Eisenbahnverbindungen

  • Liebe Sammelfreunde


    ich hoffe heute mal weitere Informationen zu der Verbindung Berlin - Cöln zu bekommen.


    Dazu möchte ich einleitend erwähnen, dass sehr frühzeitig in Berlin darüber nachgedachte wurde, eine Verbindung zum Rhein zu schaffen. Interessanterweise wurden hierfür zwei verschiedene Wege in Betracht gezogen. Einerseits war es eine Verbindung "mitten" durch Deutschland ab Halle über Erfurt nach Cöln. Von Berlin aus gesehen gab es eine Verbindung nach Halle über die beiden Strecken Berlin - Köthen und über die Verbindung Magdeburg - Leipzig. In Köthen trafen sich die beide Strecken, so daß sich der erste Kreuzungsbahnhof dort befand.


    Die andere Möglichkeit war der Weg nördlich über Magdeburg - Braunschweig - Hannover - Minden - Cöln. Favorisiert wurde eigentlich der erste Weg. Jedoch ist es so, daß der zweite, also nördliche Weg recht schnell aufgebaut wurde. Ab wann der komplette Weg zweigleisig und als "Schnellzugstrecke" ausgebaut, wurde kann ich leider nicht genau sagen...


    Nach den Anfang des Threads vorgestellten Link, ist Ende 1847 eine komplette Verbindung aufgebaut, allerdings erstmal über Umweg Köthen, da es von Berlin nach Magdeburg noch keine Verbindung bestand. Jedenfalls war mit dem DÖPV eine Verbindung von Berlin über Magdeburg möglich, da die Elbüberquerung ab Mitte 1848 möglich gewesen war.


    Ein weiteres Teilstück zur Gesamtstrecke war die Verbindung zwischen Magdeburg und Halberstadt. Eröffnet werden sollte diese, wie schon erwähnt, gemeinsam mit der Strecke Oschersleben - Braunschweig am 16. Juli 1843.


    Mich würden nun die weiteren Teilstück interessieren.


    Mit freundlochem Sammlergruss


    Ulf

    • Offizieller Beitrag

    Hallo regiduer


    Es ist immer interessant diese Tabellen zu sehen. :)


    Weiss du welche Jahre die Gültigkeit dieser Tabellen waren?


    Und die Europatabelle kannst du gern etwas grosser einscannen so dass man einfacher lesen kann. Bis 600 ist möglich.


    Viele Grüsse
    Nils

  • Liebe Sammelfreunde


    ein netter Brief ist mir in das Netz gegangen und da er auch direkt mit Mosigkau in Verbindung steht, freue ich mich sehr.


    Der Brief wurde am 07.04.1867 in Berlin aufgegeben und ging "An den Gemeinde-Vorstand in Mosigkau bei Dessau" und dass alles innerhalb weniger Stunden. Das Porto von 2 Sgr. durfte der Vorstand natürlich übernehmen.

    Der Inhalt ist natürlich sehr interessant:


    Auf die am 18ten vom Mts: bei uns eingegangene Vorstellung vom 20ten December 1866 wird Ihnen zur weiteren Bekanntmachung an die mitunterzeichneter Ortsvorstände hierdurch der Bescheid ertheilt, daß es zum Zwecke prompter und fahrplanmäßiger Beförderung der Züge nicht möglich ist, Schnellzüge auf Station Mosigkau anhalten zu lassen und Ihrem desfalltigen Gesuche daher nicht entsprochen werden kann.

    Berlin, den 6ten April 1867

    die Direction

    der Berlin-Anhaltischen Eisenbahn Gesellschaft

    Unterschrift (für mich unleserlich)


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

  • Lieber Magdeburger,


    immerhin haben sie es versucht! :thumbup:

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Demokratie ist, wenn zwei Wölfe und ein Schaf über die nächste Mahlzeit abstimmen. Rechtsstaat ist, wenn das Schaf überlebt.

  • hallo Ulf,

    könnte die Unterschrift Fourier lauten? Zumindest der vordere Teil lautet wohl so.

    Bekannte Persönlichkeit dieses Namens ist der Mathematiker Jean Baptiste Joseph Fourier.

    viele Grüße
    Erwin W.
    preussen_fan

  • Hallo,

    hat jemand eine "educated opinion", was die Bevorzugung/Auslastung der Strecke Köln/Frankfurt - rechtsrheinisch via Lahnstein-Wiesbaden, oder linksrheinisch via Bingerbrück - mit Post nach Bayern betrifft? Wurde da immer situativ entschieden, oder gibt es eine Tendenz zu einer der beiden Varianten?

    Beste Grüsse vom
    µkern

  • Lieber Wilfried,


    die deutschen Bahnverwaltungen, und derer gab es schon einige, hatten ihre Fahrpläne immer untereinander abgestimmt und die individuellen Abstimmungsergebnisse den jeweiligen Postverwaltungen informativ mitgeteilt, oder, um es klarer zu sagen, Chef: Bahn, Angestellter: Post.


    Von daher denke ich, dass von-bis mal die eine und von-bis mal die andere Route eingeschlagen wurde. Andernfalls hätte man in Preussen festlegen müssen, dass Korrespondenzen aus ABC über DEF nach GHI immer dieser, oder jener Bahnpost zuzukartieren waren.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Demokratie ist, wenn zwei Wölfe und ein Schaf über die nächste Mahlzeit abstimmen. Rechtsstaat ist, wenn das Schaf überlebt.

  • Die Frage, auf welcher Rheinseite Post befördert wurde, stellt sich ernsthaft erst ab 1870, als auf beiden Seiten von Bonn in Richtung Süden die Bahnlinie fertiggestellt war. Rechtsrheinisch gab es nur in Richtung Köln noch eine kleine Lücke.

    Wie Ralph schreibt: die Fahrpläne waren bekannt und es wurde die nächstmögliche Verbindung genutzt. Im Gegensatz zu heute legte man großen Wert auf schnelle Beförderung.


    Dieter

  • Hallo Dieter,

    im Jahr 1866 und danach gab es keine Lücke zwischen Frankfurt und Köln, weder rechts- noch linksseitig.

    Beste Grüsse vom
    µkern

  • Dann stimmen die Karten von von ieg-Maps auf dem Server der Uni Mainz nicht. :(

    Leider werden die seit geraumer Zeit nicht mehr gepflegt.

    Ich habe mal gesucht: Nach dem verlinkten Wikipedia-Artikel stimmen die Karten allerdings. Es gab danach bis 1869/70 rechtsrheinisch ab Neuwied eine große Lücke in Richtung Norden.


    viele Grüße

    Dieter

  • Neuwied liegt rheinabwärts vor Koblenz. Die beiden Verbindungen, um die es mir hier geht, sind Koblenz-Bingerbrück (-Rüdesheim-Frankfurt bzw. Mainz-Frankfurt) linksrheinisch vs. Oberlahnstein-Rüdesheim-WI-Frankfurt rechtsrheinisch, also ab der Pfaffendorfer Brücke.

    Sorry, falls ich mich da bei meiner Anfrage etwas ungenau ausgedrückt haben sollte...

    Beste Grüsse vom
    µkern