Unterfrankierte Fahrpostsendungen

  • Liebe Freunde,


    hier eine unterfrankierte Paketsendung von 1859 aus Barmen/Rittershausen nach Lienen. Die Entfernung lag knapp <15 Meilen, dies entsprach innerpreußisch der Progressionsstfe 3. Bei einem Gewicht von aufgerundet 3 Pfd. ergab sich nach Berechnung ein Tarif von 13 1/2 Pfg., so dass hier der Mindesttarif von 4 Sgr. anzusetzen war.

    Die Sendung wurde fälschlicherweise mit 2 Sgr. taxiert und bar bezahlt. Diese Mindesttaxe reichte aber nur bis zu einer Entfernung von 10 Meilen. Der Fehler wurde bei einem anderen Postamt entdeckt und reicht nicht notiert. Die fehlenden 2 Sgr. wurden als Portoforderung notiert.



    Viele Grüße

    Michael

    Mitglied im DASV - Internationale Vereinigung für Postgeschichte

  • Lieber Michael,

    Glückwunsch zu dem seltenen Beleg, dazu noch mit dem schönen Stempel in Rheinischer Sonderform.

    viele Grüße
    Erwin W.
    preussen_fan

  • Liebe Freunde,


    vielen Dank. Den einen oder anderen unterfrankierten Fahrpostbeleg hatte ich hier schon mal gezeigt. Im Vergleich zur Briefpost gibt es sicherlich deutlich weniger davon. Pakete passten ja auch schlecht in die Briefkästen. :)


    Viele Grüße

    Michael

    Mitglied im DASV - Internationale Vereinigung für Postgeschichte

  • Na ja Michael,

    diese Unterfrankatur hat sicher nichts mit dem Briefkasten zu tun, sondern mit der Fehltaxierung des Annahmebeamten.
    Im Briefkasten hätten ja nur sehr kleine Pakete landen können und die wären dann ja entweder unfrankiert gewesen oder mit Marken frankiert (da hab ich letztens was gelernt :)) Und nur diese Markenfrankatur hätte dann eine Unterfrankatur sein können. Also noch einmal zusammengefasst, bar frankierte Unterfrankaturen müssen immer ein Fehler des Annahmebeamten gewesen sein.

    viele Grüße
    Erwin W.
    preussen_fan

  • Lieber Erwin,


    Du hast mit allem recht, in meinem Posting bezog ich mich aber generell auf Fahrpostbelege, nicht auf den zuvor gezeigten mit Barfrankatur. Dieser kann natürlich nur am Fahrpostschalter aufgegeben worden sein.

    Der (scherzhafte) Hinweis auf die Briefkästen zielte in die Richtung, dass wahrscheinlich ein großer Teil der unterfrankierten Briefpost aus Briefkästen stammte, auch wenn nicht überall ein entsprechender Hinweis notiert wurde.


    Viele Grüße

    Michael

    Mitglied im DASV - Internationale Vereinigung für Postgeschichte

  • lieber Michael,

    dein Scherz war schon von mir verstanden worden. Ich wollte nur noch mal hervorheben, dass unterfrankierte Fahrpost sehr selten sein müssen, weil sie fast immer von einem Schalterbeamten taxiert wurden und nicht mit Fehlern der Postkundschaft belastet waren.

    Wenn ich mich recht erinnere, sollte der Postbeamte, der den Fehler bemerkte ein Meldung darüber machen.

    viele Grüße
    Erwin W.
    preussen_fan