Oldenburg Nr. 16 - 1/2 Groschen (2024)

  • Die Marke Oldenburg Nr. 16, 1/2 Groschen war die Frankatur für den Nahbereich und den Ortsbereich bei der 4. oldenburgischen Ausgabe, die mit einer Auflage von 240.000 Stück (Krötsch-Ohrt, S. 66) gedruckt wurde. Auch diese Marke wurde im Buchdruckverfahren mit Prägedruck beim Wappen hergestellt.

    Auch von der Oldenburg Nr. 16 ist weder ein vollständiger Bogen noch der alte Druckstock erhalten geblieben. Daher stammt eine Angabe zur vormaligen 100er-Bogengrösse aus alten Postakten. Die Druckerei war die Königlich Preussische Staatsdruckerei in Berlin. Die Marke hatte zunächst einen Durchstich von 11 3/4 (= Durchstich A), später ab dem Jahr 1867 den Durchstich 10 (= Durchstich B). Das Erscheinungsdatum der Marke war Anfang Juli 1862. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Marke an oldenburgischen Postschaltern verkauft.

    Ohrt differenziert hier bei der Nr. 16A zwischen den Farben lebhaft gelborange, (rötlich) orange ( = Michel Nr. 16Aa) und rotorange (= Michel-Nr. 16Ab) (Krötsch-Ohrt, S. 60). Dies sind auch Farben, die ich festgestellt habe. Darüber gibt es noch die Farbe dunkelrotorange, die nach meinen Feststellungen aber eher ein Farbfehldruck war, denn die Farbe ist äußerst selten und wurde offenbar nur sehr wenig gedruckt. Der Michel-Spezialkatalog differenziert hier bei den Farben etwas mehr als bei den anderen Marken der 4. Ausgabe. Hier wird als Farbe mittelrötlichorange bis mittelrotkarmin (orange) für die Oldenburg Nr. 16Aa und dunkelrotorange (rotorange) für die Oldenburg Nr. 16Ab angegeben. Der Michel-Katalog verweist auf "diverse Farbschwankungen".

    Die Marke Oldenburg Nr. 16, 1/2 Groschen oxidiert unter Lichteinfluss sehr stark, die Mehrzahl der Marken ist bereits oxidiert, d.h. nicht oxidierte Marken im ursprünglichen Zustand sind fast schon eine "kleine Seltenheit". Die Marke Nr. 16 nimmt durch die Oxidation eine "erdnussbraune" Farbe an. Man kann dann später nicht mehr erkennen, welche ursprüngliche Farbe die Marke hatte.

    Oldenburg Nr. 16Aa, 1/2 Groschen in der Farbe lebhaft gelborange (aus meiner Slg.)

    Oldenburg Nr. 16Aa, 1/2 Groschen in der Farbe (rötlich) orange (aus meiner Slg.)

    Oldenburg Nr. 16Ab, 1/2 Groschen rotorange in den vorkommenden Farbtönungen (aus meiner Slg.)

    Oldenburg Nr. 16Ab, 1/2 Groschen in dunkelrotorange (aus meiner Slg.) Diese Farbe ist recht selten!

    Farbunterschied zwischen dunkelrotorange und rotorange

    Nahbereichsbrief mit einer Oldenburg Nr. 16Ab, 1/2 Groschen in m.E. dunkelrotorange (!!) und dem blauen Ra2 (K) "JEVER 17 * ..." nach Schortens (159. Auktion Dr. Wilhelm Derichs vom 11.7.2020, Los-Nr. 1475) (Es kann hier allerdings auch sein, dass dieser Brief nur sehr dunkel gescannt wurde. Die exakte Farbe lässt sich letztlich nur am Originalbrief feststellen.)

    wird fortgesetzt...

  • Oldenburg-Sammler 17. Dezember 2024 um 18:09

    Hat den Titel des Themas von „Oldenburg Nr. 16, 1 Groschen (2024)“ zu „Oldenburg Nr. 16, 1/2 Groschen (2024)“ geändert.
  • Es ist natürlich auch für mich nicht auszuschließen, dass diese Farbe dunkelrotorange durch Oxidation entstanden ist. Und dass es diese Farbe gar nicht gibt. Dies ist aber eine Farbe, die mit allen mir vorliegenden Oxidationen der Nr. 16, 1/2 Groschen nicht übereinstimmt. Die Oldenburg Nr. 16 oxidiert nicht dunkelrotorange sondern "erdnussfarben" und zumeist unregelmäßig und fleckig und danach "dunkelkaffee- bzw. schwarzbraun".

    Ortsbrief mit einer extrem oxidierten Nr. 16A in "dunkelkaffee- bzw. schwarzbraun". Die vormalige Farbe ist nicht mehr bestimmbar.

  • Oldenburg Nr. 16Aa, 1/2 Groschen lebhaft gelborange als Nahbereichsbrief aus "Vechta" ins nahegelegene Visbek (aus meiner Slg.)

    Brief mit einem Paar Oldenburg Nr. 16Aa - 1/2 Groschen (rötlich) orange mit blauem Ra2 "DAMME 2/12" nach Oldenburg (Württembergisches Auktionshaus 138. Auktion vom 04. und 05.06.2021, Los-Nr. 3012)

    Ortsbrief mit einer Oldenburg Nr. 16Aa, 1/2 Groschen in (rötlich) orange und dem Ra2 "CLOPPENBURG 24/2" (6. Boker-Auktion vom 14.11.1987, Heinrich Köhler, Los-Nr. 302)

    Nahbereichsbrief (im Bestellbezirk von Delmenhorst) mit einer Oldenburg Nr. 16Ab, 1/2 Groschen in rotorange mit dem blauen Ra2 "DELMENHORST 12/10" nach Grüppenbühren (aus der Slg. Heinrich Sanders, S. 81)

    Brief Oldenburg Nr. 16Aa - 1/2 Groschen in (rötlich) orange als ermäßigtes Porto auf Ortsbrief mi dem Ra2 "FRIESOYTHE" (29. Schlegel-Auktion vom 1. bis. 3.11. 2021, Los-Nr. 283)

  • Als größte Einheiten der Oldenburg Nrn. 16A und 16B führt Florian Berger, S. 49 ungebrauchte Blockstücke (wahrscheinlich Nr. 16B) sowie einen gebrauchten Viererblock (wahrscheinlich Nr. 16A) sowie zwei gebrauchte Dreierstreifen an. Ungebraucht habe ich von der Oldenburg Nr. 16A als größte Einheit bisher nur ein Paar gesehen.


    Dreierstreifen: Eingeschriebener Nahbereichsbrief mit 3 x Oldenburg Nr. 16Aa, 1/2 Groschen lebhaft gelborange (oxidiert, die mittlere Marke zeigt die Markenfarbe) und dem Ra2 "VECHTA 11/11" nach Carum. Die Einschreibgebühr betrug 1 Groschen, das Porto im Nahbereich 1/2 Groschen (Auktionshaus Christoph Gärtner GmbH & Co. KG, Auktion vom 7. April 2018, Los-Nr. 320) Eingeschriebene Nahbereichsbriefe sind äußerst selten!

    Als Farbfrankatur einer Oldenburg Nr. 16Aa mit einer Oldenburg Nr. 16Ab ist mir nur ein einzelner Brief bekannt.

    Wertstufengleiche Farbfrankatur einer Oldenburg Nr. 16Aa in (lebhaft) gelborange mit einer Oldenburg Nr. 16Ab in rotororange auf Brief mit dem Dk II "Oldenburg 21/4" nach Jever (2. Boker-Auktion vom 7.12.1985, Heinrich Köhler, Los-Nr. 154)

    Mit einem Plattenfehler habe ich bei der Oldenburg Nr. 16Aa, 1/2 Groschen lebhaft gelborange bisher nur eine einzelne Marke gesehen, die eine "Fehlstelle in der oberen Umrandung über dem N von OLDENBURG" hatte. Da die Marke im Buchdruckverfahren hergestellt wurde, gehe ich davon, dass es sich nicht nur um eine bloße Druckzufälligkeit handelt, wie diese z. B. bei Steindruckmarken häufig vorkommt. Gleichwohl kenne ich bisher nur dieses eine Exemplar.

    Oldenburg Nr. 16Aa, 1 Groschen (lebhaft) gelborange (oxid.) PF I "Fehlstelle in der oberen Umrandung über dem N von OLDENBURG" mit dem Ra2 "SANDE 14/10" (aus meiner Slg.)

    Ich gehe auch bei der Oldenburg Nr. 16 aus, dass es weitere Plattenfehler gibt, dass diese aber von Sammlern bisher noch nicht entdeckt wurden.

  • Die Marke Oldenburg Nr. 16A, 1/2 Groschen wurde gelegentlich als Zusatzfrankatur für Ganzsachen verwendet.

    Ganzsache U1A, 1/2 Groschen braun mit der wertgleichen Zusatzfrankatur einer Oldenburg Nr. 16Aa, 1/2 Groschen (rötlich) orange (etwas dunkel gescannt!) mit dem blauen Ra2 "NEUENBURG 31/5" nach Schweiburg (330. Schwanke-Auktion vom 14.05.2011, Los-Nr. 630)

    Ganzsache U1A, 1/2 Groschen braun mit der Zusatzfrankatur einer Oldenburg Nr. 16Aa, 1/2 Groschen in gelborange (etwas verblichen) mit dem Ra2 (K) "JEVER 2 * 3" (1863) nach Heppens (330. Schwanke-Auktion vom 14.05.2011, Los-Nr. 629)

    Ganzsache U1 A, 1/2 Groschen braun mit der Zusatzfrankatur einer Oldenburg Nr. 16Ab, 1/2 Groschen rotorange mit dem blauen Ra2 "RODENKIRCHEN 16/5" nach Jever (6. Boker-Auktion vom 14.11.1987, Heinrich Köhler, Los.Nr. 298)

    Ganzsache U9 - 1/2 Groschen orange mit Zusatzfrankatur Oldenburg Nr. 16Aa in rötlich orange mit blauem Ra2 "VECHTA 30/12" nach Oldenburg (2. Boker-Auktion vom 7.12.1985, Heinrich Köhler, Los-Nr. 156)

    Ganzache U9, 1/2 Groschen gelborange mit der Zusatzfrankatur einer Oldenburg Nr. 16Aa in (lebhaft) gelborange und dem DK I "OLDENBURG 17/4" nach Goldenstedt (bei Vechta) (Auktion Christoph Gärtner vom 7. April 2018, Slg. Peter Zgonc, Los-Nr. 401)

  • Blauer Ra2 "VECHTA" auf Oldenburg Nr. 16Aa in (rötlich) orange und Oldenburg Nr. 16Ab in rotorange (aus meiner Slg.) Die Farbunterschiede sind mitunter nur sehr gering.

    Oldenburg Nr. 16Aa, 1/2 Groschen in lebhaft gelborange und 16Ab, 1/2 Groschen in rotorange, jeweils mit dem Ra2 "ELSFLETH" (aus meiner Slg.)

    Nahbereichsbrief mit einer Oldenburg Nr. 16Aa, 1/2 Groschen (lebhaft) gelborange mit dem schwarzen Dk I "OLDENBURG 5/5" (1867) nach Munderloh/ Gem. Hatten (Auktion Christoph Gärtner vom 7. April 2018, Slg. Peter Zgonc, Los-Nr. 317)

    Oldenburg Nr. 16Aa (2), 1/2 Groschen lebhaft gelborange mit dem blauen Ra2 "WESTERSTEDE 16/9" (aus einem ebay-Angebot)

  • Die Markenfarben sind in der Darstellung ein recht schwieriges Kapitel, insbesondere wenn die Unterschiede in den Farbnuancen nicht sonderlich groß sind. Letztlich sind hier für Vergleiche nur die von mir selbst gescannten Marken im Farbvergleich verwendbar, die ich mit meinem Epson 600 erstellt habe. Bilder aus Auktionshäusern sind z.T. mit Scannern aufgenommen worden, die die tatsächlichen Farben u.U. deutlich verändert/ verfälscht haben.

    Zur Oldenburg Nr. 16A zeige ich noch einige interessante Belege:

    Brief mit einem Paar der Oldenburg Nr. 16Aa, 1/2 Groschen (rötlich) orange mit dem blauen Ra2 "GROSSENMEER" nach Ovelgönne (3. Boker-Auktion vom 15.03.1986, Heinrich Köhler, Los-Nr. 185)

    Bfst. Paar Oldenburg Nr. 16Aa, 1/2 Groschen rötlich orange (rechte Marke bereits leicht oxidiert) mit dem blauen Ra2 "GROSSENMEER 25 11" (aus meiner Slg.)


    Ganzsache U3A, 2 Groschen rosa mit der Farbfrankatur einer Oldenburg Nr. 16Aa, 1/2 Groschen in (lebhaft) gelborange und einer Oldenburg Nr. 18A, 2 Groschen in blassultramarinblau und dem DK "OLDENBURG 2/8" (1863) nach Frankreich. Das Weiterfranco betrug 2 1/2 Sgr. und wurde links unten in rot vermerkt. (Auktion Christoph Gärtner vom 7. April 2018, Slg. Peter Zgonc, Los-Nr. 379)

    Brief mit einer Oldenburg Nr. 16Ab, 1/2 Groschen rotorange und zwei Oldenburg Nr. 18A, 2 Groschen ultramarinblau mit dem Ra2 (KmS) "JEVER 31/7 * 10 - 11" (1866) nach Frankreich. Der 4 + 1/2 Groschen-Brief hat vorderseitig den preussischen Grenzübergangsstempel, einen roten P.D.-Stempel und den Vermerk "2 1/2" (Sgr.) für den ausländischen Portoanteil. (Slg. Westerloy, Auktion Joachim Erhardt vom 15.02.1992, Los-Nr. 9048)


    Nahbereichsbrief Oldenburg Nr. 16Aa in (lebhaft) gelborange mit dem DK II "OLDENBURG 29/12" an das Kloster Blankenburg (aus meiner Slg.)

    Oldenburg Nr. 16Aa, 1/2 Groschen in lebhaft gelborange und Oldenburg Nr. 16Ab, 1/2 Groschen in rotorange, jeweils mit dem Ra2 "BRAKE" (aus meiner Slg.)

    Überseebrief mit einer Oldenburg Nr. 16Ab - 1/2 Groschen in rotorange, Nr. 18A - 2 Groschen in ultramarinblau und 19A - 3 Groschen in hellgelbbraun aus "BRAKE 3/10" "via Bremen" nach New York, USA. Vorderseitig der FRANCO von Bremen. Von der Frankatur von 5 1/2 Groschen entfiel ein Anteil von 4 1/2 Groschen auf das ausländische Porto (Vorderseitig roter Stpl. "PAID 10" und der Vermerk "4 1/2" (Groschen)) (Auktionshaus Christoph Gärtner GmbH & Co. KG. Auktion vom 7. April 2018, Los-Nr. 330)

    Überseebrief "via Hamburg" mit einer Oldenburg Nr. 16Ab, 1/2 Groschen in rotorange und 2 x Oldenburg Nr. 19A, 3 Groschen hellgelbbraun mit dem Ra2 "DELMENHORST 28/2" nach Louisville, USA. Vorderseitig der Durchgangsstempel von Hamburg und der PAID-Vermerk "4 1/2" für den ausländischen Portoanteil. (Auktionshaus Christoph Gärtner GmbH & Co. KG, Sultion vom 7. April 2018, Los-Nr. 332)

    wird fortgesetzt...

