Oldenburg-Bayern Postvereinszeit

  • Hallo Freunde


    Obwohl es einen Thread für Bayern-Oldenburg gibt, gehören die von Oldenburg nach Bayern geschickte Briefe eigentlich hier hin.


    Leider habe ich nur zwei Oldenburg Briefe.


    Dieser Brief ist von Varel in März 1867 nach München geschickt und ist mit 3 x die Nummer 17A frankiert geworden. Ein Laufweg ist nicht von Stempeln her heraus zu finden. Aber zu dieser Zeit war das Bahnnetz gut ausgebaut und einen Umweg war wohl nicht hier die Sache weil der Brief von Oldenburg Stadt nach einen Tag München erreicht hat.


    Viele Grüsse
    Nils

  • Hallo bayern klassisch


    Danke für die Antwort :)


    Ob mein besser ist als dein wage ich nicht zu beurteilen. Ich finde auf jeden Fall dein Brief klasse :P :P :P


    Mein anderen Brief kommt hier ein wenn ich Zeit habe, kann maber auch hier sehen: Bayern - Oldenburg post 10.


    Viele Grüsse
    Nils

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

  • Hallo Schorsch,


    man kann die Verwendung auf 1863-65 einschränken, weil es den Stempel nur bis 1866 gab und er im Sommer 1866 von dort oben kaum über Preußen in die Pfalz gelaufen wäre (Krieg!). Man hätte den Brief dann wohl über Frankreich in die Pfalz gesandt, was teurer war. So einen hätte ich mal gerne gesehen ...


    Da Oldenburg meistens in blau stempelte, wird über den Aufgabestempel keine nähere Zeitbestimmung machbar sein, aber 3 Jahre Zeitfenster sind ja auch nicht übel.


    Briefe von dort in die Pfalz sind selten - schönes Stück!


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Liebe Sammlerfreunde,


    folgenden Brief möchte ich zeigen:
    Barfrankierter Brief (fr. 1 Sgr.- bis 1 Loth bis 10 Meilen) von Nohfelden
    (Preußische Postanstalt im Fürstentum Birkenfeld zum Großherzogtum
    Oldenburg gehörig), nach Annweiler in der Pfalz (Bayern) vom 14.4.1852.
    Adreßseitig Durchgangsstempel von Neunkirchen an der Saar, Homburg
    und Zweibrücken, sowie Ankunftsstempel von Annweiler.


    Beste Grüße von VorphilaBayern

  • Guten Abend Sammlerfreunde,

    .

    bei dem Beleg anbei weiss man gar so nicht recht, ob er denn überhaupt hierher passt, denn 1870 und DÖPV...naja. Nur wollte ich jetzt keinen extra-thread Oldenburg - Bayern eröffnen, das wäre wohl übertrieben.


    Unter Preußen kann man ihn auch nicht einstellen, denn das 502,83 km² große Fürstentum Birkenfeld, wo er herkam, war zwar seit 1850 von der preußischen Post und seit 1868 vom Norddeutschen Postbezirk verwaltet. Als Staatsgebiet des Großherzogtums Oldenburg war es jedoch von der preußischen Rheinprovinz (nur) umschlossen und wurde erst zum 1. April 1937 dem rheinischen Regierungsbezirk Koblenz zugeordnet.


    Mit dem Beförderungsjahr 1870 haben wir also einen netten "cross-over-Beleg", der als Dienstbrief auch sonst noch ein paar interessante "features" aufweist. So vermerkte der Absender, die Bürgermeisterei Neunkirchen/Nahe, die dem Amt Nohfelden zugeordnet war, bei dem an das nach Landstuhl in der bayerischen Pfalz adressierten Schreiben:


    Staatsdienstsache / Portofrei nach den Bestimmungen des Regulativs des Generalpostamts v. 15. Dec(em)ber 1869 über die Portofreiheiten mit Baiern

    .

    Es handelt sich dabei um die Ausführungs-Bestimmungen in Bezug auf das Gesetz vom 5. Juni 1869, betreffend die Portofreiheiten im Gebiete des Norddeutschen Bundes:


    http://www.philhaha.de/post/texte/regulativ.html


    In dessen Artikel 11 war zunächst bestimmt:


    Die Portofreiheit von Sendungen im Verkehre mit Baden, Bayern, Luxemburg, Oesterreich und Württemberg richtet sich nach den in der Anlage 1 abgedruckten, auf Verträgen beruhenden Bestimmungen.


    In Anlage 1 wird dann ausgeführt:

    .

    In Betreff der äußeren Beschaffenheit der aus dem Norddeutschen Postgebiete abgesandten, nach Baden, Bayern, Luxemburg, Oesterreich und Württemberg bestimmten Sendungen kommen die Vorschriften in Artikel 1 und 2 dieses Regulativs zur Anwendung; jedoch können die Sendungen auch mit dem Portofreiheitsvermerk "Staatsdienstsache", "Königl. Dienstsache" oder mit einer entsprechenden anderen Bezeichnung versehen sein.

    Artikel 1 und 2 des Regulativs bezogen sich wiederum auf A) die Befreiung von Portogebühren der regierenden Fürsten des Norddeutschen Bundes, deren Gemahlinnen und Witwen sowie B) auf die in reinen Bundesdienst-Angelegenheiten portofreie Beförderung von Postsendungen jeder Art innerhalb des Norddeutschen Postgebiets, wenn diese von einer Bundesbehörde abgeschickt oder an eine Bundesbehörde gerichtet sind.


    Was da dann über die Bahnstation der Türkismühle bei Nohfelden nach Landstuhl in die Westpfalz gerollt ist, war wohl kein Spaß, denn der Rückäußerungsvermerk zu dem leider nicht mehr eingelegten Anschreiben besagt:


    ...bitte mit dem ergebendsten Vermerke zurück, dass die Verurtheilten der hiesigen Gemeinde nicht angehören !

    Landstuhl den 2. Mai 1870 das Bürgermeisteramt


    Viele Grüße

    vom Pälzer