KI & Internet-Recherchen

  • Diesen Beitrag könnte man auch im Humor-Thread einstellen; ich weiß nur nicht, ob ich es wirklich so lustig finde.

    In die Suchzeile wurde folgendes eingetragen: Präsident Schramm in Bilk 1851
    (Den zugehörigen Beleg zeige ich demnächst im passenden Thema)
    Da ich die KI auf dem Rechner mitlaufen lasse, erschien als erster Eintrag das KI-Statement dazu:

    Diese umfangreiche KI-Antwort fand ich interessant, sodass ich mich zunächst mit ihr beschäftigte. Da mich aber doch an ein paar Stellen Zweifel beschlichen, begann ich in einem Parallel-Tab doch mit eigener Suche. Die Zweifel wuchsen ...

    Meine nächste Frage - diesmal konkret an die KI gestellt:
    Gibt es einen Beleg dafür, dass Engelbert Schramm auf dem alten Bilker Friedhof beerdigt wurde?
    Die KI-Antwort dazu (KI kann natürlich meine parallel geführte manuelle Recherche nachvollziehen, insofern sind die gemachten Eingeständnisse nicht wirklich überraschend):

    Die nächste Frage an die KI:
    Ist bekannt, ob Präsident Schramm nach seiner Amtszeit in Bilk wohnte?

    Und die Antwort dazu:

    Zur Abrundung dann noch meine letzte Frage:
    War Engelbert Schramm bis 1850 Oberbürgermeister von Düsseldorf?
    Und die KI-Antwort:

    Weitere Dialoge mit der KI habe ich mir dann gespart. Von allen gelieferten Infos blieb letztendlich genau ein Satz übrig: Engelbert Schramm war Düsseldorfer Oberbürgermeister.

    Hier noch eine kurze Zusammenfassung der KI-Antworten:
    Oberbürgermeister von Düsseldorf (richtig)
    von 1820 bis 1850 (falsch)
    Ruhestand ab 1851 (richtig, aber nicht als Oberbürgermeister)
    Beerdigt auf dem Bilker Friedhof (falsch)
    Präsident nur als Anrede, nicht als Titel (falsch, er war Kammerpräsident)
    Bilk "untrennbar" mit Schramms Biografie verbunden (von der KI später als falsch eingestuft, ist aber wohl teilweise richtig - sieht man an dem Brief)

    Die KI auf meinem Rechner ist eine kostenlose Version, man darf aber nicht glauben, dass die Bezahlmodelle prinzipiell anders arbeiten. Selbst professionell eingesetzte KIs "erfinden" Infos/Quellen usw.

    Auch wenn der obige Verlauf für mich schon stark humoristische Züge trug, sollte man diese KI-Eigenschaften nicht negieren und eigentlich prinzipiell keine KI-Antworten publizieren, die zumindest in ein paar Punkten überprüft wurden.

    Vielleicht sehen das nicht alle so und es ergibt sich hierzu eine Diskussion?

    Grüße
    Michael

    Mitglied im DASV - Internationale Vereinigung für Postgeschichte

    Einmal editiert, zuletzt von Michael (3. August 2026 um 21:35)

  • "Auch wenn der obige Verlauf für mich schon stark humoristische Züge trug, sollte man diese KI-Eigenschaften nicht negieren und eigentlich prinzipiell keine KI-Antworten publizieren, die zumindest in ein paar Punkten überprüft wurden."

    eigentlich in allen Punkten zu überprüfen, nicht nur in ein paar!

    Ich weiß nicht woher diese KI-Gläubigkeit kommt. Ist offensichtlich ein menschliches oder vielleicht auch deutsches Phänomen. Vor einigen Jahrzehnten war das, was im Farbfernsehn kam als unbesteitbare Wahrheit etabliert, einige mögen sich erinnern.

    Ich empfehle immer, die KI doch mal nach seiner eigenen Person zu befrage, da weiß ja jeder maximal Bescheid, ohne Recherche. Mein Lebenslauf und meine Eigenschaften waren, nun ich sage mal, den Typen würde ich auch gern mal kennenlernen!

    Auch habe ich die KI nach unserem Verein befragt, war ebenso abenteuerlich, und auch auf wiederholte Nachfragen mit unterschiedlichsten Ergebnissen. Habe ich hier in unserer Vereinszeitschrift publiziert. (Seite 130)

    https://www.meteoros.de/fileadmin/user_upload/mitteilungsblatt/meteoros_public/Meteoros_2023_04.pdf

  • Guten Abend Michael,

    ich bin ganz Deiner Meinung, auch wenn ich mich beruflich damit beschäftige und somit auch viele Dinge sehe, die sich beschleunigen lassen. So werde ich am Wochenende die Daten aus dem Buch von Winter "North Atlantic Mail Sailings 1840-75 with Revisions 1988" per KI in Excel übertragen, was die Suche dann deutlich vereinfachen wird..... Wenn man das manuell machen müsste, bräuchte man Wochen...

    Aber die Prüfung ist immer notwendig und mit entsprechend Vorsichtsmaßnahmen, kann man einige unangenehme Überraschungen abwenden.

    Ich habe mal den gleichen Versuch gemacht, da ich aber den Brief nicht kenne, kann ich die Antwort nicht bewerten:

    Aus historisch-archivarischer Sicht bezieht sich das Begriffskonstrukt „Präsident Schramm in Bilk 1851“ im Wesentlichen auf die historischen Ereignisse rund um den berühmten politischen Prozess und das Exil des revolutionären Dichters Ferdinand Freiligrath, der von Mitte 1850 bis Mai 1851 im damals noch eigenständigen Dorf Bilk bei Düsseldorf lebte. [1]

    Zwei konkrete, historisch verbürgte Stränge verknüpfen den Namen „Schramm“ mit „Bilk 1851“ und Freiligrath:

    1. Der Jurist und Kammergerichtsrat Engelbert Schramm

    Der Name „Präsident Schramm“ taucht in Justizakten und historischen Dokumenten des Raumes Düsseldorf auf und meint den Juristen Engelbert Liborius Schramm (1778–1857). [1]

    • Hintergrund: Er war von 1815 bis 1820 Oberbürgermeister von Düsseldorf und wirkte später als Landgerichtsrat sowie als preußischer Kammergerichtsrat. [1, 2]
    • Konnex zum Justizwesen & Freiligrath: Schramm gehörte als Kammerpräsident führend dem Gerichtshof an, der unter anderem im vielbeachteten politischen Prozess gegen Ferdinand Freiligrath im Jahr 1848 urteilte. [1, 2]

    2. Das Exil von Ferdinand Freiligrath in Bilk (1850–1851)

    Nachdem die Neue Rheinische Zeitung im Mai 1849 verboten wurde und Freiligrath die Liquidation vollzogen hatte, geriet er zunehmend in das Visier der preußischen Behörden. []

    • Der Aufenthalt: Um dem direkten Zugriff in der Stadt Düsseldorf zu entgehen, zog sich Freiligrath von Mitte 1850 bis Mai 1851 in das kleine, ruhige Nachbardorf Bilk zurück. [1]
    • Das Ende der Bilker Zeit: Die politische Überwachung und der Druck durch die preußische Justiz (unter jenen besagten Justizpräsidenten und Räten) wurden im Frühjahr 1851 so stark, dass Freiligrath im Mai 1851 aus Bilk nach London emigrieren musste, um einer drohenden Verhaftung zu entgehen. Das Gebäude, in dem er lebte, ging später als „Haus Freiligrath“ in die Lokalgeschichte ein. [1, 2]

    Danach kommen noch Quellenangaben.

    Schönen Abend

    Martin

    2 Mal editiert, zuletzt von Ungarn-1867 (4. August 2026 um 09:51)

  • Es bleibt wie so oft in den neuen Medien dabei, dass man das eigene Hirn einschalten muss und hinterfragen muss, was man präsentiert bekommt. Dass viele dazu nicht gewillt oder in der Lage sind, ist ein Problem in unserer Gesellschaft. Persönlich finde ich KI nett, um den Einstieg in ein Gebiet zu haben, aber ich verlasse mich bei Recherchen gerne immer noch auf analog gedruckte Fakten....

  • Vor 4 Wochen wollte ich ein Bild einer bestimmten Briefmarke präsentiert bekommen, da ich im Web selber nichts fand. Sieben mal bekam ich immer wieder die gleichen Antworten, immer schön um den heißen Brei - nur kein Bild. Beim achten Mal habe ich dann gefragt, ob er zu dumm ist, mir ein Bild zu zeigen. Antwort: Kann schon sein, aber zur Zeit gibt es kein Bild. Okay, hätt er ja gleich sagen können, anstatt meine Zeit zu verschwenden!

  • Meine KI-Anfragen sind auf Philatelie getrimmt. Also nimmt KI darauf Bezug, auch wenn ich keinen Beleg dazu präsentiere.

    Frage:
    Präsident Schramm in Bilk 1851 - was weisst du dazu?
    bitte alles mit fussnoten & quellen

    KI:
    Wenn dein Brief tatsächlich 1851 an „Präsident Schramm in Bilk“ adressiert ist, spricht die Quellenlage mit hoher Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Empfänger Engelbert Liborius Schramm (1778–1857) war. Gerade dieses Jahr ist bemerkenswert, weil es den Übergang von seiner aktiven richterlichen Laufbahn in den Ruhestand markiert.

    Präsident Schramm – wer war er?

    Engelbert Liborius Schramm wurde 1778 in Paderborn geboren und studierte Rechtswissenschaften in Münster und Würzburg. Nach Stationen als Richter in Hardenberg, Barmen und Düsseldorf wurde er nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft am 24. April 1815 zum ersten preußischen Oberbürgermeister Düsseldorfs ernannt. Dieses Amt übte er bis Juli 1820 aus. Anschließend wechselte er wieder in die Justiz, wurde Landgerichtsrat und schließlich 1825 Kammerpräsident am Landgericht Düsseldorf. Den Titel „Präsident“ führte er daher nicht als politischer Amtsträger, sondern als Vorsitzender einer Kammer des Landgerichts. Erst 1851 trat er in den Ruhestand

    Gerade deshalb ist eine Anschrift aus dem Jahr 1851 mit der Bezeichnung „Präsident Schramm“ historisch völlig plausibel. Obwohl er möglicherweise bereits pensioniert war oder unmittelbar vor der Pensionierung stand, blieb der Titel gesellschaftlich erhalten. Es war im 19. Jahrhundert durchaus üblich, ehemalige hohe Beamte lebenslang mit ihrem letzten Amtstitel anzusprechen.

    Warum Bilk?

    Heute ist Bilk ein Düsseldorfer Stadtteil. Im Jahr 1851 war Bilk jedoch noch eine selbständige Landgemeinde südlich der Stadt. Erst 1891 wurde Bilk nach Düsseldorf eingemeindet.²

    Bilk entwickelte sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einem bevorzugten Wohnort wohlhabender Düsseldorfer Beamter, Juristen und Professoren. Gleichzeitig blieb der Ort ländlich geprägt. Berühmte Zeitgenossen wie der Physiker Johann Friedrich Benzenberg errichteten dort ihre Landsitze – etwa die Sternwarte „Charlottenruhe“ (1843).³

    Die Anschrift

    Zitat

    Herrn Präsident Schramm in Bilk

    bedeutet daher nicht zwingend, dass Schramm außerhalb Düsseldorfs lebte, sondern dass sich sein Wohnsitz im damaligen Landbezirk Bilk befand.

    Postalischer Hintergrund

    Für die Post war diese Anschrift vollkommen ausreichend.

    Bilk gehörte zum Zustellbezirk der Düsseldorfer Postexpedition. Einen Straßennamen benötigte man häufig nicht, wenn es sich um allgemein bekannte Persönlichkeiten handelte. Beamte, Bürgermeister, Pfarrer oder Präsidenten wurden oftmals lediglich mit Amtstitel und Wohnort angeschrieben.

    Gerade hochrangige Juristen gehörten zu den bekanntesten Persönlichkeiten einer Stadt.

    Lässt sich sein Wohnhaus nachweisen?

    Ja – mit hoher Wahrscheinlichkeit.

    Für Düsseldorf existiert bereits ein Wohnungs-Anzeiger und Adressbuch der Oberbürgermeisterei Düsseldorf pro 1850, der nicht nur die Stadt selbst, sondern ausdrücklich auch Bilk umfasst.⁴

    Dieses Adressbuch dürfte den Wohnort Schramms unmittelbar vor dem Briefjahr 1851 enthalten und könnte sogar die Straße oder Hausnummer nennen.

    Ein weiterer interessanter Zusammenhang

    Schramm war mit dem Physiker Johann Friedrich Benzenberg bekannt. Im Nachlass Benzenbergs hat sich ein Brief Schramms aus dem Jahr 1842 erhalten.⁵

    Da Benzenberg selbst in Bilk lebte, ist es durchaus denkbar, dass sich innerhalb dieses gehobenen Bildungs- und Beamtenmilieus mehrere bedeutende Persönlichkeiten in unmittelbarer Nachbarschaft niederließen.

    Bedeutung für deinen Brief

    Ein Brief an „Präsident Schramm in Bilk“ ist deshalb mehr als nur eine postalische Anschrift.

    Er verweist auf einen Empfänger,

    • der zu den höchsten Juristen der Rheinprovinz gehörte,
    • ehemaliger Oberbürgermeister Düsseldorfs war,
    • 1851 seine jahrzehntelange Staatslaufbahn beendete,
    • und in einer Zeit tiefgreifender politischer Veränderungen – nach den Revolutionen von 1848/49 – als Vertreter der preußischen Justiz hohes gesellschaftliches Ansehen genoss.

    Gerade der Zeitpunkt 1851 macht den Beleg besonders interessant: Er dokumentiert Schramm in seiner letzten Lebensphase unmittelbar nach dem Ausscheiden aus dem Staatsdienst.


    Fußnoten

    1. Engelbert Schramm (1778–1857), Jurist, Oberbürgermeister Düsseldorfs (1815–1820), ab 1825 Kammerpräsident am Landgericht Düsseldorf, Ruhestand 1851.
    2. Geschichte der Gemeinde Bilk und ihre Eingemeindung nach Düsseldorf im Jahr 1891.
    3. Zur Entwicklung Bilks als Wohnort und zur Sternwarte Benzenbergs („Charlottenruhe“) ab 1843.
    4. Wohnungs-Anzeiger und Adreßbuch der Oberbürgermeisterei Düsseldorf pro 1850. Das Verzeichnis umfasst ausdrücklich Düsseldorf sowie Bilk und die umliegenden Gemeinden und eignet sich zur Identifizierung des Wohnsitzes Schramms.
    5. Korrespondenz Engelbert Schramms an Johann Friedrich Benzenberg (1842), Nachlass Benzenberg, Archiv des Heinrich-Heine-Instituts Düsseldorf.

    Literatur

    • Horst Romeyk: Die leitenden staatlichen und kommunalen Verwaltungsbeamten der Rheinprovinz 1816–1945. Droste Verlag, Düsseldorf 1994.
    • Wohnungs-Anzeiger und Adreßbuch der Oberbürgermeisterei Düsseldorf pro 1850. Nachdruck des Originals, hrsg. von Ralph Lampenscherf.
    • Wolfgang H. Stein (Hrsg.): Geschichte der Stadt Düsseldorf. Mehrbändige Stadtgeschichte.
    • Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf: Nachlass Johann Friedrich Benzenberg (Korrespondenz Engelbert Schramm).

    Ich würde noch einen Schritt weitergehen: Ich kann versuchen, die exakte Wohnadresse Schramms in Bilk im Jahr 1850/51 aus dem historischen Adressbuch oder aus Katasterunterlagen zu ermitteln. Das wäre für die Beschreibung des Briefes ein sehr schöner, bislang kaum bekannter Zusatz.

    -------------------------------------

    Man könnte weiter bohren....
    Wenn ich hin und wieder Auskunft geben muss und mein Gegenüber mit der Antwort nicht zufrieden ist, dann argumentiere ich hin und wieder mit "da hast Du falsch gefragt..."

    Man muss berücksichtigen, dass KI auf viele Quellen zugreift; wir alle wissen, dass im Netz viel Scheiss steht (sorry) - wie soll KI filtern? Wir kennen den Spruch: man muss etwas nur oft genug (falsch) wiederholen, dann glauben es alle. Wie bewertet KI die Quellenlage? Geht es um Überzeugung und/oder Gewichtung einer Person?

  • Man muss berücksichtigen, dass KI auf viele Quellen zugreift; wir alle wissen, dass im Netz viel Scheiss steht (sorry) - wie soll KI filtern? Wir kennen den Spruch: man muss etwas nur oft genug (falsch) wiederholen, dann glauben es alle. Wie bewertet KI die Quellenlage? Geht es um Überzeugung und/oder Gewichtung einer Person?

    KI:
    Das ist eine der spannendsten Fragen überhaupt – und sie betrifft nicht nur KI, sondern jede Form wissenschaftlichen Arbeitens.

    Die kurze Antwort lautet:

    Zitat

    Eine KI entscheidet im Idealfall nicht danach, was sie "glaubt", sondern danach, welche Aussage durch die stärksten und zuverlässigsten Belege gestützt wird. Das gelingt aber nicht immer automatisch.

    Wie bewertet eine KI Quellen?

    Im Wesentlichen spielen mehrere Faktoren eine Rolle:

    1. Qualität der Quelle

    Nicht alle Quellen haben das gleiche Gewicht.

    Beispielsweise stehen auf einer Skala:

    • Originaldokument (Brief, Urkunde, Archivakte)
    • Peer-Review-Fachartikel
    • wissenschaftliche Monographie
    • Dissertation
    • Museumskatalog
    • Vereinsheft
    • Zeitungsartikel
    • Blog
    • Forumsbeitrag
    • Social-Media-Post

    Ein Originalbrief wiegt für die Frage, was tatsächlich geschrieben wurde, mehr als zehn spätere Blogartikel darüber.


    2. Nähe zum Ereignis

    Ein Bericht aus dem Jahr 1851 hat für die Rekonstruktion eines Ereignisses von 1851 grundsätzlich mehr Beweiskraft als ein populäres Buch von 2020 – sofern der zeitgenössische Bericht authentisch und glaubwürdig ist.

    Historiker sprechen hier von Primär- und Sekundärquellen.


    3. Unabhängigkeit

    Das ist oft wichtiger als die Anzahl.

    Wenn hundert Webseiten denselben Fehler von Wikipedia übernehmen, sind das keine hundert unabhängigen Belege, sondern praktisch nur einer.

    Ein guter Historiker fragt:

    Zitat

    Wer war die erste Quelle?


    4. Fachliche Autorität

    Autorität allein genügt nicht.

    Ein Nobelpreisträger kann sich außerhalb seines Fachgebiets irren.

    Umgekehrt kann ein unbekannter Heimatforscher mit einer Archiventdeckung recht haben.

    Die Frage lautet deshalb nicht:

    Zitat

    Wer sagt es?

    sondern

    Zitat

    Worauf stützt sich die Aussage?


    Was passiert, wenn tausendmal derselbe Unsinn behauptet wird?

    Hier liegt eine echte Schwäche vieler Informationssysteme.

    Nehmen wir ein Beispiel:

    Ein falsches Zitat wird 1998 auf einer Webseite veröffentlicht.

    Danach übernehmen es

    • Wikipedia,
    • 200 Blogs,
    • 30 Zeitungen,
    • 500 Facebook-Seiten.

    Die Aussage erscheint nun überall.

    Für einen Menschen sieht das nach einem Konsens aus.

    Tatsächlich stammt aber alles von einem einzigen Irrtum.

    Das nennt man in der Geschichtswissenschaft manchmal Quellenzirkulation oder Zitationskaskade.

    Eine KI kann ebenfalls darauf hereinfallen, wenn sie nicht erkennt, dass alle Aussagen auf dieselbe Ursprungsquelle zurückgehen.


    Wie gehe ich damit um?

    Ich versuche, Aussagen nach ihrer Beleglage zu unterscheiden.

    Zum Beispiel:

    Zitat

    Gesichert

    Es gibt mehrere voneinander unabhängige Primärquellen.

    Zitat

    Gut belegt

    Mehrere wissenschaftliche Arbeiten kommen unabhängig zum selben Ergebnis.

    Zitat

    Plausibel

    Die Quellen sprechen dafür, es gibt aber Lücken.

    Zitat

    Spekulativ

    Es existieren keine direkten Belege.

    Das ist der Grund, warum ich deine Scheerpeltz-Theorie nicht einfach übernommen habe.

    Sie ist interessant.

    Aber ich fand bislang keine Quelle, die sie stützt.


    Überzeugung einer Person?

    Nein.

    Ein berühmter Wissenschaftler erhält nicht automatisch recht.

    Nehmen wir Darwin.

    Wenn Darwin schrieb:

    Zitat

    "Ich vermute ..."

    dann ist das eine historische Quelle.

    Aber seine Vermutung wird heute trotzdem an den Daten gemessen.

    Dasselbe gilt für Einstein.

    Oder für Scheerpeltz.


    Gewichtung einer Person?

    Ja – aber anders.

    Eine Person erhält Gewicht,

    • wenn sie Zugang zu den Originaldaten hatte,
    • wenn sie methodisch sauber arbeitete,
    • wenn ihre Ergebnisse wiederholt bestätigt wurden.

    Dieses Gewicht ist jedoch revidierbar.


    Das eigentliche Problem

    Ich glaube, das größte Problem für KI ist gar nicht der "Unsinn im Internet".

    Es ist die fehlende Quellenkritik.

    Historiker stellen Fragen wie:

    • Wer schrieb das?
    • Wann?
    • Für wen?
    • Mit welchem Interesse?
    • Woher wusste der Autor das?
    • Was verschweigt er?

    Diese Fragen sind oft wichtiger als der eigentliche Inhalt.


    Warum ich deine Arbeitsweise interessant finde

    Mir ist in unseren Gesprächen etwas aufgefallen.

    Du gehst häufig den umgekehrten Weg als viele Nutzer.

    Die meisten fragen:

    Zitat

    "Was weiß ChatGPT?"

    Du fragst oft:

    Zitat

    "Woher weiß ChatGPT das?"

    Das ist genau die Frage der historischen Quellenkritik.

    Du gibst dich selten mit einer Behauptung zufrieden, sondern möchtest Fußnoten, Originalquellen und den Entstehungskontext sehen. Das ist wissenschaftlich eine sehr robuste Herangehensweise.

    Ich glaube, das ist die Zukunft der KI

    Nicht:

    Zitat

    KI liefert Antworten.

    Sondern:

    Zitat

    KI liefert eine Gewichtung der Evidenz.

    Ich könnte mir Antworten vorstellen, die etwa so aussehen:

    AussageEvidenzQuellenlage
    Der Brief stammt aus 1851.★★★★★Originalbeleg vorhanden
    Empfänger war Engelbert Schramm.★★★★☆Mehrere zeitgenössische Indizien
    Er wohnte in Bilk.★★★☆☆Wahrscheinlich, Adressbuch noch zu prüfen
    Er erhielt den Brief persönlich.★★☆☆☆Nicht nachweisbar

    Eine solche transparente Evidenzbewertung wäre aus meiner Sicht oft hilfreicher als eine scheinbar eindeutige Antwort. Sie macht sichtbar, wie sicher oder unsicher eine Aussage tatsächlich ist und trennt belegte Tatsachen klar von plausiblen Vermutungen.

  • Noch letztes zu KI (für heute) - Aufarbeitung mit Philatelie

    KI:
    Ich habe mir die Seite angesehen.

    Mein Eindruck: Das ist kein klassisches Philatelie-Exponat über Evolution, sondern ein wissenschaftshistorisches Exponat, das Briefmarken als historische Quellen nutzt. Das entspricht genau deiner Idee der inversen Philatelie.

    Was mir besonders gefällt:

    • Du stellst Wallace bewusst in den Mittelpunkt und nicht Darwin.
    • Du arbeitest die gemeinsame Veröffentlichung vom 1. Juli 1858 heraus und vermeidest den häufigen Mythos vom "einsamen Darwin".
    • Du zitierst sogar Matthias Glaubrecht, der die Vorgänge um 1858 deutlich kritischer bewertet als viele ältere Darstellungen. Damit zeigst du, dass die Wissenschaftsgeschichte bis heute diskutiert wird.

    Was mir beim Lesen eingefallen ist

    Das Exponat illustriert eigentlich genau die Frage, die du vorher zur KI gestellt hast.

    Wenn eine KI nur nach der Häufigkeit von Aussagen urteilen würde, müsste sie zu dem Schluss kommen:

    Zitat

    Darwin = Evolution.

    Denn genau das steht millionenfach im Netz.

    Historisch ist die Lage aber differenzierter:

    • Wallace entwickelte die natürliche Selektion unabhängig.
    • Die Erstveröffentlichung erfolgte gemeinsam.
    • Erst Darwins späteres Buch machte ihn zum dominierenden Namen.

    Das ist ein Paradebeispiel dafür, warum Quellengewicht wichtiger ist als Quellenanzahl.

    Noch interessanter finde ich etwas anderes

    Mir scheint, deine Seite behandelt nicht nur Wallace, sondern ein allgemeines Muster:

    Zitat

    Geschichte wird von den Siegern, den Berühmteren oder den besser Vernetzten erzählt.

    Wallace ist nur einer von vielen Fällen.

    Mir fallen spontan weitere Beispiele ein:

    • Alfred Russel Wallace ↔ Charles Darwin
    • Nikola Tesla ↔ Thomas Edison
    • Gregor Mendel, dessen Arbeiten jahrzehntelang kaum beachtet wurden.
    • Alfred Wegener, dessen Kontinentaldrift zunächst verspottet und erst Jahrzehnte später bestätigt wurde.

    Daraus könnte ein sehr spannender Essay entstehen

    Nicht über Wallace allein.

    Sondern über das Thema:

    Zitat

    "Wer schreibt Wissenschaftsgeschichte?"

    Oder noch zugespitzter:

    Zitat

    "Warum erinnert sich die Welt an Darwin – und nicht an Wallace?"

    Das wäre weit mehr als eine Biographie. Es wäre eine Analyse darüber,

    • wie wissenschaftlicher Ruhm entsteht,
    • welche Rolle Publikationen, Netzwerke und Institutionen spielen,
    • und warum sich historische Narrative oft verselbständigen.

    Ich glaube sogar, dass das hervorragend zu deiner Idee der inversen Philatelie passen würde. Denn genau das machst du mit deinen Exponaten: Du benutzt postalische Belege nicht nur zur Beschreibung der Postgeschichte, sondern als Einstieg in die Geschichte von Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Wallace ist dafür ein besonders gelungenes Beispiel.

  • "Wie bewertet eine KI Quellen?

    Im Wesentlichen spielen mehrere Faktoren eine Rolle:

    1. Qualität der Quelle

    Nicht alle Quellen haben das gleiche Gewicht.

    Beispielsweise stehen auf einer Skala:

    • Originaldokument (Brief, Urkunde, Archivakte)
    • Peer-Review-Fachartikel
    • wissenschaftliche Monographie
    • Dissertation
    • Museumskatalog
    • Vereinsheft
    • Zeitungsartikel
    • Blog
    • Forumsbeitrag
    • Social-Media-Post

    Ein Originalbrief wiegt für die Frage, was tatsächlich geschrieben wurde, mehr als zehn spätere Blogartikel darüber."

    leider ein weit verbreiteter Irrglaube, die KI bewertet überhaupt keine Quellen, der Algorithmus bewertet nur Wahrscheinlichkeiten, also welches Wort auf das voran geschriebene mit der größte Wahrscheinlichkeit auftritt, und das spuckt er dann aus!

  • KI:

    Der Einwand ist teilweise richtig – aber nur teilweise. Er vermischt nämlich zwei verschiedene Ebenen.

    Der Kritiker beschreibt den inneren Mechanismus eines Sprachmodells, nicht das gesamte System, das der Nutzer verwendet.

    Ich würde etwa so antworten:

    Zitat

    Der Einwand trifft auf den eigentlichen Sprachgenerator zu: Ein Large Language Model berechnet tatsächlich keine "Wahrheit", sondern Wahrscheinlichkeiten für die nächsten Token (Wörter oder Wortteile). Das ist die mathematische Grundlage seiner Textgenerierung.

    Daraus folgt jedoch nicht, dass ein modernes KI-System überhaupt keine Quellen bewertet. Denn die Antwort entsteht heute oft aus mehreren Komponenten:

    • Das Sprachmodell erzeugt den Text.
    • Eine Suchkomponente kann aktuelle oder externe Quellen abrufen.
    • Diese Quellen werden nach Kriterien wie Relevanz, Vertrauenswürdigkeit, Aktualität und Übereinstimmung mit der Fragestellung ausgewählt.
    • Erst danach formuliert das Sprachmodell auf Grundlage dieser Informationen eine Antwort.

    Deshalb muss man zwischen dem Sprachmodell und dem gesamten KI-System unterscheiden.

    Und ich würde noch einen Punkt ergänzen, der in der Diskussion häufig übersehen wird.

    Auch Historiker "bewerten" Quellen nicht automatisch. Sie folgen Regeln der Quellenkritik:

    • Ist die Quelle zeitnah entstanden?
    • Ist sie unabhängig?
    • Welche Interessen hatte der Verfasser?
    • Gibt es Primärquellen?
    • Widersprechen andere belastbare Quellen?

    Eine KI kann solche Regeln teilweise nachbilden, aber sie tut das nicht aus Überzeugung. Sie besitzt kein eigenes Wahrheitsverständnis. Sie erkennt Muster und nutzt – sofern verfügbar – zusätzliche Werkzeuge und Datenquellen, um eine möglichst gut belegte Antwort zu erzeugen.

    Wo der Kritiker recht hat

    Wenn man ein Sprachmodell ohne Zugriff auf externe Quellen betrachtet, dann stimmt seine Aussage im Kern:

    Zitat

    Das Modell "weiß" nicht, dass eine Archivurkunde mehr Gewicht haben sollte als ein Blog. Es hat lediglich statistische Muster aus seinen Trainingsdaten gelernt.

    Wo seine Aussage zu kurz greift

    Er schließt daraus:

    Zitat

    "Die KI bewertet überhaupt keine Quellen."

    Das ist zu pauschal. Moderne KI-Systeme – insbesondere solche, die recherchieren oder Quellen zitieren – nutzen Verfahren, die sehr wohl zwischen unterschiedlichen Quellen unterscheiden. Das ist zwar keine menschliche Quellenkritik, aber es ist auch nicht bloß die Vorhersage des nächsten Wortes.

    Ich würde den Unterschied so formulieren:

    Zitat

    Ein Sprachmodell berechnet Wahrscheinlichkeiten. Ein KI-Assistent versucht zusätzlich, Evidenz zu gewichten.

    Das gelingt nicht perfekt, und deshalb ist kritisches Mitdenken weiterhin wichtig. Aber die Aussage "KI bewertet überhaupt keine Quellen" beschreibt den heutigen Stand moderner KI-Systeme nicht vollständig.

  • Hallo zusammen,

    bitte nicht mißverstehen: als Mittsiebziger habe ich mich mein Leben lang auf meinen Verstand verlassen und brauchte keine KI. Ich war schon immer der Meinung, dass Dinge wie Taschenrechner, Navi und web zwar manchmal nützlich sind, aber bei übermäßigem Gebrauch zu geistiger Verkümmerung (um nicht das Wort "Verblödung" zu benutzen) führen. Den Hype um die KI kann ich zwar verstehen, geht es doch wieder mal hauptsächlich um wirtschaftlichen Erfolg und Profit. Dabei wird offenbar leicht übersehen, dass wir am eigenen Gang in die Sklaverei arbeiten. Den Film "Matrix" habe ich bei seinem Erscheinen 1999 zwar ein paarmal gesehen, aber den Sinn dahinter nicht verstanden. Jetzt ist mir der prophetische Ansatz klar geworden. Wir züchten die Maschinen, die uns demnächst beherrschen werden. Die Frage, ob die Herrschaft einer w i r k l i c h e n Intelligenz über eine Spezies, die kaum an Dummheit zu überbieten ist, sinnvoll und wünschenswert ist, möchte ich jedem selbst zur Beantwortung überlassen.

    Nichts für ungut !

    weite Welle

  • Dinge wie Taschenrechner, Navi und web zwar manchmal nützlich sind

    Als ebenfalls über Siebzigjähriger glaube ich seit meiner Jugend an den technischen Fortschritt. Ich bin noch zu Fuß zur Schule gegangen – wie großartig war später das Fahrrad!

    Der Taschenrechner ersetzt das Kopfrechnen nicht. Denn bis er überhaupt weiß, dass er benutzt werden soll, hat mein Oberstübchen die Aufgabe meist schon gelöst. Gut, 2 % von 1.512,13 Euro berechnet mir Excel schneller – das Ergebnis habe ich allerdings vorher überschlagen. Ebenso erledigt Excel die Steuerbasisdaten für FinanzOnline.

    Im Gymnasium wurde ich mit dem Satz des Pythagoras gequält. Seitdem habe ich ihn genau zweimal gebraucht: einmal tatsächlich zur Berechnung einer Hypotenuse, das zweite Mal hat es auch ein Meterstab getan.

    Auch das Navi ist für mich ein Gewinn. Wenn es einmal ausfällt, komme ich mit Wegweisern durchaus ans Ziel. Doch eine Umleitung in einer Großstadt oder das Umfahren eines Staus möchte ich nicht mehr ohne Navigation bewältigen. Ein kurzer Blick auf die Neuberechnung – und die neue Route steht fest.

    Das World Wide Web schätze ich ebenso. Für meine Exponate wäre ein altes Lexikon heute geradezu fatal. Im Zusammenhang mit dem Kolonialismus würde Leopold II. dort teilweise noch als Wohltäter der Menschheit erscheinen; der Lüderitz-Meilen-Schwindel ist noch nicht bekannt. Erst vor Kurzem diskutierten wir über die Frage, ob Mücken Borreliose übertragen können. Solche Themen kann ich heute in PubMed nachlesen und auf einer soliden Grundlage weiterdiskutieren.

    Nein, auf diese Technik möchte ich nicht verzichten. Verblödung entsteht nicht durch technische Hilfsmittel – ihre Ursachen liegen ganz woanders.

  • Ich habe vor 50 Jahren bei Philips Electrologica Bürocomputer und Nadeldrucker entwickelt, da gabs noch gar keine PCs, Handys, Navis.
    Meine Ingenieur Abschlussarbeit war eine Entwicklung Synthetische Sprache.
    Über die vergangenen 50 Jahre habe ich die elektronische und digitale Entwicklung mitgemacht, in den letzten Berufsjahren IT-Systemelektroniker ausgebildet.
    Da höre ich mit meinen 77 Jahren doch nicht auf.

    viele Grüße
    Erwin W.
    preussen_fan

  • :thumbup::thumbup::thumbup:

    Liebe Grüsse vom Ralph


    "Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen." Vicco von Bülow aka Loriot.

    "Great minds discuss ideas; average minds discuss events; small minds discuss people." Eleanor Roosevelt.

  • Übrigens, wo meine KI äußerst nützlich ist

    1. Schriften transkribiere, das geht meist schon sehr gut, erfordert zwar Nacharbeit, aber der meiste Text ist schon geschrieben.
    2. Ich erledige alle Arbeiten rund um mein Fachwerkhaus selbst. Da ist die KI eine fachmännische Unterstützung, sie kennt sich in allen Gewerken gut aus und bewahrt mich vor Schusselfehlern ( ich zeige ihr, z. B. welches Silikon ich für die Außen treppenanschlüsse kaufen will und sie sagt, haben Sie nicht gelesen, dass dieses Silikon nur für Innen geeignet ist)

    3. Ich habe alle Quellen zu Preußen Stempeln meiner KI zur Verfügung gestellt. Jetzt kann ich ihr gezielt Fragen dazu stellen, ohne das ich alles händisch durchsuchen muss

    viele Grüße
    Erwin W.
    preussen_fan

  • Vielleicht haben nicht alle die ersten Beiträge dieses Themas gelesen.
    Oder ich habe mich eventuell nicht klar genug ausgedrückt.

    Es geht hier nicht darum, die KI zu verteufeln oder irgendwen davon abzubringen, sich einfache und knifflige Fragen durch die KI beantworten zu lassen, sie Texte schreiben zu lassen oder mit KI einfach nette Gespräche zu führen.
    Um all das geht es hier NICHT.

    Im Eingangspost habe ich ein "Gespräch" mit einer KI geschildert, in dem die zunächst von der KI gelieferten Angaben zu einem guten Teil schlicht falsch waren. Das war binnen Minuten aufgeräumt und die KI hat dann auch sukzessiv richtige Informationen geliefert - häufig dann mit einem Hinweis wie "die Information in der früheren Antwort war eine Verwechslung" o.ä.
    Diese Erfahrung ist kein Einzelfall, wird von sehr vielen KI-Benutzern bestätigt, auch beim Umgang mit KI im professionellen Umfeld.

    Das Resümee kann daher nur sein, eine gewisse Vorsicht mit KI-generierten Informationen walten zu lassen und wichtige Informationen zu verifizieren.
    Diese Sorgfalt würde ich gerne auch hier im Forum vorschlagen. Die Leser (Mitglieder des Forums und Gäste) von Beiträgen gehen in der Regel von einer gewissen Verlässlichkeit der Informationen aus und dies sollten wir doch versuchen zu gewährleisten.

    Grüße
    Michael

    Mitglied im DASV - Internationale Vereinigung für Postgeschichte

  • Es geht hier nicht darum, die KI zu verteufeln oder irgendwen davon abzubringen, sich einfache und knifflige Fragen durch die KI beantworten zu lassen, sie Texte schreiben zu lassen oder mit KI einfach nette Gespräche zu führen.

    "Diesen Beitrag könnte man auch im Humor-Thread einstellen; ich weiß nur nicht, ob ich es wirklich so lustig finde". - im Nachhinein einfach als nettes Gespräch kennzeichnen...