  • Die Marke Oldenburg Nr. 16B, 1/2 Groschen- weiter Durchstich 10 - entstand Ende des Jahres 1866/ Anfang 1867 als ein Restbestand der Marken zu 1/2 Groschen mit diesem neuen Durchstich 10 versehen wurde. Diese Marke ist gestempelt selten. Und da es viele (günstige) ungebrauchte Marken der Oldenburg Nr. 16B gibt kommen Stempelfälschungen vor. Die Marke Nr. 16B hat zumeist die Farbe lebhaft gelborange oder hellgelborange. Ob es darüber hinaus die Markenfarbe rötlich orange als Nr. 16B gibt, weiß ich nicht. Ich habe hier bislang mit dieser Markenfarbe keine Einzelmarken und nur nur einen einzelnen Brief gesehen ("FRIESOYTHE"), der BPP-geprüft war. Florian Berger hat eine früheste Verwendung der Oldenburg Nr. 16B, 1/2 Groschen ab September 1867 festgestellt (Berger, S. 47). Zeitlich davor wurden die Restbestände der Oldenburg Nrn. 16Aa und 16Ab aufgebraucht.

    Abweichend von der Darstellung Bergers habe ich bisher eine einzelne Marke Oldenburg Nr. 16B, 1/2 Groschen lebhaft gelborange gesehen, die in "DELMENHORST" am 26.6.1867, also vor "September 1867" abgestempelt wurde (aus meiner Slg.) Dies ist möglicherweise die früheste Verwendung einer Oldenburg Nr. 16B.

    Nahbereichsbrief mit einer Oldenburg Nr. 16B, 1/2 Groschen hellgelborange - weiter Durchstich 10 - mit dem blauen Ra2 "CLOPPENBURG 23/11" (1867) nach Grönheim. Grönheim ist heute ein Ortsteil der Gemeinde Molbergen. (224. Rauhut & Kruschel - Auktion vom 19.-20.04.2024, Los-Nr. 847)

    Oldenburg Nr. 16B, 1/2 Groschen in hellgelborange mit dem schwarzen Dk I "OLDENBURG 30 12" (1867) (aus meiner Slg.)

    Fernbrief nach Schleswig-Holstein mit einem senkrechten Paar der Oldenburg Nr. 16B, 1/2 Groschen in hellgelborange (Farbe ist nicht "rötlich", durch Scanner leicht verändert und "dunkel gescannt") und einer m.E. Oldenburg Nr. 18B, 2 Groschen in blassultramarinblau mit dem schwarzen DK I "OLDENBURG 13/9" (1867) an das Kloster Preetz bei Kiel. Das Weiterfranco wurde noch mit 1 Sgr. ausgewiesen. Schleswig Holstein wurde bereits im Jahr 1864 durch Preussen besetzt. In Oldenburg galt für ganz Schleswig-Holstein ab 1865 ein Gesamtporto von 3 Silbergroschen. (330. Schwanke-Auktion vom 14. Mai 2011, Los-Nr. 594)

    Brief mit einem Paar der Oldenburg Nr. 16B, 1/2 Groschen in hellgelborange und dem schwarzen DK I "OLDENBURG 29/9" (1867) nach Elsfleth (119. Auktion Gert Müller vom 24. - 26. August 2023, Los-Nr. 2538)

    Ortsbrief Oldenburg Nr. 16B - 1/2 Groschen (rötlich) orange/ weiter Durchstich 10 - mit blauem Ra2 "FRIESOYTHE 16/12" (1867) ("Miracle de Couleur", 160. Auktion Dr. Wilhelm Derichs vom 13. 03. 2021, Los-Nr. 894)

    Dies ist bisher die einzige Marke bzw. der einzige Brief, den ich mit einer rötlich orangen Farbnuance gesehen habe. (BPP-geprüft)

    Dreierstreifen Oldenburg Nr. 16B, 1/2 Groschen gelborange (deutlich oxidiert) - weiter Durchstich 10 - mit dem schwarzen Ra2 ("bGK 6 lg. oP") "BREMEN 18 8 * 5 - 6" (1867) (aus meiner Slg.) Rückseitig Prüfstempel von Georg Bühler (doppelt) und Richter.

    Die Marke Oldenburg Nr. 16B, 1/2 Groschen wurde nicht am Postschalter des Stadtpostamtes Bremen verkauft, sondern durch einen Postkunden bei einem oldenburgischen Postamt erworben und nach Bremen mitgebracht ("eingeschleppt"). Über die Verwendung dieser Marken in Bremen als Frankatur auf einem Brief nach Oldenburg kann man nur Mutmaßungen anstellen. Tatsache ist, dass ein gebrauchter Dreierstreifen der Marke Oldenburg Nr. 16B - weiter Durchstich - sehr selten und wahrscheinlich sogar ein Unikat ist. Auch der Michel Deutschland-Spezial katalogisiert keine gebrauchten Dreierstreifen dieser Marke. Und mir ist auch keine weitere gebrauchte Einheit dieser Größe bekannt.

    Insbesondere Briefe mit der Oldenburg Nr. 16B sind sehr selten. Diese sind zumeist BPP-geprüft.

    Stempelfälschungen der Oldenburg Nr. 16B kommen vor. Und auch auf Durchstichfälschungen sollte man achten. Zu schmale bzw. "zu kleine" Marken sind ein "Alarmsignal". Der Durchstich ist oft auch nicht gut erkennbar. Komplettfälschungen der Nr. 16B, also der Marke und des Stempels habe ich noch nicht gesehen.

  • Die MiNr. 16 in Zähnung A scheint dem Postamt in Wildeshausen relativ früh ausgegangen zu sein, denn die Zähnung B findet sich häufig auf Briefen aus der berühmten Sander-Korrespondenz nach USA. Hier drei Beispiele mit einer 16Ba (Lose 110, 111 und 113 aus der 145. Auktion des Württembergischen Auktionhauses):

  • Moin, der mittlere Brief vom 6. 10. 1867 ist der 2. Brief mit einer Oldenburg Nr. 16B, 1/2 Groschen in rötlich orange, den ich sehe. Es gibt die Marke Oldenburg Nr. 16B folglich in den unterschiedlichen Farben lebhaft gelborange bis hellgelborange und rötlich orange.

  • Freut mich, dass auch Du den Farbunterschied wahrnimmst. Die Marke auf dem mittleren Brief ist meiner Ansicht nach die am besten erhaltene der 3 Marken, was die Alterung angeht, und ich glaube nicht, dass hier eine Oxidierung vorliegt. Daher gibt es meiner Ansicht nach - anders als im Michel verzeichnet - mindestens 2 Farbnuancen der 16B.

  • Ich bin immer etwas skeptisch. Der mittlere Brief "Nr. 19" war bei der 330. Schwanke-Auktion im Jahr 2011 auch schon im Angebot. Abbildungen im WILDESHAUSEN-Beitrag.

    Mit einer m.E. schon erdnussbraun oxidierten Oldenburg Nr. 16B. Es ist für mich schon erstaunlich, wie man es geschafft hat, diesen Brief wieder in einen TOP-Zustand zu bringen. Und vor allem, wie es möglich war, die m.E. vorhandene Oxidation wieder zu reparieren.

    So sieht dieser Brief heute aus.

  • Mit einer m.E. schon erdnussbraun oxidierten Oldenburg Nr. 16B. Es ist für mich schon erstaunlich, wie man es geschafft hat, diesen Brief wieder in einen TOP-Zustand zu bringen. Und vor allem, wie es möglich war, die m.E. vorhandene Oxidation wieder zu reparieren.

    Wahrscheinlich ist man mit Wasserstoffperoxid an die Sache herangegangen. In einigen wenigen Fällen habe ich das auch bereits angewendet. Es hat geholfen, Oxidierungen rückgängig zu machen. (Nicht alle Marken lassen sich auf diese Weise gut behandeln. Die Bayern 3 1xr will z.B. meist nicht mitspielen. Oxidierte gelbe oder orangene Stücke hingegen reagieren meist hervorragend.)

    Schwierig wird es bei Marken, wenn unterschiedliche Farben bei einer Prüfung vakant sind. Prüfer werden eine so gereinigte Marke in der Regel von der Prüfung auf Farbe ausschließen.

    Gruß Ludger

  • Admin-S 10. März 2025 um 20:42

    Hat den Titel des Themas von „Oldenburg Nr. 16, 1/2 Groschen (2024)“ zu „Oldenburg Nr. 16 - 1/2 Groschen (2024)“ geändert.