Hilfe bei schwer lesbarer Handschrift erbeten

  • Lieber Emmanuel,


    du hast bei deinem Scanner die Komprimierung auf "hoch" stehen - wenn du sie auf "mittel" einstellst, könnte ich das vielleicht lesen ... so nicht.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Emmanuel,
    .
    erster Brief wie folgt:


    Geschrieben am 1. Juni 1917

    Lieber Bruder, habe soeben
    Deinen Brief 25. Mai erhalten und hoffe dass Du und Bruder Joseph noch so
    gesund seit wie ich es Gott sei Dank auch noch bin. Du schreibst Du warst im Refier (Revier), jetzt braucht man nicht
    mehr zu fragen wo es fehlt, denn wir sind alle gabut (kaputt), du kannst Dir
    denken wie es bei uns zugeht, lauter Elsässer und die Behandlung und der Dienst, von
    morgens 4 Uhr jagen sie uns raus Abmarsch bis Mittags ½ ein Uhr dann die Suppe und 2 Uhr geht’s schon
    wieder los bis 6 Uhr mit dem Drittel Brot und dem gekochten Wasser in der Hitze.
    Krankmelden kannst Du dich nicht, es werden alle dienstfähig geschrieben, ich glaube
    bald sie wollen uns selbst vernichten. Wie wird es noch enden mit uns. Nun will
    ich schließen und Dich und Joseph von Herzen grüßen und küssen Dein Bruder Eugen,
    bleibt gesund


    Der zweite Brief ist ähnlich, ich arbeite dran.
    .
    Viele Grüße
    vom Pälzer

  • ...hier der nächste:


    [font='&quot']Lieber Kamerad,[/font]

    [font='&quot']endlich auch[/font]

    [font='&quot']einmal ein wenig von mir, bin noch gesund wie ich auch das(s) Beste hoffe von
    Dir und Kameraden, würd` Dir schon eher geschrieben haben, aber habe leider so
    wenig Zeit denn sie jagen uns schon um 3 Uhr raus morgens 5 Uhr Abmarsch dann
    geht der Krampf bis Mittags 12 Uhr ½ ein Uhr und Mittags 2 Uhr bis abends 6 Uhr
    mit dem Drittel Brot und mittags die Suppe und das gekochte Wasser und ein
    Löffel Marmelade. Kannst Dir denken wie es dann mir abends noch ist, wir sind
    halt alles Elsässer jetzt beisammen jetzt können sie uns schon behandeln nach
    ihrem Werth noch ärger wie die Gefangenen, die lachen uns nur aus wenn sie neben
    uns durchgehen. Nun will ich schließen und Dich und ??? alle Kameraden von
    Herzen grüßen. Dein Kamerad Eugen Peter bleibt gesund und hoffe auf ein
    gesundes Wiedersehen wieder einmal in Basel.[/font]


    Viele Grüße


    vom Pälzer


  • liebe Sammlerfreunde,
    ich hatte schon mal in den Kinderseiten gepostet, aber keine Antwort erhalten. Deshalb versuch ich es nochmal hier. Sollte jemand helfen, aber nicht posten können, hier ist meine Email-Adresse:
    info@friese-aquarelle.de
    Mein Enkel Nathanael und hatten mit verschiedenen Einschreibebriefen Schwierigkeiten. Wir wissen nämlich nicht, wie hoch die Gebühren zu dieser Zeit waren. Wir haben zwar das Michel Postgebühren-Handbuch Deutschland, das geht aber leider nur bis 2003.
    Kann uns jemand mit Portotabellen der folgenden Jahre bis heute weiterhelfen?
    Schon mal besten Dank

    viele Grüße
    Erwin W.
    preussen_fan

  • Liebe Sammelfreunde


    mit dem nachfolgenden Beleg stehe ich leider auf dem Kriegsfuß



    Soweit ich lese:


    Per Faveur.

    A Monsieur

    Monsieur Duglas

    Tres Reverend

    Ministre In St.

    Evanglie a L' Eesife

    Reforme a Jerichou


    Nebst einem grau brauen Beutel mit 64 rt: Kirchen= und Collecten=Geld

    Siegelseitig:

    Das Herrn Ganfauges

    ................: werden

    ergebenst ersuchet um

    güthige Eihändigung

    durch B...... und ...........


    Hier noch der Inhalt:



    Mich würde hier insbesondere das Jahr interessieren, aber auch der Inhalt, welcher für mich fast nicht lesbar ist.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

  • Lieber Erwin


    wenn alles erstmal neu erlernt ist, wird meine Anwesenheit hier sicherlich häufig.


    Lieber Dieter


    Danke.


    Vielleicht ist der Rest auch heraus zu bekommen...


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

  • Lieber Ulf,


    2. August 1704.


    Dein Brief ist "durch Güte" befördert worden - also von einem, der ihn mitnahm, ohne ihn der Post zu übergeben. So früh ist das alles andere als häufig! Sensationell für mich!

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber Ralph


    Danke.

    Durch Güte kann ich mir zu dieser Zeit gut vorstellen. Das Postaufkommen war recht groß, so dass es möglich war, eine Stunde nach Abgang der Post durch private Boten diese zu befördern.

    Kannst du mir sagen, was auf der Siegelseite genau steht?


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

  • Lieber Ulf,


    nicht so leicht ...


    "Des Herrn Gonhauges Hochedelgeboren wurde .... ersuchet um güthige Einhändigung dieses Brieffes und Gelds per Güthe".

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus