Fahrpost in Bayern

  • Hallo,


    schön, dass es Euch gefällt. Wenn der Scanner wieder geht werde ich auf jeden Fall noch was nachliefern, ich denke den Rahmen kriegen wir wie versprochen voll. :)


    Viele Grüße


    kreuzer

  • Liebe Sammlerfreunde,


    hierzu folgender Paketbegleitbrief für ein 23 1/2 Loth schweres Paket als Königliche Dienstsache von Bayreuth nach Aschbach im Landgericht Burgebrach vom 4. September 1813. Fahrpostnummer 8 in Bayreuth. In Bamberg gestrichen und Fahrpostnummer 1 vermerkt. Das Paket ging sicherlich bis Burgwindheim und wurde von dort nach Aschbach bestellt (7 km einfache Wegstrecke). Ich gehe davon aus, daß die vermerkten "10 Kreuzer Porto" der Botenlohn für den Boten von Burgwindheim war, denn als Königliche Dienstsache war die Sendung eigentlich gebührenfrei.


    Beste Grüße von VorphilaBayern

  • Postvorschußbrief von Ochsenfurt nach Würzburg vom 15.7.1851.


    Empänger ist Joseph Michael Wohlfahrt, seit 1846 Kassier und Rechnungsführer der Diözesan-Emeritenanstalt Würzburg.




    Eine ursprünglich aufgeklebte Marke wurde offenbar entfernt und "abgestrichen".

    Wenn wir die Briefhülle wenden



    zeigt sich eine Erstverwendung aus Würzburg vom 12. Juli 1851, wo der Brief als Chargé mit 6 Kr. nach Frickenhausen am Main an den Gemeindevorsteher adressiert wurde. Da Frickenhausen zum Postbestellbezirk Ochsenfurt gehörte, kann man annehmen, dass die Rücksendung vom Amtsvorsteher dortselbst erfolgte mit Postaufgabe Ochsenfurt.




    Rückseitig wurde 28 Kr. Postvorschuß quittiert (offenbar incl. 2 x 6 Kr. Porto)

    Die Emeriten-Anstalten sind die Pensionskassen der kath. Pfarrer bis heute:


    Emeritenanstalt der Diözese Würzburg Die Emeritenanstalt kommt für die Pensionen der Priester der Diözese Würzburg auf. Für das Jahr 2021 werden in ihrem Haushalt rund 10,9 Millionen Euro laufende Erträge ausgewiesen. (aus Haushalt und Finanzen der Diozöse Würzburg)


    Luitpold

    "Heimat ist da, wo ich verstehe und wo ich verstanden werde." (Karl Jaspers. dt. Philosoph).

  • Lieber Werner,


    ein Ausnahmestück, das ich auch nicht verschmäht hätte. Ich hoffe, du konntest es günstig erstehen. :thumbup:

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber Werner,


    ein Ausnahmestück, das ich auch nicht verschmäht hätte. Ich hoffe, du konntest es günstig erstehen. :thumbup:

    Lieber Ralph,


    keine Ahnung mehr, da es in einem Pack Briefe erworben zu einem mir entfallenen Betrag. Jedenfalls erhielt ich die Briefe von einem Sammler, der seine Stücke altersbedingt verkaufte.


    Schade ist, dass im Forum kaum Spezialisten hat, die sich mit der Fahrpost beschäftigen. Dabei ist gerade der Geldverkehr durchaus immer wieder ein Thema in den Rechnungen (die dann der Briefpost zugeordnet werden).


    Als Beispiel für unkomplizierte Bezahlung einer vermutlichen Annonce oder des Abonnentenpreises ein Nachnahmebrief (leere Hülle).


    Die Expedition des Würzburger Abendblattes sandte die Nachnahme an die Stadtgemeinde-Verwaltung in (Bad) Kissingen über den Betrag von Zwei Gulden, 36 Kreuzer.



    Vorgedruckt ist: "vom königl. Oberpost-Amt Würzburg empfangen zu haben bescheinigt die Expedition des Würburger Abendblattes"


    Frage:?: Mit dem Namensstempel "J. B. C Förtsch" (Redakteur und Verleger der Zeitung, *1805 - +1870) ist die Nachnahme quittiert und offenbar hat die Post den Betrag ihm sofort ausbezahlt?


    Eigentlich war der Postvorschuss-Betrag erst beim Empfänger einzuziehen und mittels eines Francozettels der den Empfänger legimitiert auszuzahlen.


    Hier war der Verleger wohl "concessoniert", also bekannt und "kreditwürdig"?



    Eingezogen wurden mit blauen Stift vermerkt 2 fl 49 - Nachnahme waren 2 fl 36 Kr.

    Differenz = 13 Kr.

    = Gewicht/Entfernung 10 Kr. (Entferung 8 - 16 Meilen) / 3 Kr. Procura-Mindestgebühr = 13 Kr. ?


    In Würzburg finden sich Rahmenstempel nur auf Fahrpostsendungen, wie hier von 1865.


    Ob sich jemand findet, der mir die Taxierung bestätigt oder korriegiert?


    Besten Dank

    Luitpold

    "Heimat ist da, wo ich verstehe und wo ich verstanden werde." (Karl Jaspers. dt. Philosoph).

  • Hallo Luitpold,


    du zeigst einen interessanten Beleg. Es ist nicht ersichtlich, ob der Betrag erst eingezogen und dann ausgezahlt wurde oder ob in Würzburg der Betrag sofort ausgezahlt und dann eingezogen wurde. Der Begriff Nachnahme deutet auf das erste Verfahren hin. Ihr Bayern-Sammler wisst aber besser, wie im Jahr 1965 verfahren wurde.

    In Preußen wäre es ein Postvorschuß gewesen.


    beste Grüße


    Dieter

  • Liebe Sammlerfreunde,


    hierzu zwei Fahrpostbelege von Bayreuth nach Pressath:

    Wertpaketbegleitbrief mit Bestätigung "14 Kreuzer Postporto erhalten, Weiß, Postbote".

    Wertbrief mit Bestätigung "17 Kreuzer erhalten, Weiß, Postbote". Leider jeweils kein Datum vermerkt.


    Beste Grüße von VorphilaBayern

  • Liebe Sammlerfreunde,


    hierzu folgender Wertbrief als Regierungssache vom königl. kath. Pfarramt Thurndorf vom 14. Februar 1860 an die kath. Dekanatsverwaltung Auerbach zu Troschenreuth. Inhalt waren 39 Kreuzer Collekte für Simbach am Inn. Der Wertbrief wurde nicht im nahen Kirchenthumbach, sondern im weiter entfernten Bayreuth am 15. Februar aufgegeben (Thurndorf und Troschenreuth lagen beide im Landbestellbezirk von Kirchenthumbach). Grund für die Collekte war: Am 12. Oktober 1859 war Grundsteinlegung der Pfarrkirche in Simbach am Inn. Die königliche Regierung in München genehmigte in ganz Bayern Kirchencollekten für die Inneneinrichtung der Pfarrkirche. Es kamen in Bayern 5510 Gulden zusammen. Präsentiertvermerk in Troschenreuth erst am 5. März 1860.


    Beste Grüße von VorphilaBayern

  • Lieber Hermann,


    immerhin ein Zeichen gelebter Solidarität - und gespendet haben damals oft die, die eh schon wenig hatten, wie man an dem Betrag von 39 Kreuzer erstehen kann - so wenig hätte kein Promi gespendet.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber Ralph,


    vielen Dank.

    Außerdem war es früher noch normal zur Sonntagsmesse zu gehen und danach ins Wirtshaus, zumindest in Bayern.



    Liebe Grüße,

    Hermann

  • Lieber Hermann,


    ja, das war in der Pfalz früher auch noch so - heute ein längst vergessener Brauch ...

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Zitat

    Auch hier führte für Männer der sonntägliche Heimweg von der Kirche bis in die 70er Jahre sehr oft durch die Kneipe.

    ... falls Sie denn der Kontrollfunktion ihrer besseren Hälfte entkamen.


    Zitat Franz Josef ... ne nicht Strauss .. sondern Degenhardt im Lied "Deutscher Sonntag":


    "... und dann kehren sie zurück (vom Kirchgang)

    mit dem gleichen bösen Blick,

    Hütchen, Schühchen, Täschchen passend,

    ihre Männer unterfassend,

    die sie sie heimlich vorwärts ziehn,

    dass sie nicht in Kneipen fliehn."


    Klaus

    Wer später bremst,
    ist länger schnell !

  • Degenhard habe ich seinerzeit in der Bühne der Stadt Siegen Life auf meinem Uher Report mitgeschnitten und vorige Woche, nachdem ich endlich mein Uher Royal repariert habe, wieder gehört.

    viele Grüße
    Erwin W.
    preussen_fan

  • Ärger bekam der Mann eigentlich nur, wenn er betrunken, oder - und nach 12.00 Uhr nach Hause kam.



    Beste Grüße,

    Hermann

    Nicht ganz, bei uns gab es am Sonntag um 10:30 Mittagessen!

    Damit man was hat vom Sonntag, bevors um 16:00 wieder in den Stall ging.................

    Grüße aus Bempflingen
    Ulrich


    Das Leben ist viel zu kurz um es mit billigen Weinen und den falschen Menschen zu verbringen. (Lebensweisheit, inspiriert bei Goethe) :-)