GB - Frankreich 1824

  • Hallo Sammlerfreunde,

    Auslandsbrief vom 28.7.1824, von London nach Paris

    Vorderseitig wurde1/4 notiert, vermutlich 1 Shilling 4 Pence englische Inlandsgebühr, welche der Absender bezahlen musste.

    Weiters wurde 2/8 notiert, vermutlich 28 Decimes, welche der Empfänger bezahlen musste.

    Vorderseitiger Stempel ANGLETERRE französischer Stempel für Post aus GB.

    Siegelseitiger Londoner Stempel für Auslandspost: F 24/190, sowie ein roter französischer Datumstempel 1 Aug 1824 (vermutlich Ankunftstempel Paris).

    Siegelseitiger rechteckiger Stempel MOV??IR?

    Wie setzen sich die Gebühren zusammen? Wer musste was bezahlen? Wofür steht der Stempel MOV??IR?

    Bitte um eure Hilfe.

    Liebe Grüße

    Franz

  • Hallo Franz


    Der Stempel rückseitig ist den Londoner "May Fair".


    Der Absender har 1 Shilling 2 Pence bezahlt. Hier zwei Mal geschrieben.

    Der Empfänger in Paris hat 18 Decimes bezahlt.

    Nicht einfach zu deuten, aber man sieht von Links nach Rechts 1/2 gross geschrieben, dann 18 gross geschrieben und zuletzt 1/2 klein geschrieben. Sieht ab wie 1/4 aus wegen der "e" in diagonalen France im unteren rechte Ecke.


    Viele Grüsse

    Nils

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

  • Lieber Franz,


    ich kann nur etwas zum roten AK-Stempel von Paris beisteuern: Er ist in dieser Art mindestens von 1806 bis 1830 bekannt. Einen ähnlichen gab es später in schwarz.


    beste Grüße


    Dieter

  • Hallo Nils,

    vielen herzlichen Dank:thumbup::thumbup: Super!!!

    Du hast recht, ich habe leider die Zahlen falsch gelesen. Damit ist mir alles klar.

    Die groß geschriebene 12 konnte ich erst nach sehr genauem Hinsehen erkennen.

    Meine gelesene 28 Decimes-Empfängergebühr kam mir auch ein wenig hoch vor.

    Liebe Grüße

    Franz


    Lieber Dieter,

    vielen herzlichen Dank:thumbup::thumbup:Jetzt habe ich die Sicherheit , dass es sich um einen Pariser-Ankunftstempel handelt.

    Liebe Grüße

    Franz

  • Hallo Sammlerfreunde,

    ein Grenzfrankobrief vom 28.7.1824, von London nach Cognac.

    Der Brief kostete dem Absender vermutlich 2 Shilling 4 Pence Franko bis zur Grenze.

    Der Empfänger zahlte ?13? Decimes Porto ( in blau notiert).

    Links oben wurde eine schwarze 8 notiert.

    Wie war der Leitweg?

    Wofür steht die 8?

    Bitte um eure Hilfe.

    Liebe Grüße

    Franz

  • Hallo Franz,


    Der Postvertrag zwischen Frankreich und England vom Juni 1802, legt fest, dass die französischen Grenzpostämter Calais, Paris, Dieppe, Rouen oder Le Havre sind. Das einzige Postamt, das die Porto-Zahlen mit blauer Tinte schreibt, ist Paris.

    Für einen Brief von England nach Paris muss man 12 Décimes bezahlen (einschließlich 2 Decimes für Zeeweg). Für einen Brief von Paris nach Cognac muss man 7 Decimes bezahlen (Tarif 1806). Das Porto auf dem Brief ist 19 Décimes.


    Was die 6 oder die 8 betrifft, weiß ich nicht, was es bedeutet.


    Viele Grüsse.

    Emmanuel.

  • Liebe Freunde,


    links oben könnte ein "d" für doppelt stehen, oder 8g gewogen in Frankreich. Leider nicht mein Gebiet, aber etwas anderes können wir hier wohl ausschließen ...

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber Emmanuel,


    danke - aber wofür steht dann dort "D" bzw. 8? Beiden wäre ja Indizien für einen Brief der 2. Gewichtsstufe ...

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo die Runde


    Der Absender hat 2 Shilling 4 Pence bezahlt. Es heisst ein 2 Sheet Brief.

    Es ist bestimmt 8 Gram oben links vermerkt. So warum man hier nur 19 Decimes von Empfänger verlangt hat ist mir ein Rätsel.

    Für den einfacher Brief von London nach Paris hat der Empfänger 6 Decimes bis Calais bezahlt und 6 Decimes Calais nach Pais. Das allein für den einfachen Brief ist ja 24 Decimes. Vielleicht hat man vergessen das Porto zu verdoppeln?


    Viele Grüsse

    Nils

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

  • Hallo Nils,


    Für den einfacher Brief von London nach Paris hat der Empfänger 6 Decimes bis Calais bezahlt und 6 Decimes Calais nach Paris.

    Diese Berechnungsmethode für einfache Briefe, die für Paris bestimmt sind oder über Paris gehen,

    funktioniert nicht.

    Im Postvertrag steht, dass die Briefe von Dover nach Paris 12 Decimes kosten. Wenn wir das Porto von Dover nach Calais zum Porto von Calais nach Paris addieren, würden sie nur 11 Decimes kosten (6 Decimes Dover-Calais + 5 Decimes Calais-Paris).


    Das "d" und das englische Porto zeigen einen Doppelbrief an. Aber Paris hat diese Hinweise nicht berücksichtigt.



    Viele Grüsse.

    Emmanuel.

  • Hallo Emmanuel


    Meine Quelle ist Geoffrey Lewis der seine Angaben von Chauvet (2001) geholt hat. Ich weiss nicht mehr als Lewis geschrieben habe weil ich Chauvet leider nicht habe.

    Grundlage ist ja Convention von 17.5.1802 und Decree von 23.6.1802.

    Nach Calais 6 Decimes wovon 2 Decimes Seeporto (Sondergebühr)

    Orte mit direkten Korrespondenzen von Calais 6 Decimes Seeporto + Porto von Calais.

    Nach Paris 12 Decimes wie auch Rouen, Dieppe und Le Havre

    Orte über Paris 12 Decimes + Seepostporto von Paris bis Ort. (Meine dass Seepostporto 1 Decimes weniger als Normalporto war)


    Es ist fast etwas kompliziert, aber ich glaube dass Chauvet eine Liste hat?


    Und ja, ich meine auch dass Paris diese doppelte Gewichtsstufe berücksichtigt hat.


    Viele Grüsse

    Nils

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

  • Hallo zusammen,


    rein theoretisch kann es doch sein, dass der Brief in UK zweifach war (= zwei Bogen Papier) und in Frankreich einfach (= bis 6 Gramm). Das schließt sich ja nicht aus.


    Natürlich bleibt die handschriftliche Notierung oben links - was auch immer dort steht - rätselhaft, implizieren solche Notierungen doch höhere Gewichtsstufen.


    Viele Grüße

    Martin

  • rein theoretisch kann es doch sein, dass der Brief in UK zweifach war (= zwei Bogen Papier) und in Frankreich einfach (= bis 6 Gramm). Das schließt sich ja nicht aus.

    Hallo Martin

    Ja, das ist auch hier möglich und will ich auch nicht ausschliessen.

    Aber ich halte den Vermerk oben links als ein Gewichtsangabe. Wenn nicht ist es wie du sagst.

    Es wäre interessant den Gewicht vom Brief zu kenne. Kann ja vielleicht eine Antwort geben auch ohne Einlage.

    Viele Grüsse

    Nils

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

  • Hallo Sammlerfreunde,

    da hat sich ja eine interessante Diskussion entwickelt:thumbup::thumbup:

    Der Brief wiegt 6 Gramm (ein Bogen gefaltet).

    Liebe Grüße

    Franz

  • Hallo zusammen,


    dann hat der Brief auch insgesamt mehr als sechs Gramm gewogen. Soviel steht fest. Und war damit einer mindestens der zweiten Gewichtsstufe. Ich denke, in Frankreich ist fehlerhaft taxiert worden. Zumindest würde ich den Brief jetzt so beschreiben.


    Viele Grüße

    Martin

  • Hallo Martin,

    ...ich denke auch, dass der Brief ursprünglich die 6 Gramm überschritten hatte und somit in die zweite Gewichtsstufe viel.

    Liebe Grüße

    Franz