• Liebe Sammlerfreunde,

    bei der folgenden Ganzsache 2 Cents aus Honululu (Hawaii / USA), nach Giessen (Deutschland) vom 7. Juni 1909, müßte die Frankierung von 2 Cents "der direkte Weg von USA nach Deutschland" sein. Warum der Tax Stempel "30 Centimes" abgeschlagen wurde, kann ich nicht sagen. Es ist jedenfalls keine Nachgebühr vermerkt.

    LG, Hermann

  • Paketkarte aus dem April 1920 "Pauquet aus den Vereinigten Staaten aus Amerika über Hamburg 7", wer kann das Erste Wort bitte korrigieren oder bestätigen?

    Das Paket lief über den Zoll in Landshut, und dann inklusive Verzollunsgebühr von 30 Pfennig, weiter nach Dingolfing.
    Ich würde auf ein Liebensgabenpaket tippe, sicher bin ich mir aber nicht.

    Grüße aus Bempflingen
    Ulrich

    Das Leben ist zu kurz um sich darüber zu ärgern, was andere über dich denken oder sagen

    also hab Spaß und gib ihnen etwas worüber Sie reden können

    scheinbar ist ihnen ihr eigenes Leben zu langweilig

  • Mal abgesehen von den "anderen" Eigenschaften des Briefes aus den USA New York (24.7.1927) ins Reich (4.8.1927) würde mich interessieren, ob der Transport als "Air Mail" damals in der kurzen Zeitspanne möglich gewesen ist. Bemerkenswert ist der "Via Air Mail"-Stempel - er stammt aus der Zeit der ersten Transatlantik-Flüge. Vielleicht kann jemand die Stempel interpretieren. Danke!

  • in der kurzen Zeitspanne?

    Charles Lindbergh überquerte den Atlantik alleine im Mai 1927. Zwei Monate später ist alles für den Brieftransport über den grossen Teich organisiert? Erste Fahrt der Graf Zeppelin (LZ 127) erfolgte erst 1928 - LZ 126 flog nur US-Binnenfahrten und die beiden Luftschiffe LZ 120 und LZ 121 mussten den Alliierten als Reparationsleistung übergeben werden und wurden in Frankreich und Italien eingesetzt. - Wer kennt ähnlich frühe "Air-Mail-Belege"?

  • das ‚Via Air Mail‘ bezieht sich wahrscheinlich auf die Beförderung per Postfliegerei innerhalb der USA.

    Das denke ich auch. Zuerst vermutete ich, daß auch Katapult-Post gemeint sein könnte. Das paßt aber nicht, da Heinkel erst im Jahr 1927 damit zu experimentieren begann und dieser Service erst 1930 allgemein zur Beschleunigung der Postbeförderung eingesetzt wurde.

    viele Grüße
    Dieter

  • Hallo Freunde,

    mit dieser Karte geht es vermutlich in den Knast. Ich fand die Karte schön und habe daher etwas Geld investiert. In der Beschreibung stand: von New York nach Berlin. Bei der Bearbeitung sah ich dann: Sing Sing OCT 3. Der Ankunftsstempel von Magdeburg zeigt das Jahr 1884.
    Auf den gelben Bereichen der Rückseite befanden sich Reste von Pappe. Die habe ich vorsichtig mit einem Pinselradierer entfernt. Dabei zeigte sich, daß die Karte bereits am 21.9.84 geschrieben wurde.
    Jetzt frage ich mich, woher die Verzögerung von 12 Tagen kommt. War der Schreiber etwa Insasse des Gefängnisses und die Karte umständlich Kontrollen durchlaufen?
    In Berlin gelangte die Karte am 17.10. in die erste Zustellung. Vermutlich wußte der Zusteller, daß der Empfänger im Magdeburg war. Die Nachsendung erfolgte nämlich ohne eine weitere Forderung. In den frühen Morgenstunden des 18.10. 1-8V. kam die Karte in Magdeburg an.
    Hier ein Link zum Sing Sing, das in 2026 sein 200-jähriges feiern kann.

  • Hallo in die Runde,

    Zeit- und Postgeschichte pur:
    Luftpostbrief aus den USA, aufgegeben am 9. Dezember 1941 und adressiert nach Heidenau bei Dresden.
    Vorderseitig trägt der Brief u.a. einen violetten Zweizeiler "Service suspended/Return to sender" (Diensteingestellt/zurück an Absender".
    Laut rückseitigem Stempel ging der Brief erst über drei Monate später, am 23. März 1942 an den Absender zurück. Ich vermute, dass der Brief erst im Rahmen der Rücksendung von der US-Zensur geöffnet wurde.

    Zeitgeschichtlicher Hintergrund:
    Am 7. Dezember 1941 hatten die Japaner Pearl Harbour überfallen und am 11. Dezember 1941 erklärten die Achsenmächte (Deutschland, Italien) den USA den Krieg.
    Und genau in diesen kurzen Zeitabschnitt fällt der gezeigte Brief. Leider ohne Inhalt - es wäre sicherlich interessant gewesen, was der Absender seiner deutschen Verwandtschaft mitzuteilen hatte.

    Beste Grüße
    Postgeschichte-Kemser