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Botenbriefe in Tirol

  • VorphilaBayern
  • 16. April 2021 um 11:08
  • VorphilaBayern
    Beiträge
    8.176
    • 16. April 2021 um 11:08
    • #1

    Liebe Sammlerfreunde,

    in den Aufzeichnungen von Friedrich Pietz zu Tirol, 1806 bis 1814, steht folgendes: Innsbruck vom 30.11.1811: "Johann Strasser fährt mit einen Pferd von Zell am Ziller über Rattenberg, St. Johann in Tirol und Reichenhall nach Salzburg jeden Mittwoch ab. Wurde von der vorigen Regierung in Salzburg mit Decret angestellt und besoldet, er haftet mit einer Kaution von 600 Gulden". Hierzu folgender Privatbrief aus Rattenberg mit Datum vom 13. Mai 1814 (der 13. Mai 1814 war ein Mittwoch) nach Salzburg, der sicherlich Herrn Johann Strasser, der am Mittwoch in Zell am Ziller (Zillertal) losfuhr und im 33 km entfernten Rattenberg am selben Tag war. Sein Botenlohn wurde nicht vermerkt. Präsentiertvermerk vom 16. Mai. Die einfache Wegstrecke war 150 km. Am 24. Juni 1814 kam Rattenberg zu Österreich. Salzburg am 1. Mai 1816.

    Beste Grüße von VorphilaBayern

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  • Altsteirer
    Beiträge
    3.562
    • 16. April 2021 um 12:33
    • #2

    Lieber Hermann,

    sehr interessant:thumbup::thumbup:

    Liebe Grüße

    Franz

    Liebe Grüße
    Franz

  • Klesammler
    Beiträge
    13.327
    • 16. April 2021 um 15:22
    • #3

    Lieber Hermann,

    Warum kein Vermerk? Das erstaunt mich auch. Rätselhaftes Stück.

    liebe Grüße

    Dieter

  • VorphilaBayern
    Beiträge
    8.176
    • 17. April 2021 um 05:27
    • #4

    Lieber Franz und Dieter,

    herzlichen Dank.


    LG, Hermann

  • VorphilaBayern
    Beiträge
    8.176
    • 21. August 2021 um 04:42
    • #5

    Liebe Sammlerfreunde,

    hierzu folgender Brief: Brief vom k.k. prov. Berg - und Hüttenamt zu Pillersee (Tirol - seit 24. Juni 1814 zu Österreich) an das kgl. bayer. Salz Oberamt in Reichenhall (Bayern), ohne Datum. Dürfte aber kurz nachdem Pillersee, bzw Tirol zu Österreich kamen sein (24.6.1814). Links unten vermerkt: "Per Express"; "Der Expresse ist für seinen Gang bezahlt worden". Es waren 42 km Fußweg von Pillersee bis Waidring (Tirol - seit 24. Juni 1814 zu Österreich). Dann über Lofer und Unken (beide Orte zu Salzburg / Kgr. Bayern - kamen ab 1. Mai 1816 zu Österreich) nach Reichenhall (Kgr. Bayern).

    Beste Grüße von VorphilaBayern

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  • VorphilaBayern
    Beiträge
    8.176
    • 22. August 2021 um 06:00
    • #6

    Liebe Sammlerfreunde,

    in Ergänzung vom vorigen Brief aus Pillersee (Tirol - Österreich), folgender Botenbrief: Brief vom k.k. prov. Berg - und Hüttenamt zu Pillersee (Tirol - seit 24. Juni 1814 zu Österreich) an das kgl. bayer. Salinen Oberamt in Reichenhall (Bayern), vom 19. Juli 1815. Es waren 42 km Fußweg von Pillersee bis Waidring (Tirol - seit 24. Juni 1814 zu Österreich). Dann über Lofer und Unken (beide Orte zu Salzburg / Kgr. Bayern - kamen ab 1. Mai 1816 zu Österreich) nach Reichenhall (Kgr. Bayern). Präsentiertvermerk vom 21. Juli 1815. Wahrscheinlich wurde der Brief bis Lofer (zu Salzburg - bis 30.4.1816 zum Kgr. Bayern) gebracht und dort dem Kammerboten "Salzburg - Zell am See" auf seinen weiteren Weg von Zell am See und Saalfelden kommend über Unken nach Reichenhall unentgeltlich mitnahm.

    Beste Grüße von VorphilaBayern

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  • Altsteirer
    Beiträge
    3.562
    • 23. August 2021 um 11:50
    • #7

    Lieber Hermann,

    ein schöner Brief, mit einer interessanten Beschreibung:thumbup::thumbup:

    Liebe Grüße

    Franz

    Liebe Grüße
    Franz

  • VorphilaBayern
    Beiträge
    8.176
    • 19. Januar 2022 um 17:01
    • #8

    Liebe Sammlerfreunde,

    aus Lofer in der bayerischen Zeit (12.9.1810 - 30.4.1816) findet man kaum Belege. In Lofer bestand lediglich eine "Relaisstation (Posthalterei) in eigener Regie "mit persönlicher Haftung" mit Genehmigung des Oberpostamtes Salzburg am Postkurs "Salzburg - Innsbruck" einmal wöchentlich (am Freitag). Im Buch von Karl Keesbacher "Beitrag zur Geschichte des Verkehrs - bzw. Postwesens des Hoch - und Erzstiftes Salzburg aus dem Jahr 1886" schreibt dieser zu Lofer: In Lofer bestand eine Postablage in Privathänden ohne Bezüge.

    Hierzu möchte ich folgenden Brief zeigen: Brief aus Lofer vom 15. Januar 1816 mit handschriftlich "von Lofer" nach Tittmoning. Der 15. Januar 1816 war ein Montag. Im Buch von Karl Keesbacher steht zum Thema Kammerboten hierzu folgendes: Von Salzburg ging der Kammerbote von Salzburg am Freitag ab, über Reichenhall, Lofer und Zell nach Mittersill. Er trifft dort am Sonntag ein. Kehrt dort wieder um und trifft am Dienstag wieder in Salzburg ein. Desweiteren waren für einen Brief bis 1 Loth 4 Kreuzer dem Kammerboten bis Salzburg zu bezahlen (siehe Scans aus dem Buch von Karl Keesbacher zum Kammerboten). Der Brief vom 15. Januar 1816 (ein Montag) wurde daher dem Kammerboten auf seiner Rückfahrt in Lofer übergeben und dabei bezahlte der Absender 4 Kreuzer rh. Franko, die bei ähnlichen Frankobriefen aus Leogang, nicht auf dem Brief vermerkt wurden. Der Empfänger, Herr Poschinger aus Tittmoning hatte anscheinend in Salzburg eine Ablegestelle, wo er die Post abholte. Präsentiertvermerk vom 18. Januar 1816 (ein Donnerstag). Es gibt aber auch Briefe, wie z.B. die Briefabbildung im Vorphila Handbuch von Friedrich Pietz zu "Lofer", mit dem äußerst seltenen Stempel "LOFER" aus dem Jahr 1810, der ebenfalls dem Kammerboten mitgegeben wurde. Aber als Portobrief. 4 Kreuzer Porto für den Kammerboten bis Salzburg und 3 Kreuzer Porto für die bayerische Post von Salzburg bis Tittmoning. Der Brief war vom Poststallhalter Johann Georg Poschacher von Lofer an seinen Bruder Franz Xaver Poschacher in Tittmoning.

    Beste Grüße von VorphilaBayern

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  • Altsteirer
    Beiträge
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    • 19. Januar 2022 um 17:23
    • #9

    Lieber Hermann,

    ein sehr interessanter Beitrag :thumbup::thumbup::thumbup:

    Liebe Grüße

    Franz

    Liebe Grüße
    Franz

  • VorphilaBayern
    Beiträge
    8.176
    • 19. Januar 2022 um 17:25
    • #10

    Lieber Franz,

    vielen Dank.

    Liebe Grüße,

    Hermann

  • Pälzer
    Beiträge
    8.853
    • 19. Januar 2022 um 18:33
    • #11

    Hallo Hermann,

    ein Topbeitrag, mit den ganzen Hintergründen aus der einschlägigen Primärliteratur top belegt und spannend dargelegt. Absolut vorbildlich und interessant obendrein, wie sich daraus so der Hergang der Dinge, vorliegend vor allem die Effizienz der Botengänge ergeben hat.

    Einfach nur Klasse + Gruß ! :thumbup:

    Tim

    Wer um Postgeschichte einen Bogen macht, läuft am Schluss im Kreis

  • Klesammler
    Beiträge
    13.327
    • 19. Januar 2022 um 22:03
    • #12

    Lieber Hermann,

    ein klasse Beitrag wie von dir gewohnt.

    Dieter

  • Rottaler
    Beiträge
    235
    • 19. Januar 2022 um 23:15
    • #13

    Lieber Hermann,

    ich schliesse mich Dieter an; klasse Beleg und Beitrag.

    Norbert

  • VorphilaBayern
    Beiträge
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    • 20. Januar 2022 um 04:18
    • #14

    Vielen Dank.

    Liebe Grüße,

    Hermann

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