Dienstbriefe

  • Liebe Sammlerfreunde,


    der Bahnhof Franzensbad (Böhmen, später Tschechien) wurde von der "königlich sächsischen Staatseisenbahn" als Gemeinschaftsbahnhof (mit Bayern) errichtet. Der Bahnhof Franzensbad stand ab der Eröffnung 1865 in ständigen Wechsel zwischen der sächsischen oder bayerischen Verwaltung. Evtl. erfolgte 1920 eine Vereinigung zur Deutschen Reichsbahn, denn dieser Brief mit Dienststempel "Vereinigte Bahnhofsverwaltung Franzensbad" deutet darauf hin. Frankiert mit Dienstmarken (Bayern Abschied) 60 Pfennig, aber Aufgabestempel "REHAU" vom Juni 1920, wo ebenfalls ein Bahnhof bestand, nach Erlangen.


    Beste Grüße von VorphilaBayern

  • Liebe Sammlerfreunde,


    in Abschnitt 27 habe ich einen Brief aus dem Jahr 1921 von Coburg eingestellt, der eine Dienstmarke, die für Preußen ausgegeben wurde (mit Ablösungsziffer 21 / Mi.Nr. Deutsches Reich D16 - 22), aufgeklebt hatte. Ist das schon sehr selten. Aber nachdem Coburg erst 1920 zu Bayern kam, kommen vereinzelt solche Belege vor. Wesentlich seltener sind jedoch Briefe mit diesen Dienstmarken aus anderen Orten Bayerns. Die bisher bekannten Briefe sind an einer Hand abzuzählen.Ich kann nun einen Brief aus Maximiliansau zeigen, der mit verschiedenen Dienstmarken, unter anderen mit 4 Marken 15 Pfennig (Deutsches Reich Dienst D18) frankiert ist. Insgesamt sind es 70 Mark (2. Gewichtsstufe - Fernverkehr im Gebührenzeitraum 15.1.1923 bis 28.2.1923). Der Brief ging nach Speyer.


    Beste Grüße von VorphilaBayern

  • Lieber Hermann,


    Resteverwertung auf hohem Niveau. ^^


    Aus dieser Korrespondenz an die Oberbehörde in Speyer gibt es zahllose Hammerbriefe mit Dienst-Abschied von Bayern - und sie sind alle echt und Bedarf, daher fällt dieser hier so sehr auf.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Chasing Sheep Is Best Left To Shepherds

  • Lieber Ralph und Dieter,

    vielen Dank.

    Liebe Sammlerfreunde,

    hierzu folgende Drucksache vom Amtsgericht Stuttgart Stadt, frankiert mit Dienstmarke 10 Pfennig (Deutsches Reich D58), nach Mühlhausen im Elsaß mit Aufgabestempel Stuttgart vom 7. Juli 1920. Man bemerkte, daß Mühlhausen im Elsaß jetzt zu Frankreich gehörte und Drucksachen ins Ausland bis 50 Gramm 20 Pfennig kosteten, gab man ihn an den Absender zurück und schrieb mit blauem Stift, "noch 10 Pf." hinzu. Am 8. Juli 1920 frankierte man nochmals eine Dienstmarke 10 Pfennig (Deutsches Reich D58). Aufgabestempel vom 8. Juli 1920. Sicherlich an der Deutsch Französischen Grenze stellte man fest, daß deutsche Dienstmarken ins Ausland nicht zulässig waren. Schrieb "Dienstmarken Ausl. ungültig" und "Zrk", also "zurück". Eingangsstempel "Eingang 10.7.20 - 8 - 10 N. Stuttgart Stadt" und gab mit einen anderen Umschlag und dann mit Freimarken die Sendung nochmals auf. Vermerk: "Am 12.7.20 wieder abges. Ruhle".

    Beste Grüße,

    Hermann