Beiträge von mausj

    Hallo Dieter,

    hier nun die Übersetzung der Anschrift und nachfolgend der Inhalt des Briefes.:


    Dieser Text ist allerdings etwas schwerer lesbar, da so blass, aber ich

    habe ihn bis auf eine Stelle wohl richtig lesen können. Die Erklärung

    von Dieter von Crailsheim zur Jahreszahl ist allerdings falsch, auch

    wenn er richtig 1542 angibt. Die Zahlen sind aber lateinisch, d.h. x vor

    l meint 10 ab von 50 und dann die 2 ii, also 42.


    Demn erbar(e)nn unnd ernachtbar(e)n Ludwigk Virnhaber,

    Obervogt zue Kirchpergk, meinem liebenn nachbarnn

    die Schaff zu Morstein ze lösem

    geantwurt freitag nach quasimodo geniti a(nn)o xlii



    Nun der Text:

    Mein gepurlich dienst zuvor, lieber Obervogt. Demnach ein gemeind zw

    Dunspach ...hens ires gefallens schaff zzu haltten gar nit machtgehabt

    on meyns lieben Junckhern seilligen in Zeit seines lebenns oder nach de

    selbigen absterbenn on mein willenn, zuedem auch Ir onegeferlich vor

    zweiehenn jarn unter meynem freundtlichenn unnd liebenn Vatter Heinrich

    Spiessenn (als Ir beieinannder zue Duntzbach) verabschiedet, das die von

    Duntzbach des selbigenn jars die Zauppeln und das nachend jar fernnische

    schaff halten unnd weidenn mochten. Aber des driete unnd jetzlauffend

    jar sollten sie vonn Dunßbach sich insunders mit mir des schaffhaltens

    verglichenn, wie Ir euch des zweiffelsone wissenn zu erineren. Dem aber

    allem zu entgegen habenn die gemelten gemeinder undernomen dis jars

    schaff zu nhalten. Mein deshalb, zuemall one ersucht, auch gantz on, das

    Ich Inen das bewilligt hett. Deshalb Ich Inen niessung der weid uff den

    guttern dem schlos Morstein angehiorig bei straff zehenn guldenn

    verbietten, und als Ir Hirtt uber solichs mit den schaffenn uff

    berurtten guttern bedretten, hab ich die pfandung uff bezalung der

    straff ofder buß fernemen lassenn. Demnach aber sie von Duntzbach

    bishero verzogenn, die berurtte buß oder straff zu bezaln unnd

    dieabgepfennten schaff zu erledigenn//

    hab Ich Inen heut dato anzeigenn lassenn, die selb straff sampt

    zimlicher atzung iner acht tagennn gein Morstein zu erlegenn. Dan wo das

    nnit wer, Ich lenger nit zu umbgen die schaff zu verkauffenn. Jedoch ist

    mir alsdan nit zu entgegen, was uber die berurt straff unnd atzung

    vorhandenn sein wurdt, Inen vonn Duntzbach dasselbig verfolgenn zu

    lassenn, wiewol Ich dan zweiffelsone, Ir werdenn solichen vonn Duntzbach

    unbillichen und eygenwilligen frurnemen unnd handeln, besunders dem

    berurten abschiden nach, welich Ir mit meinem liebenn Vatter genomen. So

    vil Eurer Amptsangehorigen belangen gantz khein beilegenn thon, so hab

    ich das nit umbgen wollenn, euch des alles hiemit zuu berichtnenn mit

    biet, wo solichs sachenn vielleich anderß bei euch furpracht werten oder

    ma.... furpracht wurdenn, dem keinen glaubenn zu gebenn, noch weniger

    der berurtten unnbilligkeit beilegung zu thon. Dann Ich auß erzelten

    ursachenn Ir nit schuldi, inen von Duntzbach solichs Irs furnem zuu

    gestatten; das wollte Ich euch dennocht, wie oblaut, nit verhalten.

    Datum montag nach dem Sonntag modo geniti anno xlii

    Anna vonn Crailsheim, Wittbe zue Morstein



    Wenn einem bei einem solch alten Brief nicht geholfen wird hast keine Chance herauszufinden was drinstehet.

    Gruß aus Jagstheim

    Manne

    Hallo allseits,

    kann mir den Brief bitte jemand übersetzen?

    Hier ein Paketbegleitbrief von Crailsheim nach Ellingen/Bayern.


    Zu folgendem sind wir beim Treffen gekommen:Also zu folgendem bin ich gekommen:


    v Crailsheim - handschriftlich


    links unten: frei Grenze -150 Gulden bares Geld - rechts oben: 7 Pfund - 6 Lot (1 Lot = 15 gr)


    Bei den Nummern 2 und 4 handelt es sich um Manualnummern (Registriernummern)


    Den Empfänger kann ich nicht lesen.


    Wenn dieser Brief frei Grenze war, was musste der Empfänger für die bayerische Seite entrichten?


    Innenteil: Das steht u.a. was von 90 und 60 Gulden - dann wären wir bei den Vorderseitig vermerkten 150 Gulden.

    Danke und schönen Sonntag

    Gruß

    Manne

    Guten Morgen allseits,

    ich habe zwei Briefe bei Württemberg Vormarkenzeit eingestellt under dem Thema

    Brief nach Moorstein aus dem Jahr 1542

    könnt Ihr euch die Briefe mal bitte anschauen? Wo fiden sich die "Schriftgelehrten" die so etwas lesen können?

    Danke schon mal.

    Sonnige Grüße aus Jagstheim

    Manne


    Moin Dieter,

    hab noch einen aber älter - aus dem Jahr 1527 !

    Schau Dir mal rechts am Seitenrand das Zeichen an und vergleiche es mit dem letzten Zeichen vom vorigen Brief.

    Evtl. doch Boten- oder Eingangsvermerk?

    Gruß

    Manne

    Hallo Dieter,

    ja da hast recht. Ist schon sehr speziell die Schrift damals.

    Ich hab den Brief vor längerer Zeit auf einer Auktion erstanden.

    Werde mich mal beim Stadtarchivar über die Anna v. Crailsheim kundig machen.

    Hier die Übersetzug des Briefes. Ich erspar mir die Innenseiten zu scannen da sie eh niemand lesen kann - denk ich mal.

    Ich glaub auch daß hier eh wenig philatelistisches rüberzubringen ist - Botenbrief und fertig.

    Glaubst Du ich bin hier mit dem Artikel richtig oder passt er eh besser zu "Hilfe bei unleserlicher Schrift"?

    Gruß

    Manne

    Guten Abend allseits,

    anbei ein Brief nach Moorstein (bei Kirchberg/Jagst). Leider ist der Brief von 1542 für mich nicht leserlich.

    Eine Übersetzung des FRHR v. Crailsheim aus dem Jahr 1988 liegt mir vor, aber ich werd daraus nicht schlau.

    Was mich mal interessieren würde ist, ob die letzte Zeile auf der Briefvorderseite ein Eigangsvermerk sein könnte. Mir ist auch nicht bekannt ob es einen Moorstein-Boten von Kirchberg aus gab.

    Danke schon mal.

    Gruß aus Jagstheim

    Manne

    Schönen guten Abend,

    ich habe kürzlich bei Ebay eine Paketkarte erworben. Meine Frage: Stimmt die Beschreibung der Karte ungefähr, mal abgesehen von der Preisnotierung?

    Was steht im Kasten "Vermerke"?

    Danke und Gruß

    Manne

    Hallo Michael,

    danke für die Link´s !

    St.G: Die Stempel sind schon oft zu finden. Wie gesagt, es ist der erste und auch der einzige in meiner Sammlung.

    Und das obwohl es in Crailsheim eine sogenannte "Ami-Kaserne" gab.

    Die Crailsheimer Resewrvistenkameradschaft nahm sich den amerikanischen Soldaten damals an und erklärte ihnen das Leben in Deutschland.

    Schönen Abend

    Manne

    Guten Abend,

    hier mal ein Brief den ich schon länger erworben habe.

    Ein ehemaliger Postbeamter aus Crailsheim erklärte mir daß in dieser Zeit in der amerikanischen Kaserne (McKee Barraks) ein englischsprachiger Beamter eingesetzt wurde der die Postgeschäfte der amerikanischen Soldaten in Crailsheim erledigte.

    Daher auch DPST 1 - Devisenpoststelle 1 !

    Leider bisher der einzigste Brief mit diesem Stempel.

    Habt Ihr auch Erfahrung mit solchen Stempeln?

    Schönen Abend

    Manne

    Guten Morgen,

    hier ein Brief der 2. Gewichtsstufe von Crailsheim nach Langenburg. Der Brief wurde mit 6 Kr Nachtaxe belegt.

    Frage: Les ich richtig - der Brief ging an eine DomänenVerwaltung?

    Kann´s mir anschauen so oft ich will, kommt immer das gleiche heraus.

    Wenn ja, um was handelt es sich dann?

    Schönen Wochenbeginn und Gruß

    Manne

    Moin Ralph,

    danke für Deine Einschätzung.

    Gelesen hab ich das nicht - kann die Schrift net lesen.

    Mir wurde da geholfen.

    Die Kneipe "Wilder Mann" existiert heute leider nicht mehr :(

    Schöne Woche

    Gruß

    Manne

    Hi Ralph,

    hier der Beleg von Crailshein nach Rothenburg und zurück:


    Der Vermerk müsste lauten: "retour - da diejenige Person, so den Inhalt dieses Briefes betrifft sich nicht zur Rotenburg sondern zu Crailsheim befindet"


    Beim Brief handelt es sich um eine Gerichtsladung.

    Der Brief hat dem Empfänger erreicht, ein Vermerk wurde innen angebracht.

    Im Inhalt schreibt der Gerichtsdiener: Frau Marie Sophie Kübler befindet sich bei der Wilde Mann Wirtin Stock zu Crailsheim.


    Der Brief wurde vom Empfänger (Landgericht Rothenburg) wieder verschlossen und dann neu aufgegeben und an das Oberamtsgericht Crailsheim gebührenpflichtig zurückgesandt.

    Der Landrichter Haecker notierte "Dem G[erichts]b[oten] zur insinuation", das heißt, der Gerichtsbote sollte der Kübler die Terminmitteilung überbringen. Das war anscheinend aber nicht möglich, da sich die Angesprochene bereits wieder in Crailsheim befand.



    Der Vermerk links unten wurde dabei von "frei" in "frei - Grenze" umgewandelt.


    Die Gebühren sind daher etwas unklar.

    Klar ist das rückseitige Grenzfranko 2 Kreuzer. Diese hat der Absender bezahlt.

    Ich denke, dass für die Rücksendung 4 bzw. mit Botenlohn 5 Kreuzer vom Oberamtsgericht Crailsheim bezahlt wurden.

    Bei dem schwarzen Tintenvermerk "6" bin ich mir nicht sicher.


    Was meinst Du?

    Gruß

    Manne