Mecklenburg-Schwerin nach Bayern (DÖPV-Zeit)

  • Hallo Freunde


    Briefe aus Mecklenburg-Schwerin ist eher selten hier im Forum zu sehen.


    Dann ist es auch höchste Zeit etwas zu zeigen. Hopf in Nürnberg ist ein gekannter Empfänger von Briefen aus ganzen Europa, und selbstverständlich auch aus Mecklenburg-Schwerin.


    Diese hier drei gezeigten Briefe sind alle in 1861 geschickt geworden, 21. Oktober, 23. November und 28. November. Was ich interessant an diesen kleinen Korrespondenz find ist dass es zwei Portobriefe sind und mitten drin ein bar frankierter Brief. Die Portobriefe aus 21.10. und 28.11. haben beiden die postvereinsbestimmten Taxe von 12 Kreuzer nach Bayern. Der Frankobrief von 23.11. hat der Absender 5 Schillinge gekostet.


    Da die Rückseiten eher ähnlich sind zeige ich nur einen davon. Wenn gewünscht zeige alle drei Rückseiten :)


    Viele Grüsse
    Nils

  • Lieber VorphilaBayern,


    ich lese 4 3/4 Schillinge Barfrankatur, bin mir aber nicht 100% sicher. In jedem Fall müsste es das Äquivalent von 3 Sgr. sein und das waren doch eigentlich 5 Schillinge, oder? Gab es Unterschiede bei Marken- und Barfrankatur, wie wir das von unseren Freunden bei Schleswig-Holstein gelernt haben?


    Briefe von dort in die Pfalz sind ganz große Seltenheiten und ich weiß nicht, ob ich in meinem Leben 5 Briefe gesehen habe ...


    Glückwunsch zu dieser Seltenheit und liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Liebe Sammelfreunde


    Michael hat woanders nach der Qualität gefragt.
    Als Heimatsammler ist dies auch ein Thema für sich, wie die nachfolgende Briefhülle mit erheblichen Öffnungsmängel aus Waren nach Magdeburg zeigt. Sicher wird sein, dass es ein Postvereinsbrief ist. Siegelseitig ist der Streckenstempel Hamburg - Berlin II R(ücktour) und ein weiterer Bahn(post)-Stempel abgeschlagen. Vielleicht hilft dieser, die Zeit besser einzugrenzen...


    Er ist Porto gelaufen und somit folgerichtig mit 4 Silbergroschen taxiert wurden. Nach MD gibt es meines Wissen kein Ort, wo noch die 2. Entfernungsstufe möglich wäre.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

  • Liebe Freunde,


    im Rahmen der routinemäßigen Überprüfung meiner Primärliteraturbestände fiel mir diese VO auf, die ich nicht geheim halten möchte.


    Im 31. VO- und Anzeigeblatt teilte man am 8.7.1850 mit, dass unter der lfd. Nr. 10188 vom Vortag bekannt wurde, dass Mecklenburg - Schwerin nicht zum 1.7.1850 dem Postverein beigetreten war. Dies hatte Bayern vor dem 1.7.1850 gemeldet und das Land mit Preussen, Sachsen, Mecklenburg - Strelitz, Holstein und Österreich als DÖPV - Gebiet publiziert.


    Es wäre also möglich, und ich rede hier von beiden Richtungen, dass es Briefe des 1.7.1850 bis zum 8.7.1850 gäbe, die noch nach einer Weise frankiert/taxiert worden wären, die gar nicht statthaft war. Wer dergleichen Briefe besitzt oder Scans zeigen kann, ist hier wohlgelitten. :)

  • Hallo Ralph,


    ...interessant, das wären dann ja Briefe die mit 9x frankiert sind oder 12x Portobrief, bzw. 5 Schilling frankiert/ ? Portobrief.


    Habe zwar leider keinen, werde in Zukunft darauf achten. Was es alles für Besonderheiten gibt... 8o


    Viele Grüsse
    Christian

  • Hallo Christian,


    leider ist das Briefaufkommen zwischen Schwerin und Bayern so gering, dass ich nicht mal einen Brief (hin oder her) aus einem bestimmten Jahr besorgen könnte, wenn ich wollte. Auf eine Woche reduziert, dazu noch die erste im Postverein, wäre dann eine Chance von 1 zu 52 (mathematisch, de facto eher 1 zu 300, weil Erstwochenbelege Bayerns in den Postverein oder vom Postverein keine 10 Stück bekannt sind).


    Auf der anderen Seite - wenn in der Bucht für 10 € Sofortkauf ein mittelmäßig attraktiver Portobrief von München am 5.7.1850 "in den Postverein" nach Schwerin auftaucht, weiß ich, wer den Sofortkauf - Button als erster drückt. :D

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus