seiten in Word zu gestalten und nur digital zu haben. Du kannst sie dann ja auch noch als PDF Datei exportieren.

    Mit meinen Belegen handhabe ich das so:

    1. ich scanne den Brief ein und speichere ihn im entsprechenden thematischen Ordner ab.

    2. Ich speicher eine Word-Datei (2seitige A6-Seite) unter gleichem Namen wie ich den Brief gespeichert habe (nur mit der Endung doch). Auf die Vorderseite kommt der Brief, auf der Rückseite beschreibe ich den Brief mit allem was dazugehört.

    3. ich drucke die Datei nun Vorder und Rückseite auf A6 aus und sortiere sie in meiner Kartei ein.

    4. diese Karteikarte habe ich nun sowohl in Hardware in meinen Karteikästen als auch in Software in meinen Datei-Ordnern auf dem Rechner und auf DropBox, so dass ich auch unterwegs darauf zugreifen kann.

    5. als Nächstes befestige ich den Brief auf einer leeren Albumseite.

    6. Wenn ich dann mal Zeit bekomme, gestalte ich die Albumseite mit rausgezeichneten Stempel und allem möglichen, so wie ich es zB in Exponate online zeige.

    Lieber Michael,

    die Sache hat sich geklärt. Ich habe noch mal nachgeschaut und der Brief hat einen Inhalt.

    Abgesendet wurde er 1872 von der Steuerkasse. Somit erklärt sich auch, dass der Dienstbrief nicht portofrei war.

    Ja, interessant wäre auch zu erfahren, wo der Bote vor Einwurf in den Briefkasten die Tinte her hatte.

    Lieber Ralph, lieber Michael,

    die Idee mit „nach Schalterschluss“ hatte ich bisher bei mir notiert, was mich aber stutzig machte, ist die portopflichtige Dienstsache, die hat mich etwas verwirrt. Bisher ist mir eine portopflichtige Dienst Sache bei Preußen noch nicht vorgekommen.
    lieber Michael,

    Leider ist kein Brief Inhalt vorhanden. Kann man davon ausgehen, dass der Briefeversender den frei-Vermerk gestrichen hat bevor er den Brief in den Briefkasten warf?

    liebe Sammlerfreunde,

    hier zeige ich einen Brief, den ich bisher auch noch nicht hatte. Er wurde von Cöln nach Bonn gesandt.

    Links unten steht:

    Portopfl. Dienst S. , also portopflichtige Dienstsache. (das hatte ich bisher bei Preußen noch nicht gesehen)

    Darunter ein frei-Vermerk. Das passt doch nicht zusammen.

    Der frei-Vermerk wurde dann auch gestrichen und 1 Sgr. Nachporto verlangt.

    Wie könnte das gewesen sein? Wer hat eine Idee?



    Liebe Freunde,

    ich nehme mal an, dass diese Handschrift nicht postalisch war, sondern, dass der Empfänger sich hier eine Notiz notiert hat. Dann würde vielleicht Sinn machen:

    Verschiedene Kränze

    Was meint ihr?