• Herzlichen Glückwunsch Markus! :P:P:P


    Wenn er sprechen und eine Pinzette halten kann, darf die Ausbildung zum Philatelisten beginnen. Aber bis dahin ist noch etwas Zeit. ^^

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Ich glaube den hatten wir nich nicht! ;)
    Sollte 2. Gewichtsstufe sein, würde zumindest zum Postvertrag von 1872 passen.


    Literatur aus Sachsen fehlt leider... bitte ggf. um Korrektur.

    Bilder

    „Männer für gefährliche Reise gesucht. Geringer Lohn, bittere Kälte, lange Monate kompletter Dunkelheit, ständige Gefahr, sichere Rückkehr ungewiss. Ehre und Anerkennung im Erfolgsfall.“


    – Ernest Shackleton

  • Hallo Markus,


    feines Stück - Literatur von Sachsen brauchst du keine, eher von Preussen bzw. dem NDB. ^^

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Naja ich dachte nur weil der Postvertrag mit Frankreich vor 1872 stammt aus 1858... nur da finde ich Marokko nicht...

    „Männer für gefährliche Reise gesucht. Geringer Lohn, bittere Kälte, lange Monate kompletter Dunkelheit, ständige Gefahr, sichere Rückkehr ungewiss. Ehre und Anerkennung im Erfolgsfall.“


    – Ernest Shackleton

  • Stimmt! Die rechte 1 Sgr-Marke ist ergänzt worden, weil 1 Marke fehlte. Mit der ursprünglich vorhandenen Marke wäre der blaue Stempel vollständig.
    Dieter

  • ja stimmt, aber war nicht teuer daher halb so wild,... der Brief is trotzdem echt, auch wenn eine Marke ersetzt wurde, weil abgefallen.

    „Männer für gefährliche Reise gesucht. Geringer Lohn, bittere Kälte, lange Monate kompletter Dunkelheit, ständige Gefahr, sichere Rückkehr ungewiss. Ehre und Anerkennung im Erfolgsfall.“


    – Ernest Shackleton

  • lieber woermi,
    der Brief ist nicht nur echt, sondern auch ein mächtiger Hufeisenstempel-Brief, auch wenn die unteren Marken vom Bug getroffen sind, den hätte ich auch genommen. Mir gefällt er.

    viele Grüße
    Erwin W.
    preussen_fan

  • Guten Morgen,


    heute ist in Frankreich Feiertag :) also benutze ich die Gelegenheit für Cusco meinen einzigen Beleg nach Chile aus der Vor-UPU-Zeit vorzustellen:



    Es handelt sich um einen Brief aus dem Kreuzer-Gebiet, genauer Alsfeld 18.5.1871. Der Absender hatte den Brief entsprechend der Route über Southampton mit 59 Kr frankiert (10 Gr = 35 Kr + 18 Kr + 2 x 3 Kr).

    Anhang der Generalverfügung Nr 109 vom 19.4.1871.


    Der Anlass der Herausgabe dieser Generalverfügung war die Eröffnung einer neuen Route über Liverpool, die mit 42 Kr deutlich günstiger gewesen wäre:

    Generalverfügung Nr 109 vom 19.4.1871


    Der Absender (und der Postbeamte) hatte wohl im Mai 1871 noch keine Kenntnis von diesem günstigeren Tarif.

    Bisher kenne ich nur diesen Brief aus der Reichspostzeit mit dem 16 3/4 Gr oder 59 Kr Porto.


    Eine schöne Woche


    Martin

    2 Mal editiert, zuletzt von Ungarn-1867 ()

  • Hallo Martin,


    WOW! Zum Glück habe ich mir wenn dann die andere Richtung vorgenommen... sonst würde ich vor Neid erblassen ;) Traumhaftes Stück! Ich sehe keinen Transit über Panama, d.h. der ist ums KAP direkt von England nach Chile geschwommen? Transport dann mit der PSNC? Kannst du mir das Porto nochmal erklären (sorry bin Anfänger...)? Es musste ja deutschen, englische und chilenische Post bezahlt werden + die Reederei. Über welchen Hafen ist der nach England gekommen? Calais, dann hätte die französische Post ja auch noch die Finger im Spiel?


    Beste Grüße

    Andreas


    ...von dem Stück bin ich echt geplättet, danke fürs zeigen....

  • Hallo Andreas,

    ich habe gerade gesehen, daß meine Postverordnungsausschnitte nicht sehr gut lesbar waren und habe sie in einer größeren Auflösung eingestellt...


    Wenn der Transport von Southampton abgegangen wäre, dann lief er via Colon und Panama mit der Royal Mail Steam Packet Co. Von Liverpool aus war es eine direkte Verbindung mit der Pacific Steam Navigation Co. gewesen.

    Aus Alsfeld kam der Brief via Cöln-Verviers (Postbüro Nr. 10) nach Ostende und dann nach London.


    Die Aufsplittung des Portos muss ich erst nochmals genau nachschauen, bevor ich etwas falsches erzähle.


    Schönen Tag noch


    Martin

  • Hallo Ulf,


    die 3 Gr waren ab dem 1.4.1869 korrekt, da ab diesem Zeitpunkt der neue Postvertrag NDP - Schweden in Kraft trat.

    Quelle: Amts-Blatt Nr 18 der Norddeutschen Post-Verwaltung, Verfügung 54 vom 22.3.1869

    Schönes Wochenende


    Martin

  • Hier ist er: Mein bisheriger Wissenstand:


    Berlin 13/10/71 nach St Nazaire, aber da das Schiff jeden 14. des Monats abging, war der Brief zu spät. Deshalb weitergeleitet nach London. Die schwarze 2 entspricht einem mexikanischen Portovermerk für das Inlandsporto, aber kein Ankuftsstempel.


    Das ist jetzt ein Jahr her. Mittlerweile habe ich das Porto entschlüsselt:


    Zunächst nochmal zum Gewicht: Dieser Brief war im NDP in der 2. Gewichtsprogression (zwischen 1 Loth und 2 Loth oder 16,66g und 33,2g ) und für die französische Post in der dritten, d. h. zwischen 15g und 22,5g. Das kann man auf dem Brief erkennen:


    3 für die dritte

    französische Gewichtsstufe



    oben links, vom Stempel verdeckt,

    kann man 1 11/20 erkennen. Sie stehen

    für das deutsche Gewicht 1 Loth 11/20


    Das ganze passt damit auch zu der roten Gebührenberechnung:


    2 x 3 Groschen für den NDP

    3 x 7 Groschen für den französischen Teil.


    Da nur bis zum Ankunftshafen frankiert werden konnte, wurden in Mexiko noch 2 Reales eingefordert. Wie schon besprochen, ist der Brief aber zu spät in St. Nazaire angekommen und wurde über GB transportiert. Die Details hierzu haben wir Dank laurent schon vor einen Jahr erfahren.


    Das Porto über GB wäre übrigens mit 2 x 11 3/4 Gr (= 23 1/2 Groschen) etwas günstiger gewesen.


    Schönen Sonntag


    Martin

  • Lieber Martin,


    bei einfachen Briefe sehen wir m. E. aber auch schon 2 Reales. Kann es sein, dass diese 2 Reales immer auf die Briefe kamen, egal wie schwer sie waren, also eine gewichtsunabhängige Taxe?

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Ralph,


    endlich hatte ich die Gelegenheit, mich mit einem Sammlerfreund über die Details dieser Gebühren zu unterhalten. Seit dem 20.12.1856 galten folgende Tarife:


    Briefe
    Entfernung bis 16 leguas (= 66,8 km)
    Entfernung über 16 legua
    bis 1/2 ounce
    1 real
    2 reales
    1/2 bis 3/4 ounce
    2 reales
    3 reales
    3/4 bis 1 ounce 3 reales
    4 reales
    1 bis 1 1/4 ounces
    4 reales
    5 reales
    1 1/4 bis 1 1/2 ounces
    5 reales
    6 reales


    Eine spanische onza entspricht 28,75 g. Da der Brief wie gezeigt zwischen 15g und 22,5 g gewogen haben muß, passen die 2 Reales, denn die Gewichtsprogression hierfür liegt bei 14,375 g bis 21,567 g. Q.E.D.


    Diese Gebühr galt übrigens nicht für die österreichischen, belgischen und anderen Freiwilligen, die dem Expeditionskorps zur Unterstützung Kaiser Maximilians angehörten. Diese profitierten von einem reduzierten Tarif in Höhe von 1/2 Real.


    Grüsse aus Frankreich


    Martin