Oldenburg - Schweiz

  • Lieber Dieter,


    ich glaube auch, dass man auf einen zweiten oder dritten Brief ein paar Jährchen würde warten müssen - und schlecht sieht seiner ja wohl nicht gerade aus. Aber suche mal einen frühen CH - Brief nach dorthin. Auch das dürfte eine Angelegenheit werden, die sich ziehen könnte. ^^

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Keine Ahnung wie viele es davon gibt.

    Wäre einmal interessant zu schauen in welche Gegenden, Destinationen die Briefe so gingen.

    Eine Liste diesbezüglich kenne ich nur von den Rayonbriefen.

  • Lieber José,


    der Schäfer hat doch mal eine Liste gemacht für die Destinationen - aber halt die ganze Welt. Ob der nach den AD - Staaten unterschieden hat?


    Solltest du jemals einen alten CH - Brief, porto wie franko, nach Bergedorf oder Mecklenburg - Strelitz sehen, kaufe ihn, denn du wirst nahe am Unikat sein. Ich glaube mein Freund hat keine je nach Bergedorf gesehen und M-Strelitz dürfte es schon damals keine Handvoll gegeben haben (da gibt es eine Handvoll von ganz Bayern!).

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber Ralph

    Wenn ich daran denke, werde ich, es melden.

    Wohnte denn damals schon jemand dort?

    Ansonsten ist ja klar gibt es keine Briefe nach dort…😀🤣

  • Lieber José,


    die Bevölkerung war übersichtlich und Verbindungen in den Süden (ob jetzt Bayern, Österreich oder die schöne CH) gab es praktisch nicht. Von daher stellt sich ja immer die Frage: Warum hätte einer dahin schreiben sollen?

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber Ralph

    Gute Frage……

    Vielleicht weil er es so macht wie ein Pilot der Imker ist.

    In jeder Stadt ein Bienchen…

    Nö im Ernst, hatten die den keinen Kontakt zur Aussenwelt in irgend einem Grund?

  • Lieber José,


    Briefe gibt es nur


    a) bei Familien (i. d. R. Adel oder besser Betuchte, in ruralen Gegenden war da praktisch keine Korrespondenz vorhanden)


    b) bei Behörden (wie viele Schweizer sind nach Strelitz ausgewandert in arme Fischerdörfer? Richtig, keiner. Wie viele Strelitzer sind in die CH ausgewandert? Richtig, keiner - schon die Fahrt dorthin hätte sie pleite gemacht.


    c) Firmenkorrespondenz - aber Strelitz hatte praktisch kaum Industrie, die CH schon - aber die CH hat praktisch kaum etwas industriell hergestellt, was man in Strelitz hätte nutzen können (von Uhren abgesehen, aber die gab es anderswo zum halben oder viertel Preis auch und Fischer brauchten keine Uhren, die hatten ja ihre innere Uhr).


    Fazit: Sehr, sehr wenig Schnittpunkte = heute nichts mehr da von dereinst wohl ganz, ganz wenigen Briefen, wenn überhaupt. Ein hübscher Markenbrief von Strelitz in die CH würde vlt. 20 - 50k CHF kosten und wenn die alten Sammler in der CH im 19. Jahrhundert so einen irgendwo gefunden hätten, hätten sie sofort die Marken ausgeschnitten und damit etwas Geld verdient, weil kaum einer diese Marken von dort je zuvor gesehen hatte.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Das Szenario ist immer das gleiche - keine Persönlichkeiten, keine Industrie, keine starken Verwaltungen = keine Post.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Kann ich bestätigen. Der Nrn-Stempel 1530 meines Heimatortes ist sehr selten. Im Nachbarort Kervenheim, nur 1/3 der Uedemer Bevölkerung, gab es eine Herrschaft auf einer Burg (Reste existieren noch). Ergebnis: Deren Nrn-Stempel 715 bekommt man für einen Bruchteil.


    liebe Grüße

    Dieter

  • Genau eine solche Frankatur wird in meinem älteren Briefe-Katalog mit 50.000 € bewertet. Wir werden sehen, was passiert.

    Gleich geht es bei Köhler mit dem 1. Teil der Bayern-Sammlung Weber weiter.


    Gruß

    Dieter