Belege in die Tschechoslowakei

  • Warum ist auf dieser Karte ein Nachporto von 10 Cent vermerkt?
    Es handelt sich um eine unterfrankierte 8-Pfg-Postkarte an die Tschechoslowakei vom 11. August 1932.

    Sie ist mit dem UPU-Zeichen „T“ versehen, was wohl in Ordnung ist, da beide Postdienste Mitglieder waren (die Tschechoslowakei seit 1920), auch wenn sie bilaterale Tarife für Postkarten verwendeten (Deutschland: 10 Pfg seit dem 1.1.1925 statt 15 Pfg UPU (Quelle: Michel Postgeb.)).

    Wenn die Karte also nur um 2 Pfg unterfrankiert war, wie kommt es dann zu 10 Cent? Liegt es an den französischen Wechselkursen?

    Ist die rote „55“ ein möglicher Umtausch in tschechische Währung? Ich bin für jede Hilfe sehr dankbar, danke.

    (Hinweis: Falls ich nach Dokumentation zur Berechnung des Nachportos im Laufe der deutschen Geschichte suche: Gibt es entsprechende Literatur?)

  • hallo Charman,

    ich lese im Stempel 11.8.1930 und damit ist der Auslandstarif ab 1.7.1930 anzuwenden. Wie du schon zutreffend schreibst nachder CSR 10 Rpf .

    Die "10" im Tax-Stempel scheinen mir nicht offiziell, da die Taxierungen idR mit dem Verhältnis "Fehlporto/Porto Auslandsbrief" angegeben wurden.

    Das fehlende Porto wurde vom Empfängerland erhoben und kam auch ausschließlich diesem zugute. Insofern wären die Nachportoregelungen der CSR maßgebend.

    besten Gruß
    Michael