Hilfe bei schwer lesbarer Handschrift erbeten

  • Liebe Freunde,


    das gesuchte Kleidungsstück aus #2193 sind Knickerbocker.


    Ich fürchte, bei dieser Karte sind unter der Oberfläche des Textes mehrere tragische Schicksale verborgen: Ein Gerson Schönfeld kam 1942 im Ghetto Theresienstadt um. In der Seegasse 9 befand sich ein jüdisches Altersheim.


    Den Vornamen des Manns lese ich als »Poldi«, den der Frau als »Gise«. Es gab eine Gisela Lichtenbaum-Schönfeld mit polnischer Nationalität.


    In Krásnik bestand ein Ghetto, in der Umgebung ein Zwangsarbeitslager (Budzyn).


    Der rote Stempel lautet Modlyborzyce. Auch dort bestand ein Ghetto, wohin von Wien aus im Frühjahr 1941 Juden deportiert wurden.


    Man könnte die Karte dem Jüdischen Museum in Wien spenden.

    Viele Grüße aus Erding!


    Achter Kontich wonen er ook mensen!

    Einmal editiert, zuletzt von Erdinger ()

  • Besten Dank nochmal. Ich bin nicht der Besitzer der Karte, wurde nur gefragt ob ich eine englische Übersetzung des Textes anfertigen kann, dazu brauche ich natürlich eine Abschrift.


    Ich werde aber den Hinweis bzgl. der Spende weitergeben.

  • Hallo zusammen,


    ich habe heute auch mal wieder eine Frage an die Schriftgelehrten.

    Was bedeutet bzw. heißt der Freivermerk auf dem abgebildetem Brief.

    Offizielle ......... Sache

    Im rückseitigen Bruchstück des Siegels steht " Direktion des Genesungshauses"


    Vielen Dank Matthias (Roda127)

    Suche immer Belege von Roda / Stadtroda.

  • Ich kann es auch nicht 100% deuten, aber ich teile die Annahme dass der Brief wohl erst nicht akzeptiert wurde da hohe Portokosten gefuerchtet wurden.

  • Liebe Kollegen

    Darf ich Euch bitten mir diesen Briefinhalt komplett zu entziffern?

    Ich werde den Brief danach in Kürze inklusive neuestem Attest veröffentlichen.

    Für Gesprächsstoff ist gesorgt....

    Vielen lieben Dank

    José


  • Lieber José,


    dann versuche ich mal mein "Glück":


    Herrn H. Amann, Major, Wittenwyl bei Frauenfeld,


    St. Gallen, den 5. Januar 1853


    Noch habe ich Ihr verehrliches vom 30 pto schuldigermaßen dahie zu erwidern, daß ich am 30. Juny a. P. von Herrn J. C. Jacob wie sie mir bemerken, gegen Schein erhalten habe Gulden 332, 24 Kreuzer aber im Drang der Geschäfte innigerweise nur Gulden 322, 24 Kreuzer aufschrieb. Die Ihnen demnach zu gut kommenden Gulden 10 nahm ich Anlaß heute für Ihre werthe Rechnung an Herrn J. C. Jacob nach dessen Aufforderung wieder auszuzahlen.


    Haben Sie die Güte sich dieses vorzumerken und das Versehen doch zu entschuldigen. Es soll dergleichen nicht wieder vorkommen, mit dieser Zusicherung widmet Ihnen ferner seinen Dienst und verbleibt hochachtungsvollst Caspar Züli.


    (der Scan ist nicht so gut, es ging gerade so ...)

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Wer kann mir hier aushelfen, bzw korrigieren - Beleg ist an das Postamt Tuttlingen adressiert, Rückseite leer?

    Tuttlingen 2 / 2 / 24

    Erlaube mir darauf
    aufmerksan zu machen,

    daß ich am 24.2.

    den Hamburger

    Boten bestellt habe

    Achtungsvoll Adolf ....................


    Grüße aus Bempflingen
    Ulrich


    Das Leben ist viel zu kurz um es mit billigen Weinen und den falschen Menschen zu verbringen. (Lebensweisheit, inspiriert bei Goethe) :-)

  • preussen_fan, Danke

    Aber Pedant wie ich manchmal sein kann, würde mich auch noch der Familienname der Herren interessieren.


    Schoch- Schach- Schuch- oder sonst irgendein -hof? ;-)

    Grüße aus Bempflingen
    Ulrich


    Das Leben ist viel zu kurz um es mit billigen Weinen und den falschen Menschen zu verbringen. (Lebensweisheit, inspiriert bei Goethe) :-)

  • Hallo Jorgen ,


    der Empfänger wohnt in Ffm = Frankfurt am Main und zwar im Vorort Schwachen. Das ist auf der linken Mainseite gegenüber von Höchst und in der Nähe der Flughafens.


    Grüße aus Frankfurt

    Heribert

  • Lieber Heribert,


    Schwachen? Habe ja 19 Jahre am Flughafen gearbeitet, aber den Namen lese ich heute zum ersten Mal. :?:

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus