Schöne Belege des Deutschen Reichs

  • hallo zusammen,


    schöne Belege des Deutschen Reichs 1871-1945 sollen hier gezeigt werden. Da die Schönheit eines Beleges immer im Auge des Betrachters liegt soll und kann es keine objektive Kriterien geben.



    Aus einer langjährigen Korrespondenz stammt dieser Ersttagsbrief der Markenausgabe "10 Jahre Lufthansa" auf schön beschriftetem Umschlag nach den USA. MIch erfreut er jedesmal, wenn ich ihn wieder entdecke


    besten Gruß

    Michael

  • In meiner Jugend war 1 Groschen synonym für 10 Pfennige - weit nach der Währungsumstellung von 1875. Damals das Porto für einen einfachen Fernbrief.



    Schreiben an die Königliche Regierung, Abteilung des Innern, zu Stettin.


    besten Gruß

    Michael

  • Hallo stampmix,


    man sieht, dass Du ein Augenmensch bist. Gratulation zu den wunderschönen Briefen!


    Viele Grüße von maunzerle

    "Ein Leben ohne Philatelie (und Katzen) ist möglich, aber sinnlos!" (frei nach Loriot, bei dem es allerdings die Möpse waren - die mit vier Beinen wohlgemerkt)

  • ...wirklich wunderschön, besonders der Ersttagsbrief der Markenausgabe "10 Jahre Lufthansa":)

    Beste Grüsse von
    Bayern Social




    "Sammler sind glückliche Menschen"

  • Dank Euch für den Zuspruch und um zu zeigen, wofür so ein belangloser Thread einlädt :) , möchte ich hier 85 Jahre zurückgehen. Was verbindet die Deutsche Marke "100 Jahre Deutsche Eisenbahn" mit der Spanischen "Quinta de Goya" Ausgabe ?



    Anläßlich der Rheinischen Briefmarken-Ausstellung 1936 in Düsseldorf wurden vier Privat-Ganzsachenkarten herausgegeben, von denen zwei rückseitig ganz nette Interpretationen von Markenmotiven zeigen:


    Die PP-127-C27 mit dem "Freudigen Empfang der Ausstellungsgäste in Düsseldorf"



    ... und die PP-127-C12 "Die Schirmherrin der Spanienspezialisten trifft vor dem Ausstellungspalast ein"



    Ob das ungläubige Staunen dem überraschenderweise bekleideten Auftreten der jungen Dame geschuldet war? Francicso Goya hatte für den öffentlichen Auftritt der nackten Maja jedenfalls vorgesorgt.


    Zur Vollständigkeit noch die Vorderseite:



    besten Gruß

    Michael

  • Hallo stampmix,


    herzlichen Dank für diesen wunderbaren Beitrag und beste Grüße von maunzerle

    "Ein Leben ohne Philatelie (und Katzen) ist möglich, aber sinnlos!" (frei nach Loriot, bei dem es allerdings die Möpse waren - die mit vier Beinen wohlgemerkt)

  • hallo zusammen,


    die Sondermarke "Helgoland 50 Jahre deutsch" ist hinsichtlich ihres Zuschlags einsame Spitze. Zur Nominalen von 6 Rpf. wurden 94 Rpf. Zuschlag fällig, das über 15-fache des Nominalwertes; üblich waren 2-4 fache Zuschläge und selbst die "Goldschmiedekunst"-Marken erreichten nur den 7-fachen Zuschlag. Dem Absender dieses schönen Briefes war das 12 Rpf. Fernbrief-Porto immerhin 2 RM wert.



    Fernbrief am 6.8.1941 in Garitz aufgegeben und nach Zeltingen gesandt. Die beiden Sondermarken wurden mit dem nicht häufigen Landpoststempel von Garitz schön zentrisch entwertet.

  • Lieber Heribert,


    dann lege ich nach dem 2 Reichsmark-Brief das 2 Pf.Porto nach, das im Deutschen Reich nach einer drastischen Portosenkung nur in der kurzen Phase 1.4.1900-30.6.1906 auf Ortspostkarte (oder Ortsdrucksache) möglich war; wer wissen möchte, was Postkarte in 12 anderen Sprachen heisst wird auch fündig :)




    Naja jetzt hätte ich fast die Sonderregelung für die Ostmark vergessen, denn vom 4.4.1938-31.7.1938 galt im annektierten Österreich für Drucksachen (bis 10 gr.) 3 Gr. (=2 Rpf.) und dieser Brief ist auch nett anzusehen



    besten Gruß

    Michael

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  • hallo zusammen,


    eine schwierige Zeit für schöne Belege ist die Hochinflation im Oktober-November 1923. Obwohl es schönere gibt, möchte ich folgenden Beleg zeigen, bei dem die Anordnung der Marken fast schon symbolisch für den Niedergang der Mark steht.

    In der 4 Tage kurzen Portoperiode 22 (1.-4.11.1923) sandte Walter Behrens ein Streifband nach Schweden und verwandte als Farbfrankatur die 10, 20 und 50 Millionenwerte der Korbdeckelausgabe



    besten Gruß

    Michael

  • hallo zusammen,


    Ende November 1923 war die Hyperinflation aufgrund der Akzeptanz der privat verausgabten und Realwert gesicherten Rentenmark vorbei und mit dem zum 1. Dezember nochmals erhöhten Portotarif wurden die Postwertzeichen in Rentenmark verausgabt. Die frankaturgültigen Inflamarken konnten im Dezember 1923 zum Kurs 1 Rentenmark = 1.000.000.000.000 Mark (1 Billion M) aufgebraucht werden.



    Das Porto für den einfachen Fernbrief betrug ab 1.12.1923 10 Rentenpfennig - entsprechend 100 Milliarden Mark - und wurde durch Aufbrauchverwendung der 20 Mrd. Korbdeckelmarken dargestellt.


    mit bestem Gruß

    Michael

  • hallo Heribert,


    dank dir für die Blumen; leider habe ich keinen vergleichbaren Novemberbrief - bisher 8) . Um den Zeitraum der Hochinflation abzurunden zeige ich das Ortseinschreiben der PP25 vom 22.11.1923 an das Consulat der Österreichisch-Tschecho-slowakischen Republik, das mit 30 Mrd.Mark portorichtig freigemacht wurde.



    besten Gruß

    Michael

  • hallo zusammen,


    portogerecht mit 3,20 RM freigemacht ist er nicht, dafür aber ist die ehemals Bayerische Briefmarke, die man ansonsten eher auf Paketkarten findet, schön gestempelt. In Reutin - am 1.2.1922 nach Lindau eingemeindet - am 4.8.1920 aufgegeben und nach Zürich gesandt ist er schön beschriftet, mit der roten 4 Mark Bavaria-Marke frankiert, sowie dem roten Einschreibzettel Nr.99 von Reutin und dem roten Exprès-Zettel versehen.



    Tags darauf in Zürich angekommen wurde er in der Eildienststelle bearbeitet.



    besten Gruß

    Michael

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