Baden - Preußen

  • Lieber mikrokern,


    mit liegen Statistiken vor, nach denen man für 4x um die Mitte des 19. Jahrhunderts speisen konnte.


    Aber bei mehreren Staatsbankrotten in Bayern des 19. Jahrhunderts hat es auch Phasen gegeben, die vieles stark verteuerten.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber mikrokern,


    nur mal so aus Wikipedia:


    Zitat

    Um 1850 mittlere Miete: 20 Groschen, 20 Pfennig

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Liebe Sammelfreunde


    dieses Streifband, welches am 03.11.1871 geschrieben, jedoch erst am 08.11.1871 aufgegeben wurde, möchte ich hier zeigen.
    Sicher ist Qualität etwas anderes, aber etwas besseres zu finden wird schwer...


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

  • Hallo Ulf, hallo zusammen,

    letztes Wochenende bescherte mir Ebay einen netten Franco-Brief aus Mannheim, vom 09.12.1863, welcher nach MD gelaufen ist. Die Laufzeit betrug etwa einen Tag! - von Mittag bis Mittag.

    wer weiß, ob die Post das heute auch noch schaffen würde! Mein Glückwunsch zu diesem schönen Brief (der leider nur fast in mein Beuteschema passen würde …) Habe ich mich eigentlich irgendwann schon einmal geoutet, dass ich für die meist stiefmütterlich bewertete Zwischenausgabe (MiNr. 13-15 (,16)) ein ganz besonderes Faible habe - noch die alten Platten, schon die weite Zähnung (bzw. umgekehrt) …


    Auf der Suche nach einer passenden "Antwort" bin ich auf diesen Brief gestoßen, der am 17. Juni 186x aus Heidelberg nach Stralsund lief, wo er erst am 29. Juni ankam. Als ich auf der Suche nach einer genaueren Datierung im Internet nach dem Bürgermeister Denhard suchte, fand ich zunächst diesen Eintrag :
    #mce_temp_url#
    Was, erst ab Juli 1865 Bürgermeister von Stralsund ??? Dann hätte ich es ja hier mit der spätesten bekannten Verwendung einer MiNr. 4b zu tun! (Laut Baden-Handbuch II ist das jüngste bisher bekannte Datum der 21. Januar 1866 in Bühl).

    Aber zur Sicherheit suchte ich noch etwas weiter:
    #mce_temp_url#
    Was lernen wir daraus: Vertrauen ins Internet ist gut, Kontrolle ist besser …


    Viele Grüße
    balf_de

  • Hallo,


    hier ein Beispiel, wie genau manch ein Postbeamter auf die Einhaltung der Vorschriften bei Drucksachen achtete. Gemäß Vorschrift war die Drucksache unverschlossen, aber handschriftlich mit Ort, Datum und Name des Absenders ergänzt. Datum und Name waren meines Wissens erlaubt, jedoch nicht der Ort. Daher wurde der Beleg nicht als Drucksache anerkannt. Für einen einfachen, unfrankierten Brief betrug das Porto 7 Kr. (seit 1.1.1868). Abzüglich des frankierten 1 Kr. waren noch 6 Kr. umgerechnet 1 3/4 Groschen vom Empfänger zu zahlen.


    Viele Grüße

    Bruno

  • Lieber Bruno,


    ich hoffe nicht coronalgeschädigt zu sein, aber wo hat man da den Ort manuell notiert? Habe ich was übersehen?

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • ... nein, das kann es nicht sein, weil ich DS habe, die auch Absenderstempel aufweisen, das hatte mir der Gewährung der Portomoderation nichts zu tun.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber Michael,


    ach so - ich weiß aber nicht, ob das zwingend vom Absender geschrieben wurde (und ob es illegal war) ...

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber Ralph,


    wenn diese Zeilen (zumindest die oberen beiden) bei einer Postkontrolle schon vorhanden waren, wäre der Fall klar. Wenn dies die Ursache war, wurden die Vorschriften sehr genau angewendet, aber vermutlich korrekt.

    Nur gut, dass der Brief nicht 1867 oder früher aufgegeben wurde, dann wäre ich jetzt etwas unruhig ^^


    Gruß

    Michael

    Preußen mit Transiten

  • Liebe Freunde,


    danke für eure Kommentare. Ich habe selbst lang gezweifelt, dass der handschriftlich ergänzte Ort der Grund für die Nachtaxierung war. Ich kann aber keinen anderen Grund erkennen. Ich frage mich auch, warum diese Angaben gemacht wurden. Wegen des vorderseitigen Absenderstempels war das völlig überflüssig.


    Viele Grüße

    Bruno

  • Lieber Bruno,


    da sind wir schon mal zwei ...


    Bei Bayern gab es sogar ab den 1850er Jahren die Vorschrift bei Streifbandsendungen, die ja immer auch DS waren, neben der Anschrift auf dem Streifband selbst, diese auf der Unterlage zu wiederholen, weil es hin und wieder zu "Abstreifungen" des Streifbandes beim Transport gekommen war und dann keiner wusste, wohin mit dem "Rest".

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus