Vor- und Vorausentwertungen Bayerns auf 1-21

  • Lieber mikrokern,


    Ich muss Dich leider vertrösten. Mit dem Scan wird es diese Woche mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nichts mehr.


    Deine These zu dem Schönsee-Brief könnte theoretisch natürlich stimmen. In der Praxis halte ich sie für sehr unwahrscheinlich. Möglich wäre im übrigen natürlich auch eine bewusste Verfälschung. Zu dem Brief kann ich ergänzend noch soviel sagen: Sowohl die Information als auch das Bild habe ich von Dr. Menzinger persönlich. Inwiefern der Brief auf Fremdkleber u dgl. untersucht wurde, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis. Die Sem'sche Liste freilich ist längst überholt, da an die 20 Jahre alt. Da gibt es momentan mindestens doppelt soviele Orte mit VEen. es sei denn, es läge Dir eine andere Aufstellung vor als die im Kreuzer-Handbuch, von der ich nichts weiß.


    Viele Grüße von maunzerle :thumbsup:

    "Ein Leben ohne Philatelie (und Katzen) ist möglich, aber sinnlos!" (frei nach Loriot, bei dem es allerdings die Möpse waren - die mit vier Beinen wohlgemerkt)

  • Lieber mikrokern,
    Ich zeige hiermit das von Dir gewünschte größere Bild und bin gespannt auf weitere Erkenntnisse.


    Viele Grüße von maunzerle :thumbsup:

    Bilder

    "Ein Leben ohne Philatelie (und Katzen) ist möglich, aber sinnlos!" (frei nach Loriot, bei dem es allerdings die Möpse waren - die mit vier Beinen wohlgemerkt)

  • Hallo maunzerle,
    ja, wie ich vermutet hatte:
    es handelt sich um eine Platte 4 aus Neustadt a.d.A, verwendet 1859/60. Die beiden abgeschrägten Ecken oben verraten das.
    Auch sieht das Briefstück so aus, als wäre es oben zusammen mit dem Rand der Marke abgeschnitten, also hat man vermutlich eine anhängende hässliche oder fehlerhafte Marke des Paares abgetrennt und so das "Einzelstück" auf Briefstück erhalten.
    Für mich ganz eindeutig keine VE!

    Beste Grüsse vom
    µkern

  • Hallo mikrokern,


    Genau das gleiche habe ich mir auch schon gedacht, als ich jetzt selbst dieses Stück ein wenig genauer angeschaut habe. Ich glaube aber nicht, dass ich es ohne Deine Einwände (je) getan hätte. Wie gesagt, ich hatte die Marken auf dieser Steckkarte noch nicht wirklich unter die Lupe genommen und der erste Eindruck sprach halt für diese VE und zu verlockend war der VE-Gedanke, der sich aber bei genauerer Betrachtung tatsächlich nicht halten lässt, auch.


    Viele Grüße von maunzerle :thumbsup:

    "Ein Leben ohne Philatelie (und Katzen) ist möglich, aber sinnlos!" (frei nach Loriot, bei dem es allerdings die Möpse waren - die mit vier Beinen wohlgemerkt)

  • Lieber bayern klassisch,


    zuerst einmal - Glückwunsch zu dem schönen Brief aus Hersbruck: Marke sehr schön geschnitten, Stempel zentrisch und gerade aufsitzend, klarer Nebenstempel und saubere Erhaltung. Was will man eigentlich mehr?


    Aber an eine Vorausentwertung glaube ich nicht.
    Wenn der Brief mit dem MR-Stempel 199 in Marktheidenfeld (anstelle von Hersbruck) aufgegeben wäre, dann könnte es eine sein. Aber Hersbruck ist als Vorausentwerter ja nicht bekannt. Und mit dem fehlenden Übergang des MR-Stempels auf den Brief lässt sich eine VE allein nicht begründen. Da wäre z.Zt. wohl kein Prüfer bereit, den Brief als VE anzuerkennen.


    Trotzdem - auch so ein schöner Brief.


    Viele Grüße
    bayern-kreuzer

  • Lieber Bayern-Kreuzer,


    ich sage ja nicht, dass es eine VE ist - aber ich habe den Ort aber seit geraumer Zeit unter VE - Verdacht, daher habe ich das Stück mal günstig mitgenommen. Wenn es sich nicht als VE herausstellt, werde ich deine Beschreibung gerne zu meiner machen. ;)


    Mir kommt es darauf an, dass die Marke authentisch haftet und ob der Stempel durchdrückt. Jedenfalls werde ich berichten, wie es aussieht, wenn das Briefchen vor mir liegt.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Liebe Freunde,


    der unter # 86 gezeigte Brief kam heute gut hier an - aber er ist nicht mit einer VE - Marke beklebt worden. Das Mühlrad schlägt bei dem recht dünnen Papier durch, also Entwarnung. :D


    Liebe Grüsse von bayern klassisch


    P.S. Kann jemand mit der Adressangabe L Nr. 601 in Nürnberg etwas anfangen?

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • @ bayern klassisch: evtl. Postfach?


    Hallo zusammen!


    Folgendes Briefstück mit Nr. 9 kam heute bei mir an. Eigentlich hatte ich es gekauft, weil es an der rechten unteren Ecke eine Besonderheit aufweist. Das Druckstöckel hatte anscheinend seine besten Zeiten schon hinter sich und war an der rechten unteren Ecke gebrochen.


    Bei näherem hinsehen fiel mir jedoch auf, dass der Stempel oben abgeschnitten ist, links ist ein Teil eines anderen Stempels zu sehen. Wasserspuren kann ich nicht erkennen. Der Scheinfelder Expeditor ist ja ein bekannter Vorausentwerter. Nur der untere Rand macht mich etwas stutzig, hier wurde der Bayernbruch überstempelt, es scheint aber keine Stempelfarbe auf dem Briefpapier zu sein. VE oder nicht?


    Viele Grüße


    kreuzer

  • Hallo kreuzer,


    an Postfach habe ich auch schon gedacht, dann wird es wohl eines gewesen sein.


    Dein BS scheint eine VE zu sein, auch wenn der Stempel etwas unüblich auf dem Kopf steht ...


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo kreuzer,


    Mit Sicherheit eine VE. Ich war der Zweitbieter. Es ging nur um ein paar Cent zwischen uns.


    Viele Grüße von maunzerle :thumbsup:

    "Ein Leben ohne Philatelie (und Katzen) ist möglich, aber sinnlos!" (frei nach Loriot, bei dem es allerdings die Möpse waren - die mit vier Beinen wohlgemerkt)

  • Na dann hatte ich ja nochmal Glück :D
    Wobei ich wahrscheinlich noch ein paar Cent draufgepackt hätte, wenn ich überhaupt gemerkt hätte, dass es eine VE ist :whistling:

  • Hallo,


    die Vermutung hatte ich auch, was mich allerdings etwas skeptisch gemacht hat, dass die drei Stempelfarbspuren am Rand in einer Linie verlaufen und nicht leicht "kreisförmig". Hab daher auch nicht bis zum Schluss mitgeboten. Aber vielleicht ist der Höchstbietende ja hier im Forum und kann uns berichten...


    Viele Grüße


    kreuzer

  • Hallo kreuzer und mikrokern,


    Ich habe das Teil natürlich auch beobachtet, aber ich war schlichtweg zu feige, das Risiko einzugehen. Ich wünsche aber dem neuen Besitzer von Herzen, dass er für seine Risikobereitschaft belohnt wird. Wenn die Marke tatsächlich ursprünglich haftet, dann hat er eine der schönsten und seltensten VEen für kleines Geld erworben.


    Die These von den halbkreisförmigen Spitzen sah ich nicht als Hindernis, denn nur selten enden die Mühlradspitzen genau dort, wo sie der Geometrie nach enden sollten. Außerdem meine ich, dass man das bei dem Scan gar nicht so genau sehen kann. Der Verkäufer jedenfalls hatte bestimmt keine Betrugsabsichten, denn er antwortete auf meine Anfragen so unbedarft, dass es nicht gespielt sein konnte.


    Viele Grüße von maunzerle :thumbsup:

    "Ein Leben ohne Philatelie (und Katzen) ist möglich, aber sinnlos!" (frei nach Loriot, bei dem es allerdings die Möpse waren - die mit vier Beinen wohlgemerkt)

    Einmal editiert, zuletzt von maunzerle ()

  • Hallo Sammlerfreunde,


    diesen Brief habe ich mir auch eingehend angesehen. Die gerade Anordnung der drei schwarzen Stempelspuren ist mir auch aufgefallen. Zudem habe ich mir die Mühe gemacht die Marke stark zu vergrößern. Ich habe festgestellt, dass am rechten Rand der Marke eine Trennungslinie verläuft. Auf dieser Trennungslinie ist nirgendwo schwarze Stempelfarbe zu sehen. Folglich stehen die drei schwarzen Stempelspuren ohne Verbindung zum rechten Aussenrand frei auf der Marke. Ein Stempelfragment eines weiteren Mühlradstempels hätte eigentlich auch über diese Trennungslinie gehen müssen. So befürchte ich, es wird vermutlich wohl nichts mit der VE. Aber vielleicht hatte der Käufer ja doch die richtige Nase.


    Gruß
    bayernjäger

  • Hallo Freunde,


    Wie im 9 Kreuzer grün-Thread versprochen heute die Abbildung des einzig mir bekannten Bischofsbriefes mit VE. Leider ist die Abbildung nicht scharf und auch nur auf einem Albenblatt mit anderen Marken, aber ich meine, die VE ist doch deutlich sichtbar. Ich habe die Abbildung vor Jahren aus ebay entnommen. Das Albenblatt war Teil einer ganzen Sammlung, deren Kauf ich mir aber nicht antun wollte.


    Viele Grüße von maunzerle :thumbsup:

    Bilder

    "Ein Leben ohne Philatelie (und Katzen) ist möglich, aber sinnlos!" (frei nach Loriot, bei dem es allerdings die Möpse waren - die mit vier Beinen wohlgemerkt)

  • Lieber maunzerle,


    vielen Dank für die Seite - ich glaube, dass Velden so gut wie alles voraus entwertet hat, wenn es nicht gerade Übergänge beim Stempel gibt, gerade so wie Mühldorf, Scheinfeld und ein paar andere auch.


    Für mich ist das Kriterium, wenn es keine Schaufelspitzen gibt, der fehlende Durchdruck im Briefpapier; gerade Velden hat sehr hart gestempelt und wenn das Papier nicht gerade kartonartig war, MUSS es einen Durchdruck geben, weil es physikalisch gar nicht anders möglich ist. Außer eben bei einer VE ...


    Da Prüfer i. d. R. nicht erkennen können, ob eine Marke ursprünglich haftet, halte ich mein o. a. Argument für genauso schlüssig, wie bei einer geprüften VE die nicht übergehenden Mühlradstempelfragmente, denn ich könnte immer eine Marke mit nicht übergehendem Stempel ablösen und eine mit VE - Optik aufpappen.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber bayern klassisch,


    Da stimme ich Dir wieder mal in allem zu, und dennoch gebe ich zweierlei zu bedenken:


    1. Optisch hast hast Du von einem Durchschlag leider gar nichts, d.h. Du kannst ihn im Album nicht zeigen.


    2. Spätestens beim Wiederverkauf wirst Du merken, dass der Käufer nicht so denkt wie wir beide.


    Ähnlich ist es meiner Meinung nach auch mit losen Marken, die VE-Schaufeln zeigen und von nachgewiesenen Orten sind. Da gibt es doch auch keinen Zweifel, dass es VEs sind, und dennoch wirst Du mit solchen Marken immer auf taube Ohren stoßen. Davon kannst Du für Dich noch so überzeugt sein und das mag für den Sammler selbst sogar ok sein, aber sobald Du mit der Sammlung an die Öffentlichkeit gehst, ist es mit Deiner VE vorbei. Da beißt die Maus keinen Faden ab.


    Es ist halt nun mal so, dass die Prüfer bestimmen, was eine VE ist und was nicht, und nicht wir beide, so traurig das auch ist.


    Liebe Grüße von Kartograph maunzerle :thumbsup:

    "Ein Leben ohne Philatelie (und Katzen) ist möglich, aber sinnlos!" (frei nach Loriot, bei dem es allerdings die Möpse waren - die mit vier Beinen wohlgemerkt)