Zeppelin Briefe und Karten aus USA, Argentinein, Paraguay und Ungarn

  • Mit dem letzten, dem neunten Beleg, endet dann auch meine heutige Doktorarbeit. Es handelt sich m.E. um ein ungarischen Beleg zur Landungsfahrt nach Ungarn vom 28.- 30.03.1931.

    Es ist ein Beleg der Budapest Rundfahrt und er trägt den ungarischen Postsonderstempel in Type I.


    Auf dieser Rundfahrt wurden große Mengen an Post befördert, nämlich 15.359 Postkarten und 17.070 Briefe. Als Frankatur fand u.a. die anlassbezogene Flugpostausgabe zu 2 P. Verwendung.


    Es sollte sich um die Sieger 102 A b (150 EUR) und Michel 162 A b (85 EUR) handeln.

    Beste Grüße

  • Moment, zum tollen Beleg von Ulrich möchte ich auch noch kurz ausführen.


    Auch er stammt von der Fahrt zur Weltausstellung in Chicago vom 14.10. - 02.11.1933 und von der Rückfahrt von Chicago nach Friedrichshafen.

    Er trägt auch den Bestätigungsstempel der amerikanischen Post in Type 4 "...from Chicago".


    Weshalb hier die Frankatur durch die hübsche Flugpostausgabe der US-Post Mi.Nr. 358 zweifach erfolgt ist, erklärt sich mir allerdings auch nicht.

    Oftmals betrugen die Porti für die Briefe den doppelten Satz derer von Postkarten. Aber es sind beides Briefe. Insofern kann ich es derzeit auch nicht erkären.

    Leider sind die Stempelabschläge teilweise sehr verblichen und am Scan nicht gut zu erkennen. Auch die vorderseitige Tönung des Beleges hemmt meine Begeisterung ein wenig, Aber dafür macht der Beleg einen sehr hübschen Gesamteindruck und er lief einmal nicht an die übliche Adresse in Lorch...


    Auch hier erfolgte die Weiterbeförderung von Friedrichshafen nach dem Zielort Nürtingen mit Luftpost.


    Es sollte sich auch hierbei um die Sieger 244 C (175 EUR) und Michel 355 C d (180 EUR) handeln. Ggf. kleine Zuschläge für die Mehrfachfrankatur.

    Beste Grüße

  • Kontrollratjunkie , vielen herzlichen Dank für deine Ausführungen.

    Da es sich um keinen normalen Brief handelt, sondern um ein Liperello zur Ausstellung mit 18 Abbildungen hoffte ich eigentlich auf eine Klärung der MEF über das Gewicht.

    Gibt es für die 50cent eine Gewichtsgrenze?

    Die Tönungen sind auf dem Scan deutlich störender als beim Original, wahrscheinlich einige Jahre unproffessionell gelagert.

    Aber erstmal bin ich froh dieses Teil in meiner Nürtingen Incoming zu haben.

    Grüße aus Bempflingen
    Ulrich


    Das Leben ist viel zu kurz um es mit billigen Weinen und den falschen Menschen zu verbringen. (Lebensweisheit, inspiriert bei Goethe) :)

  • Wen ich mir ansehe wieviele Belege da teilweise bedfödert wurden und wie relativ hoch die bewertet werden?? Gibt es so viele Sammler dafür oder ging viel verloren?


    Meine Overland Mail Sachen sind viel seltener aber oft auch nur in der Preisklasse!

  • Guten Abend Rainer,

    das ist das schwere Los des Spezialisten, nicht die Seltenheit macht den Preis, sondern die Nachfrage.

    Grüße aus Bempflingen
    Ulrich


    Das Leben ist viel zu kurz um es mit billigen Weinen und den falschen Menschen zu verbringen. (Lebensweisheit, inspiriert bei Goethe) :)

  • In meiner Sammlung finden sich auch Stücke, die erheblich seltener sind, als die berühmten Marken mit dem Kopfbild der Königin. Im Verkaufsfalle würde ich allerdings ebenfalls einen Erlös erwarten, der die Seltenheit nicht annähernd spiegelt.


    Zeppelinbelege waren schon immer sehr beliebt und werden noch heute vernünftig bezahlt. Unsummen sollte man natürlich nicht erwarten. Auch hier ist die Katalogbewertung nur ein Richtwert untereinander.

    Beste Grüße

  • Kontrollratjunkie , vielen herzlichen Dank für deine Ausführungen.

    Da es sich um keinen normalen Brief handelt, sondern um ein Liperello zur Ausstellung mit 18 Abbildungen hoffte ich eigentlich auf eine Klärung der MEF über das Gewicht.

    Gibt es für die 50cent eine Gewichtsgrenze?

    Die Tönungen sind auf dem Scan deutlich störender als beim Original, wahrscheinlich einige Jahre unproffessionell gelagert.

    Aber erstmal bin ich froh dieses Teil in meiner Nürtingen Incoming zu haben.

    Hallo Ulrich,


    möglicherweise hat die US-Post wegen des wohl deutlich höheren Gewichtes einen höheren Portosatz verrechnet. Dazu fehlen mir leider entsprechende Informationen.

    Bei einigen wenigen Fahrten notiert das Postgebührenhandbuch höhere Porti für deutsche Belege, ausländische Auflieferungen werden leider nicht ausgeführt. Sollten mir dazu einmal Informationen über den Weg laufen, ergänze ich hier gerne noch.


    Beste Grüße
    Rüdiger

    Beste Grüße

  • Hallo Ulrich,


    was wiegt denn dein Beleg? Das Gewicht sagt dann vermutlich schon viel aus.

    Die Zahlen, die KJ mitliefert haben mich sehr erstaunt. Jetzt wundert mich nicht mehr, daß so viele Zeppelinbelege auf dem Markt sind.


    beste Grüße

    Dieter