Ganzsachen - Kreuzerzeit

  • Auf der Karte ist alles wichtige drauf, was drauf muss und heute noch so steht:

    Oben die Fawwerigg,

    links daneben die Hemshof-Siedlung

    und last but not least die Brigg nach Monnem

    (aktuell wären es sogar Zweibrücken aber funktionieren tut maximal eh nur eine,

    daher hat der visionäre Kartograph die andere nur angedeutet).


    Die Karte ist somit top aktuell.

    Wer später bremst,
    ist länger schnell !

    2 Mal editiert, zuletzt von oisch ()

  • Hallo zusammen,


    die Karte zeigt u.a. eine interessante Geschichte, nämlich die Brückenköpfe die der ehemaligen Eisen-Schiffspontonbrücke über den Rhein, welche 1867 durch die neue Straßen- und Eisenbahnbrücke ersetzt wurde. Damit waren viele Bürger nicht einverstanden. Dies nicht nur, weil die neue Brücke sehr deutlich weiter südlich der beiden Stadtzentren gelegen und damit ein entsprechend weiterer Weg zu bewältigen war. Die Pontonbrücke konnte praktisch ebenerdig gequert werden, bei der neuen Rheinbrücke mussten die in ca . 10 m Höhe liegenden Portale recht umständlich über Treppenaufgänge erreicht werden. Viele Mannheimer und Ludwighafener engagierten sich also dafür, die im Mannheimer Hafen verrostende Ponton-Schiffsbrücke zu sanieren und zu reaktivieren. Doch dafür erstellte Expertisen, inbesondere auf badischer Seite kamen zu dem Schluss, dass dies nicht rentabel umsetzbar gewesen wäre, so dass es bei der neu geschaffenen Tatsache des Rheinübergangs abseits der beiden Stadtzentren blieb.


    Viele Grüße

    vom Pälzer

    Einmal editiert, zuletzt von Pälzer ()

  • ... danke für das Schildern des historischen Kontextes - wieder etwas dazu gelernt und das aus 2 unscheinbaren Ortspostkarten mit weniger Text, als der Stier von Uri beim Tell!

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Udo,


    vielen Dank - gleiche Korrespondenz, identischer Absender, nur 1 Monat später, aber bei dir mit Halbkreisstempel (spät!), bei mir mit modernerem Einkreisstempel - viele wird es nicht geben und ohne diese Korrespondenz wohl fast gar keine ...

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo bayern klassisch,

    Hallo bayernjäger,


    das Duo der beiden P2 aus Ludwigshafen möchte ich nun mit einer weiteren Karte zum Trio (ex-Deider) komplettieren.

    Gleicher Absender, gleicher Text nur vom 5.8.1875 !

    Also zeitlich zwischen den beiden anderen Karten.

    Nun mit EK-Stempel Ludwigshafen a/R.

    Nun kommen sicherlich viele Fragen auf:

    Wurden in Ludwigshafen wirklich 3 verschiedene Stempeltypen quasi paralell verwendet?

    Und über den Hintergrund dieser Karten kann man auch nur spekulieren:

    - Handelt es sich hier um Ganzsachen mit philatetelistischem Einfluss?

    - Wurden hier die 1Kr. noch vor dem Ende der Kreuzer Zeit "aufgebraucht"?


    Aus der Korrespondenz der Aktienbrauerei sind ja noch weitere Ganzsachen (P1=2Kr. )bekannt. Wobei diese P2 hier wirklich hervorzuheben sind.

  • ... nö, das ist reiner Bedarf, siehe Rückseite.


    Die meisten größeren Postexpeditionen oder gar Postämter hatten mindestens 2 Stempelwerkzeuge - vlt. gab es in LU auch 3, oder es wechselten sich gerade 2 ab - in jedem Fall interessantes Stück und Glückwunsch dazu! :)

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus