R1 SPANDAU Feuser 3118

  • Hallo, ich habe hier eine Correspondenzkarte von 1873 (also eigentlich schon DR), aber mit einem AD Stempel von SPANDAU.

    Ich habe in Feuser den R1 SPANDAU mit Gross-und Kleinbuchstaben gefunden Pr 3118, in Stampx gibt es keine Abbildung.

    Ist eine Variante mit Grossbuchstaben aehnlich einzuordnen, noch etwas besonderes als ohnehin der von Feuser angegebene... und wie sollte ich ihn am besten beschreiben? "aehnlich FEUSER 3118 aber mit Grossbuchstaben" ... (hoert sich schlimm an).

    Ausserdem, ist es "normal" einen Bahnstempel rueckseitig so als Ankunftsstempel abzuschlangen ????

    Vielen Dank!


    LG Andreas

  • Der R1 SPANDAU ist im Katalog der Bahnpoststempel als Stationsaufgabestempel mit einer Verwendung im Jahr 73 und 74 gelistet. Preislich liegt er auf einer Höhe mit dem von Dir genannten Stempel mit Kleinbuchstaben.

    Und ja: Bahnpoststreckenstempel können auch auf der Rückseite vorkommen.


    Schöne Postkarte mit einem durchaus seltenen Stempel.


    Grüße


    Alexander

  • Der Empfänger ist auch interessant. Wer sich ein wenig mit historischen Möbeln beschäftigt kommt im 19. Jahrhundert nicht an den Gebrüdern Thonet vorbei. Offensichtlich waren aber nicht alle Kunden zufrieden, denn es wird ein Thonet-Stuhl im Wert von 5 Thalern reklamiert.

    Gruß


    wuerttemberger

  • Einen schönen Sonntagmorgen in die Runde.


    Im Stempelhandbuch "Die Post in Spandau - Dokumentation von 1800-2003 - Forschungsergebnis des Briefmarkensammler-Klub Spandau 1904 e.V. - bearbeitet von Bernhard Albrecht" ist der R1 "SPANDAU." mit einer Verwendungszeit 23.09.1869 - 01.03.1919 gelistet.


    Gruß

    Ralph

    Gruß

    Ralph

  • Vielen Dank fuer die vielen Antworten. Komisch, wenn er so lange aktiv war, nicht bei Feuser gelistet ist. Aber das wird schon seinen Grund haben.

    Wegen Thonet: das war der Grund warum ich ihn gekauft habe :) Bin selbst Designer, da kommt man um Thonet gar nicht drum rum.

    Mich wuerde interessieren, welcher der Modelle es war, das fuer 5 Thaler verkauft wurde (sehe ich als nicht billig an). Thonet verkaufte ja nach Nummern, z.B. Thonet Nr 14 ist der beruhmte Wiener Cafèhaus Stuhl.


    LG Andreas

  • Hallo Alexander,


    im KBHW ist der Stempel mit den gleichen Daten gelistet (V187). Die Bewertung dort: DR auf Brief 500

    Er scheint also nicht gerade häufig zu sein.


    beste Grüße

    Dieter

  • Gugstu:



    war so in Ebay...

    Hallo, aber war doch kaum fuer 5 Thaler drinnen. .. Thonet hat viele verschiedene Stuhle gemacht. Ich muesste einen Katalog von 1873 mit Preisen finden, um eine moegliche Antwort zu haben. Aber die Welt geht auch ohne dieses Wissen nicht unter :D

    @ Dieter: Vielen Dank fuer die Info, ergaenze ich gleich!


    LG Andreas

  • Der Stempel ist ganz sicher selten und die Wahrheit wird wohl irgendwo dazwischen liegen. Ich glaube den Bewertungen aus dem KBHW bei aller Mühe, die sich die Autoren gemacht haben, nicht mehr uneingeschränkt. Die Preise, die dort zum Teil aufgerufen werden, stammen ja alle noch aus der goldenen Zeit und da bin ich einfach nur vorsichtig geworden. Einige Stempel sind inzwischen doch häufiger als bei Drucklegung vermutet, ich denke nur an den BERLIN P.A. No 1, KBHW 167, der inzwischen zwar immer noch gesucht, aber zu sehr moderaten Preisen umgesetzt wird.

    Aber das soll die Karte nicht kleinreden. Ich kenne den einen oder anderen Sammler, der sich darüber sehr freuen würde und ein schmuckstück ist er allemalen. Wir wissen ja alle, dass sich die Liebe zur Philatelie nur schwerlich vergolden lässt...


    Und Andreas: Vom Preis war nicht die Rede, nur von der Modellnummer....

  • Hallo Alexander, verstehe. Aber ich lese: "den gekauften Thonet Stuhl fuer 5 Thaler"... aber keine Stuhlnummer. Also nicht Thonet Nr 5. So lese ich das.

    Vielen Dank auf jeden Fall ...

    Wegen Bewertungen, ob Michel oder andere Kataloge: mehr als eine Richtlinie koennen sie ja kaum (mehr) sein und das meiste haengt davon ab, ob ein Sammler fuer etwas Geld ausgeben will.

    LG Andreas