Schleswig-Holstein - Württemberg

  • Moin allerseits,


    dieser Brief lief 1833 nach Ellwangen (rückseitig keinerlei Stempel oder Vermerke).

    Innerhalb Holsteins noch gebührenfrei, hat Thurn & Taxis ab Hamburg ein Porto von 1 Gulden 52 Kreuzer bis zur württembergischen Grenze erhoben. In Württemberg kamen noch 16 Kreuzer hinzu. Insgesamt waren 2 Gulden 9 Kreuzer zu bezahlen (1 Kreuzer müsste dann vermutlich ein Bestellgeld, Botenlohn o.ä. gewesen sein).
    Bei diesem hohen Porto muss der Brief mehrfach schwer gewesen sein. Weiß jemand die Gewichtsprogression genauer bzw. wie hoch das einfache Porto war?


    Viele Grüße
    nordlicht

  • Könnte es nicht auch eine vierte Gewichtsstufe sein:
    HH bis Württemberg einfach 28 Kreuzer, x 4 = 112 Kreuzer
    innerhalb Württembergs einfach 4 Kreuzer, x 4 = 16 Kreuzer.

    Bei einer 7.Gewichtsstufe müsste die Progression in Württemberg sehr unterschiedlich gewesen sein, um auf 16 Kreuzer zu kommen !?

  • Hallo,


    ich habe einen Ausschnitt des Württembergischen Brief-Post-Tarifes angehängt. Hieraus ist ersichtlich, dass wie Ralph schon geschrieben hat, die 7. Gewichtsstufe bei einer einfachen Taxe von 4 Kr. bei 16 Kr. liegt.

    Briefe nach Bayern kosteten übrigens 24 Kr.


    Grüße von liball

  • Hallo liball,

    vielen Dank!
    Dann sind die Portosteigerungsstufen in Württemberg vergleichsweise moderat (von 4 auf 16 Kreuzer), wenn Thurn&Taxis bei jeder Gewichtsstufe das volle einfache Porto addierte und so von 16 auf 112 Kreuzer kam.
    Daher habe ich auch noch ein leichtes "Störgefühl", ob das einfache Taxis-Porto bis Württemberg tatsächlich nur 16 Kreuzer war - auch im Vergleich zu den 24 Kreuzer für Bayern.


    Viele Grüße
    nordlicht