Die preußischen Entwertungsarten

  • Tolle Seiten (und Inhalt), Erwin! Ich finde auch die Marken und Stempel schön genug. Man kann ja im Laufe der Zeit einige Exemplare ersetzen, wenn man sie günstig findet. Oder ausstellen will.

    Meine ästhetische Empfehlung: schränke Dich nicht ein, indem Du Text links und Marken/Belege rechts zeigst. Lockere die Seiten auf, indem Du die Anordnung variierst.


    Liebe Sammlergrüsse,


    Papiertiger

  • Lieber Erwin,


    bei dieser Blattgestaltung würde ich den Text "1 Silbergroschen-Marken ..." etwas nach oben verschieben, damit das optische Loch darüber verschwindet. Den Brief würde ich mehr zentrieren, dann wirkt das Blatt ausgeglichener.


    Viele Grüße

    Michael

    Mitglied im DASV - Internationale Vereinigung für Postgeschichte

  • Danke Michael,

    Text nach oben ist OK, aber Briefe orientiert ich stets rechts. Einzige Möglichkeit, ich setze die beiden rausgezeichneten Stempel vom Brief nicht unter- sondern nebeneinander.

    viele Grüße
    Erwin W.
    preussen_fan

  • Lieber Erwin,


    du solltest den Brief zumindest etwas nach links ziehen. Die Marken und Nummern-Stempel haben ja auch einen etwas größeren Abstand zum Rand.


    Dieter

  • Hallo Erwin,

    die Gestaltung einer Sammlung ist ja immer auch Ansichtssache.

    Mir persönlich ist auf der Seite einfach zu viel Nichtphilatelistisches zu sehen. Die vielen Abbildungen der Ringstempel erdrücken die Marken regelrecht und lassen diese als dunkle Flecken ohne Aussagekraft verschwinden. Du willst doch hier philatelistisches Material zeigen, oder?

    Ich würde allerhöchstens vier Ringstempelabbildungen zeigen. Jeweils einen mit einer, zwei, drei und vier Ziffern, das genügt zur Dokumentation. Dazu natürlich die passenden Marken. Dazu kannst du noch weitere Marken mit anderen passenden Ziffernfolgen anfügen ohne jeden Stempel zu zeigen. Niemand sieht sonst nach den Marken, da sich er Blick schon sehr auf die Abbildungen konzentriert.

    Gruß

    bayernjäger

  • Hallo Erwin,


    Ich sehe das genauso wie bayernjäger. Setze doch einen Ringstempelmuster nach links und unter den Marken klein geschrieben die Nummer und den Ort.
    Dann ist das Blatt optisch nicht überladen und du hast Platz für Anderes.

    LG vom Bayernspezi ! (Franz)

  • Liebe Sammlerfreunde,

    vielen Dank für eure Kritik und die konstruktiven Vorschläge. Das muss ich mir alles nochmal durch den Kopf gehen lassen.
    Aber es ist eine Stempelsammlung und die Nummernstempel sollten die Marken schon satt entwerten, so dass sie nicht wiederverwendet werden konnten, sie stechen also hervor.
    Vielleicht mal eine nette Geschichte, wie ich mich im Moment ein bisschen fühle: ;)


    Geschichte vom Vater, vom Sohn und vom Esel

    In der glühenden Mittagshitze zogen ein Vater, sein Sohn und ein Esel durch die staubigen Gassen einer Stadt. Der Vater saß auf dem Esel, während der Junge daneben herging. Da sagte ein Vorübergehender: „Der arme Junge. Seine kurzen Beine können mit dem Tempo des Esels kaum mithalten. Wie kann ein Vater so faul auf dem Esel sitzen, während der Junge vom Laufen ganz müde wird.“


    Der Vater beherzigte diese Worte und setzte seinen Sohn auf den Esel. Bald darauf kam ein anderer Mann vorbei und rief: „So eine Unverschämtheit. Der Bengel sitzt wie ein Sultan auf dem Esel, während sein armer, alter Vater nebenherläuft.“


    Dies schmerzte der Jungen, der daraufhin den Vater bat, sich hinter ihn auf den Esel zu setzen. Bald darauf rief eine vorbeigehende Frau entrüstet aus: „Hat man so etwas schon gesehen? So eine Tierquälerei! Der Rücken des armen Esels hängt völlig durch, und der alte und der junge Nichtsnutz ruhen sich auf ihm aus, als wäre die arme Kreatur ein Diwan!“


    Daraufhin stiegen Vater und Sohn wortlos vom Esel herunter, nahmen das Tier in ihre Mitte und gingen rechts und links daneben her. Kurze Zeit später machte sich ein Fremder über sie lustig: „So dumm möchte ich ja im Traume nicht sein. Wozu führt ihr denn den Esel spazieren, wenn er nichts leistet, euch keinen Nutzen bringt und nicht einmal einen von euch trägt?“


    Vater und Sohn sahen einander wortlos an, dann packte der Vater den Esel bei den Vorderbeinen, der Sohn nahm ihn bei den Hinterbeinen, und so trugen sie beide ihren Esel für den Rest des Weges.


    nach Hodscha Nasreddin


    viele Grüße
    Erwin W.
    preussen_fan

  • Kurz um

    Man kann es niemals allen recht machen!

    Dies ist so klar wie der allmorgendliche Sonnenaufgang.


    Ich sagte mal einem Vorgesetzten


    Mache ich es so das möglichst kein Schaden entsteht, ist es falsch.

    Mache ich es so wie die Vorschriften es verlangen, ist es falsch.

    Mache ich gar nichts, ist es falsch.

    Aber bei der 3. Variante ist der Aufwand am geringsten.


    Lieber Erwin

    Mir gefallen deine Blätter. Klar das auch ich das eine oder andere änderst gestalten würde. Das ist menschlich. Nimm von all den Vorschlägen was du für gut empfindest und vor allem lass dich nicht verrückt machen.


    Bei mir wurde früher einmal auch alles kritisiert.

    Ich war soweit das ich die Philatelie aufgab.

    Mittlerweile mache ich was MIR gefällt.

    Den ewigen Nörglern sage ich nur noch 4 Buchstaben (gelle R.K.)

  • Hallo Erwin,

    zunächst vorab, jeder soll seine Sammlung so aufmachen, wie er möchte.

    Ich kann mich mit den Abbildungen nicht anfreunden, gerät da doch der philatelistische Originalbeleg in den Hintergrund. Der Blick fällt wegen der deutlichen Stempelbilder immer wieder zuerst dorthin und nicht auf den Brief.

    Für meine Sammlung habe ich eine andere Art der Aufmachung gewählt und komplett auf Abbildungen verzichtet.

    Anbei zwei Seiten zum Thema Stempel.

    Es geht auch so und jeder muss sich zwangsläufig mit dem Beleg und dem Text darunter beschäftigen.

    Gruß

    Udo



  • ....und hier noch ein Beispiel.

    Hier wird das Gegenüber gezwungen den Text und den Brief genau anzusehen. Es sind aber alle notwendigen Informationen über Stempel usw. vorhanden ohne eine zusätzliche Abbildung zu nutzen.

    Gruß

    Udo


  • Hallo Udo,


    Deine Seitengestaltung und die Belege gefallen mir sehr gut.

    Ich frage mich, wieso in der Beschreibung die Nummern „217“ etc. nicht fett hervorgehoben werden? Um die geht es ja, oder?


    Noch 2 kleine spitzfindige Bemerkungen: Der eingefasste „PD“ Stempel hat keine Punkte und in der Schweiz macht man bei der Nummerierung der Abschnitte bei der letzten Ziffer keinen Punkt z.B. 1.5 Entwertung…


    Aber wie gesagt, sind Kleinigkeiten.


    Gruss Martin

  • Hallo Udo,


    noch ne Kleinigkeit: Das liegende X beim letzten Brief aus München brachte München an, nicht sonstwer.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • :/ auch nicht ganz mein Geschmack.

    Zu kantig.

    Nebenan wird mir auch noch gesagt:

    Alles ist viel zu nahe aneinander geklebt, gepfercht.

    Keine optische Ruhe, Blatt nicht gut genutzt. Beschriftung Text nicht einheitlich dargestellt.

    Titel klebt oben an der Kante.

  • Ralph hat recht! Dies sieht man wohl auch dadurch, dass der einte Schenkel des liegenden X unter der Marke fortgesetzt wird. Also vor der Marke auf den Brief kam.:)

  • Hallo Sammlerfreunde,

    eigentlich sollten die Seiten nur als Beispiel für Erwin dienen.

    Gerne nehme ich eure Kommantare zur Kenntnis.

    Es handelt sich bei mir um Entwurfseiten, die noch nicht vollständig fertig sind.

    Für die Bilder oben habe ich die Seiten auf ds Wesentliche verkleinert. Die Toskana-Seite habe ich jetzt in Originalgröße oben eingefügt, dann wirkt sie schon nicht mehr so vollgestopft.

    St.G, "Zu kantig" musst du mir aber bitte erklären, das verstehe ich nicht.

    Den Text habe ich unter den Briefen bündig angebracht, da dieser bei einheitlicher Darstellung über die Briefe hinausragt. Das sieht wirklich bescheiden aus.

    Normalerweise setzte ich den kleineren Brief nach oben. Das war aber bei der Toskana-Seite nicht machbar, da sonst die Verwendungsreihenfolge durcheiander garät.

    Gruß

    Udo

  • Hallo Udo,


    Noch eine Bemerkung: Denari und Denaro kannte ich bis jetzt nur im Zusammenhang mit Geld und nicht mit Gewicht.


    Kann ein Brief 9 Denari wiegen? Oder nicht viel mehr 9 Denari kosten?


    Martin