Bayern ArGe 2 I / Mi.2 I - 3 Kreuzer blau - die Erstausgabe

  • Es gibt weniger Stücke, als man meint, die in Übereinstimmung mit der Verordnung vom 12. November 1849 ordnungsgemäß entwertet wurden. Abgesehen davon, dass nunmehr der Stempel die Marke mindestens zur Hälfte überdecken musste, bestand nunmehr bei wechselseitiger Strafandrohung die Verpflichtung der Postanstalt, bei Abgabe an den örtlichen Briefträger alle ordnungsgemäß gestempelten Marken als Kontrollnachweis zusätzlich mit einem Federstrich quer zu kennzeichnen. Nicht etwa diente dieser Federstrich also der zusätzlichen Entwertung der Marke. Trotzdem habe ich beobachtet, dass der Federstrich quer oftmals entweder ganz fehlt oder ein Federstrich bzw. Federkreuz nur bei vorschriftswidriger Entwertung aufgebracht wurde. Also alles richtig gemacht!

  • ... und mit dem Plattenfehler noch besser ...

    Liebe Grüsse vom Ralph


    "Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen." Vicco von Bülow aka Loriot.

    "Great minds discuss ideas; average minds discuss events; small minds discuss people." Eleanor Roosevelt.

  • Hallo liebe Mitforumsianer! Frohe Ostern!

    Führt hier ein Forumsmitglied eventuell eine Statistik über belegte Stücke der 2I mit offenen MR und dem offenen MR "28" von Augsburg?

    Wieviele davon mag es geben?

    Falls jemand Ideen, Tipps oder Kalkulationen hat würde ich mich über Teilhabe freuen (auch vertrauliche PN....)

    Grüße von Andreas

  • Hallo zusammen!

    Auch Einzelmarken können gefallen, um diese hier konnte ich keinen Bogen machen: die Erstausgabe der 3 Kreuzer blau (Nr. 2 I) auf Briefstück mit Federzug und Zweikreisstempel von Regensburg entwertet. Der Stempel datiert auf den 31.Juli 1850 und stellt damit den Letzttag der Periode der Entwertungen mit Ortsstempel dar, ab dem 01.08.1850 waren die Marken mit dem Mühlradstempel zu entwerten.

    Viele Grüße

    kreuzer

  • Derartige Letzttags-Exemplare sind sehr viel seltener, als man denkt. Gratulation!

    Der Federzug diente übrigens nicht der Entwertung beim Aufgabepostamt, sondern diente der Bestätigung der ordnungsgemäßen Entwertung durch das weiterleitende Postamt.

  • Guten Morgen in die Runde,

    nachfolgenden möchte ich zeigen:

    Eine 2I auf Brief von Toelz nach Mühldorf - so gesehen eigentlich ganz normal.
    Aber:
    Am 2. Januar wurde ein Halbkreiser auf dem unfrankierten (!) Brief abgeschlagen und

    am 3. Januar erst wurde der Brief mit einer Marke versehen und entsprechend gestempelt.

    Rückseitig ist nur ein Eingangsstempel von Mühldorf vom 4.1. - keinerlei sonstige Vermerke.

    Momentan finde ich keine schlüssige Erklärung hierfür. War der Absender mit der Verwendung von Briefmarken noch nicht vertraut? Wollte er (eigentlich) einen Portobrief versenden - wozu aber dann der "frei"-Vermerk, der in gleicher Handschrift wie die Anschrift gehalten ist.
    Andere Erklärungen?

    Der Brief ist übrigens an den "bürgerl. Lebzelter" Niggel adressiert....ich musste auch erst nachsehen: Ein Lebzelter ist ein Lebkuchenbäcker. Wieder etwas gelernt....

    Beste Grüße
    Postgeschichte-Kemser



  • Servus Schorsch,

    feines Stück - Glückwunsch.

    Eine mögliche Lösung habe ich: Der Absender gab den Brief mit Frey-Vermerk auf der Post ab. Der Expeditor wollte 3x für ihn haben. Der Absender gab ihm das Geld. Am frühen Morgen schlug der Expeditor vorne (sonst eher hinten) seinen Stempel ab, stellte fest, dass er noch auf das gestrige Datum eingestellt war und stellte ihn einen Tag vor. Jetzt applizierte er die 3x Marke und schlug den richtig eingstellten Stempel ab.

    Nach der Dienstesvorschrift für Expeditoren war sofort nach Dienstantritt der Tagesstempel umzustellen - aber das wurde halt hier und da vergessen. Ich hatte vor einiger Zeit mal dazu in einem unserer Rundbriefe etwas geschrieben und gezeigt.

    Liebe Grüsse vom Ralph


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  • Hallo Sammlerfreunde,
    ein Kauf ohne über den Inhalt Bescheid zu wissen.
    Kempten - Obergünzburg vom 4.11.1849, ein Ankuftstempel fehlt.
    Innen eine Vertreterankündigung der Fa. Faber aus Wertheim am Main, gelegen in Baden,
    datiert mit "October 49".
    Gab es nicht erst kürzlich bei einem Auktionshaus einen Brief aus Baden oder Württemberg mit der Erstausgabe einer bayerischen Marke, der als frühester mit Marke frankierter Brief dieses Staates verkaufswirksam angepriesen wurde? Der Preis lag irgendwo im vierstelligen Bereich. Für einen Hinweis wo das war, wäre ich dankbar.
    Auch dieser Brief fällt natürlich in die Zeit bevor Baden zum 1.5.1851 Briefmarken verausgabte und auch dem DÖPV beigetreten ist. Er wurde wohl von einem Reisenden in Kempten aufgegeben. Versehen mit dem Absendervermerk vom October 1949 und dem Ortsaufgabestempel vom 4.11.1849 sicher kein schlechter Fang.
    Gruß
    bayernjäger

  • Bescheidene Frage, hätte nicht 1 Kr. Drucksachenporto gereicht ? Kenne jetzt allerdings die genauen Bestimmungen in dem Tarifzeitraum nicht, was handschriftliche Ergänzungen wie Datum und Namen anbelangt

    Gruß Klaus

    Wer später bremst,
    ist länger schnell !

  • ... eigentlich schon, aber es könnte auch eine Siegelung vorgenommen worden sein und dann wäre es vorbei mit dem günstigen Drucksachentarif.

    Liebe Grüsse vom Ralph


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  • Brauchst du nicht - aber war eine Siegelung vor dem Absenden vorhanden, oder wurde im Nachhinein etwas an-, oder eingesiegelt? Ich kenne beides.

    Liebe Grüsse vom Ralph


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