Russland Ausgabe 1889 - 1905

  • Dänische Postkarte 3 Øre grau (Nr. 17 I) von 1888. Sie wurde hier 1905 als Einschreiben von St. Petersburg nach Kopenhagen verwendet und ist mit vier 1-Kop.-Marken sowie drei 2-Kop.-Marken (Nr. 45 und 46, alle y) sowie einer 1-Øre-Marke freigemacht. Das Porto für die Auslandspostkarte betrug 4 Kopeken + 10 Kopeken für das Einschreiben. Dem entsprechend sind die dänischen 4 Øre voll angerechnet worden.
    Die Gebrüder Hviid haben in Dänemark bei der Post immer wieder mal für Wirbel gesorgt und ihren Schabernack getrieben. Hier hat man eher die russische Post geärgert.

  • Danke. Ich fand sie auch toll und habe deshalb zugeschlagen. So wie bei dieser Postkarte.
    5-Kop.-Pärchen (Nr. 48y) als 10-Kop.-Fankatur vom 16.12.1905 aus St. Petersburg nach Monako. Die Karte besteht aus Holz (Birkenrinde?), rückseitig eine handgefertigte Zeichnung eines Pärchens in Trachten, dazu einen deutschem Text (Geburtstagsgruß). Trotz zweier geklebter Bruchstellen ein tolles, nicht alltägliches Stück.

  • Hallo Schlacki ,

    die Karte des Absenders Bruno fiel in die letzte Phase der russischen Revolution von 1905, die ja damals gescheitert ist. Der Inhalt verrät auch etwas von der unsicheren damaligen Lage:

    St. Ptsbg. 15/28 XII 1905.
    Lieber Onkel Robert.
    In wenigen Tagen ist
    Dein Geburtstag, bitte
    empfange meine innigen
    Glückwünsche! Deinen lie-
    ben Brief erhielt ich heute.
    Meine Pläne sind jetzt
    in's Schwanken geraten,
    denn auf's Land über
    Moskau zu gehen, wo aller
    Verkehr aufgehört hat,
    ist jetzt unmöglich. Berlin
    ohne Dich würde ich weniger
    geniessen. Da ich jedoch
    meinen Urlaub auf 2 Monate
    schon genommen habe u. erho-
    lungbedürftig bin so werde
    ich lieber doch, wenn irgend möglich, nach dem 20ten
    d. St. verlassen, obwohl ich noch
    nicht weiß, wohin.

    [links oben]
    vielleicht
    auch nach
    Nizza? Alles
    vielleicht Gute.

    [oben mitte]
    Wiedersehen.
    Herzl. Gruss
    von Bruno.

    Viele Grüße
    Gerd

  • Danke, die Grüße hatte ich für mich irgendwann mal 'übersetzt', wollte ich hier aber nicht wiedergeben. :thumbup:
    1-Sen-Ganzsache-Postkarte aus Japan. Zufrankiert sind zwei 3-Kop.-Marken (47x), entwertet mit Postwaggonstempel Nr. 40. Wo die Marken zufrankiert wurden, kann ich nicht sagen. Zu dem bin ich nicht so sicher, ob die untere Marke darauf gehört, denn sechs Kopeken ist kein Porto für eine Auslandspostkarte. 4 Kopeken wären richtig, womit eine 1-Kopeken-Marke fehlen würde, oder, wenn man das eine Sen als gleichwertig anerkannt hätte, gar nichts. Aber die Übergänge und der Durchmesser passen exakt. Vielleicht hatte jemand auch zu viel Geld (oder gerade gar nichts zur Hand).

  • Nicht so spektakulär, aber dennoch schön anzuschauen: Einschreibebrief der 3. Gewichtstufe vom 16. Oktober 1890 aus Odessa nach Gand in Belgien. Bereits drei Tage später traf der Brief ein, wurde dann aber nach Zomergem nachgesendet und zwei Tage später ausgeliefert. Heutzutage benötigen Briefe aus Russland zu mir meistens vier Wochen.
    Das Porto (am 1. April 1889 erhöht) setzt sich aus 3x 10 Kop. für den Brief + 10 Kop. für die Einschreibegebühr zusammen. Alle Marken sind auf waagerecht gestreiftem Papier (Nr. 41x) gedruckt.

  • Sehe ich genauso.
    Wertbriefe waren immer schön versiegelt. Dieser mit 200 Rubel Inhalt ging am 6.3.1907 von Riga nach Dresden. Alle Marken (40y, 42y) sind auf senkrecht gestreiftem Papier gedruckt.

  • ... sieht besser aus als Leipziger Allerlei ... :love::love::love:

    Liebe Grüsse vom Ralph


    "Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen." Vicco von Bülow aka Loriot.

    "Great minds discuss ideas; average minds discuss events; small minds discuss people." Eleanor Roosevelt.

  • Ja, es gibt tolle Frankaturen; und die auch noch für sehr kleines Geld.
    Was hältst du von diesem Brief? Einschreiben vom 26. März 1891. 23 mal 2 Kop. + 2 mal 7 Kop. (Nr. 46 und 49, alle x) von Troizkaja nach Marschendorf (heute Horní Maršov) Böhmen. Da es mehrere Orte mit dem Namen Troizkaja gibt und die Stempelabschläge schwach sind, vermag ich die Region nicht zu lesen (KA...?).

  • ... das ist natürlich ein "eye-catcher", zumal in so guter Erhaltung. Ich hatte die Tage einen Brief aus dem Ausland mit einer vergleichbaren Zahl von Marken erhalten - da möchtest du nicht wissen, wie viele davon schlechter aussehen, als bei deinem Brief (auch wenn ich dir beim Lesen leider nicht helfen kann) ...

    Liebe Grüsse vom Ralph


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  • Noch eine Massenfrankatur: Sehr schöne 40-Kopeken-Frankatur aus Riga nach Breslau, bestehend aus 1x Nr. 40x und 12x Nr. 47x. Zwei Marken wurden sogar zum Verschluss des Briefes umgeknickt.

  • 5-Kop.-Umschlag mit rückseitig zufrankierten 25 Kopeken , portogerecht als Einschreiben der 2. Gewichtstufe vom 19.3.1895 nach Belgien. Alle Marken (40x, 45x, 46x, 47x) sind auf waagerecht gestreiftem Papier gedruckt.

  • Schöne 6-Farben-Frankatur vom 18.8.1902 (beim Monat das VIII kopfstehend) aus Charbin (China) über Moskau nach New York. Die 30 Kopeken bestehen aus acht Marken (40, 45, 46, 47,48 und 49, alle x).

  • Hammer! :love::love:

    Liebe Grüsse vom Ralph


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