Mi Nr. 10 halbiert

  • Hallo,

    anbei ein vor kurzem bei delcampe angebotenes + verkauftes Stück einer Schräghalbierung der Mi.Nr. 10 6Kr blau auf einem nicht postalischen gelaufenen Beleg.

    Nachdem "normale" Briefe mit solchen Halbierungen recht ordentlich Geld kosten (so 4000€ und mehr) frage ich mich, ob das nicht wieder einmal ein, zugegeben kreatives, Stück Fälschung ist.

    In dem Dienstsiegel lese ich KOENIGL.BAYER. Stadtger..... und unten REG....., vermute mal Stadtgericht Regensburg. Neben dem Dienstsiegel mit dem die Marke entwertet wurde erkenne ich noch ein schwaches Trockensiegel.

    Ich finde das Stück ausreichend interessant es hier zu präsentieren und zu diskutieren, ob es authentisch bzw. in dieser Zeit eine erlaubte Form der Gebührenentrichtung war auch wenn es eine andere Behörde als die Post war, vielleicht analog zu den bekannten frankierten Grenzscheinen mit Wappen / Ludwig Frankaturen.

    Hier der Link zum Angebot: https://www.delcampe.net/de/sa…ekte/item/1172185694.html


    PS:

    Ich habe mir das Stück nicht gekauft, weil es erstens nicht mein Sammelgebiet ist und zweitens ist mir das Stück etwas zu heiß.

    Falls die Redaktion das in eine andere Rubrik/Thema verschieben möchte, nur zu, habe ich kein Problem damit.


    Grüße

    philast


  • Hallo,


    von diesen Briefstücken mit roten Innendienststempeln gibt es viele Dutzend - Wert ganz gering, vlt. 10 Euro als Kuriosität. Es gab und gibt keine echten Halbierungen mit Innendienststempeln, das weiß sogar die Michel - Redaktion, die sonst herzlich wenig zu Bayern weiß, was nicht jeder 8järige selbst erkennen und sehen würde.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo,

    dann würde ich mal sagen, war das für den Käufer kein erfolgreicher Erwerb einer Rarität. Und die, die weniger geboten haben haben Glück gehabt.

    Grüsse

    philast

  • ... wer das für welchen Preis auch immer gekauft hat, war ein Ahnungsloser und die anderen Zweitbieter waren finanziell schlechter gestellte Ahnungslose ...


    Eine bayer. Halbierung der Kreuzerzeit wird üblicherweise nicht bei eBay angeboten, weil auch die typische Putzfrau keinen neuen Rolls Royce fährt, während sie ihre beiden Ferraris zu Hause in der beheizten Garage stehen lässt ... ^^

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo José,


    Ralph ist immer für eine Überraschung gut. Oder soll man das Geistesblitz nennen?


    Der Sammler hat anscheinend zu viel Geld! Und noch viel weniger Ahnung von Bayern als ich. Warum eine Marke kleben, wenn links schon ein Wertstempel prangt?

    Ich gehe schell noch was einkaufen, bevor mein Nacken vom vielen Kopfschütteln Schaden nimmt.


    beste Grüße


    Dieter

  • Hallo,


    von diesen Briefstücken mit roten Innendienststempeln gibt es viele Dutzend - Wert ganz gering, vlt. 10 Euro als Kuriosität. Es gab und gibt keine echten Halbierungen mit Innendienststempeln, das weiß sogar die Michel - Redaktion, die sonst herzlich wenig zu Bayern weiß, was nicht jeder 8järige selbst erkennen und sehen würde.

    Hallo Ralph,
    du schreibst es gibt einige Dutzend von ähnlich gelagerten Stücken. Hast du noch weitergehendere Informationen, ob das immer in der gleichen Machart ist also wie hier gezeigt Regensburg Stadtgericht oder andere Orte. Oder steckt hier eine konkrete Fälschungsquelle dahinter?

    Die Geschichte hinter diesen Stücken würde mich interessieren.


    Grüsse

    philast

  • ... ich bin nicht der Fälscher, aber diese Machwerke gibt es seit mind. 50 Jahren, vlt. noch länger. Einer hat in Regensburg ein altes Dienstsiegel gefunden und sich mit ungebrauchten 6x Marken versehen - er benutzte dazu das dort in Massen vorrätige, gebrauchte Dienstpapier und schuf so völlig unsinnige Sachen, die einen, der 3 Tage in diesem Forum mitliest, kalt lassen würde.


    Es ist immer gut sich Kennerschaft an authentischem Material zu erwerben. Marken klebte man weder 1862, noch Jahre davor oder danach auf, wenn ihre Verwendung keinen Sinn ergeben konnte.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus