Hallo miteinander,
in diesem Thema soll es um Briefe gehen, die mit der Bergedorfer Amtsboten-Post befördert wurden. Die notwendigen Informationen zum Thema findet man hier: Amtsboten-Post
26.1o.1846, Bergedorf nach Dannenberg
Hallo miteinander,
in diesem Thema soll es um Briefe gehen, die mit der Bergedorfer Amtsboten-Post befördert wurden. Die notwendigen Informationen zum Thema findet man hier: Amtsboten-Post
26.1o.1846, Bergedorf nach Dannenberg
Es gab BAP also schon vor 180 Jahren und nicht erst heutzutage.
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... verdammt lang her, verdammt lang ...
Es gab BAP also schon vor 180 Jahren und nicht erst heutzutage.
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Auf Ihrer Homepage schreiben die was von 50 Jahren
oder heisst es jetzt de BAP ![]()
Hallo Volker,
ein kleiner Familienstreit um Beerdigungskosten und zerronnene Erbschaft aus einer Konkursmasse:
Herrn
Maler Jantzen
in Dannenberg
hierin 1 Pistole
frei
Bergedorf d. 26. Oct. 1846
Lieber Herr Schwager.
Aus Ihrem Briefe ersehe ich mit Bedauern, in welcher traurigen Lage Sie
sind; von Herzen gern möchte ich dieselbe verbeßern, doch dies steht nicht
in meinen Kräften. Sie ersuchen mich, Ihnen die ausgelegten Begräbnißkosten
für meine seelige Mutter wieder zu erstatten, doch hiebei haben Sie wohl vergeßen,
daß ich dazu schon damahls das Meinige beigetragen habe, und wundere mich
sehr, daß Sie mir so etwas zumuthen; wenn ich Ihnen auch nachdem rieth, die
Rechnungen zu den Begräbnißkosten für meine Mutter einzusenden, damit ich
solche nach Stolzenen(?) schicken könnte, um Ihre Ansprüche an dem Gelde, welches
unsere Mutter aus der Concursmaße erhalten sollte, festzustellen, so ist
nicht gesagt, daß ich für dessen Auszahlung sorgen muß; denn jetzt stellt
sich die Sache so heraus, daß statt der 100 Rthr., die wir für unsere Mutter
aus der Maße erheben wollten, ihr Anwalt noch 50 Rthr. als Kosten zuhaben
will. Uebrigens ist unsere ganze geträumte Erbschaft zu Wasser geworden,
indem das Ganze mit Prozeßkosten aufgeht, wobei ich mich anständig am schlech-
testen stehe, da ich die mehrsten Auslagen gehabt habe.
Vor längerer Zeit erhielt ich einen Brief von einer dortigen Wittwe, (der
Name derselben war ganz unleserlich;) dieselbe ersuchte mich, das Geld, welches
in der Spaarkasse für Sie sei, den Leuten, wobei Sie zu der Zeit in der Kost
sich befänden, zu vermachen; da indeß dieser Brief von einer mir fremden
Frau war, konnte ich das Anliegen nicht berücksichtigen, wollte Ihnen übrigens be-
merken, daß ich mit dem Geld nichts weiter zu thun haben will, sowenig als
mit einer etwaigen Beerdigungs=Angelegenheit Ihrerseits; Sie können demnach
darüber eigenmächtig verfügen.
Einliegende Pistole wollen Sie, als eine kleine Unterstützung, von mir nicht verschmähen,
Freundligst Ihr Schwager
..möller
Viele Grüße
Gerd
Lieber Gerd,
besten Dank für die Transkription!
Die wird natürlich Bestandteil meine Beschreibung.
Hallo miteinander,
der folgende Brief aus Hamburg wurde mit dem Amtsboten, der selbst wiederum mit der Reihefuhre mitfuhr, nach Bergedorf gebracht.
o2.12.184o, Hamburg nach Bergedorf
Bei der Translation gibt es noch einige Fragezeichen:
Sr. Wohlgeboren
Hochgeehrter Herr Amtmann!
Auf anrathen unsrer löblichen Polizei, nehme ich
mir die Freyheit an Sie zu Schreiben, es ist
in diesen Tagen, eine Person Sie zu geschickt,
Namens Magretha Riegen aus Vierlanden, dieselbe
hat bey mir Lo[g]iert und ist 9 M(ark) schreibe neun ?
bey mir schuldig geblieben, ist morgen 4 Uhr ?
?, und umher getrieben bis sie endlich in
Polizeilicher Haft gekommen, zunächst da sie noch Geld
hat, den hier ? sie immer sie hatte nichts.
Ich ersuche Sie mit der Dringenden Bitte dieselbe
für ? ? Stellen und mir ? das Geld
zu zustellen.
Hamburg d 2 December
1840
Ergebenster
Peter Hayn
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Aus dem Hamburger Adressbuch von 1841
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Beschreibung in meiner Sammlung
Von 20 Briefen in meiner Sammlung mit dem Stempel der Amtsboten-Post sind 7 von Bergedorf abgehend, Für abgehende und eingehende Post wurden die selben Stempel benutzt.
Lieber Volker,
hier die ergänzte und noch etwas korrigierte Version:
Sr. Wohlgeboren
Hochgeehrter Herr Amtmann!
Auf anrathen unsrer löblichen Polizei, nehme ich
mir die Freyheit an Sie zu Schreiben, es ist
in diesen Tagen, eine Person Sie zu geschickt,
Namens Magretha Riegen aus Vierlanden, dieselbe
hat bey mir Lo(g)iert und ist 9 M(ark) schreibe neun Mk
bey mir schuldig geblieben, ist morgen 4 Uhr ausge=
rissen, und umher getrieben bis sie endlich in
Polizeilicher Haft gekommen, zumahl da sie noch Geldt
hat, den(n) hier sagtte sie immer sie hette nichts.
Ich ersuche Sie mit der dringenden Bitte dieselbe
hi(e)r ueber zurede Stellen und mir eins(t)weilen das Geldt
zu zustellen.
Hamburg d 2 December
1840
Ergebenster
Peter Hayn
Viele Grüße
Gerd
Lieber Gerd,
besten Dank für die Ergänzung und Verbesserung der Transkription.
Liebe Grüße, Volker