Philatelie und Murmeltiere


  • Keine Angst jetzt geht die Philatelie nicht gleich monatelang schlafen...:)


    Hier darf ich Euch das Leben und die Philatelie der Murmeltiere vorstellen.

    Ich werde immer mal wieder Informationen über diese Tiere und philatelistisches Material, das heisst, Briefmarken und Stempel einbringen. Solange das Interesse vorhanden ist.

    Hier zum beginnen einen Brief aus der ehemaligen DDR genau aus Rostock vom 14. Dezember 1982 frankiert mit insgesammt 4x 10 Pfennig nach 2242 Büsum.


  • Hallo Jose,


    für mich gerne. Aber vielleicht sollte man das Thema verschieben.

    Vielleicht findest du etwas über andere Alpen-Bewohner. Nein, keine Schweizer oder Österreicher! Ich meine Steinböcke.


    Dieter

  • Hallo St. Gallen,


    klasse, dass wir dich dazu animieren konnten, dieses Thema zu eröffnen.^^


    Auch ich mag Murmeltiere.:)


    Schöne Grüße

    Volker (Sternzeichen Steinbock ;))

    Nimm dir im Leben ruhig die Zeit zum Sammeln und genieße einen guten Wein, denn die gesammelte Zeit nimmt dir irgendwann das Leben und dann wird man um dich weinen. (V.R.)


    Bayernfarbenvielfaltverrückt - warum nicht?

  • Grüss dich Ulf


    Ich liebe es jedesmal wenn ich mich in den Bergen bewege und diese Tiere beobachten darf. Sie haben viel was man gar nicht vermuten würde.

    Werde ab und zu davon berichten.

  • Die Murmeltiere sind grosse Nagetiere ( Rodentia ), die dank ihrer Tagaktivität vielen Menschen bekannt sind. Die Wissenschaft ist sich noch uneinig wie viele Arten es gibt. Die meisten gehen jedoch von 12-14 Arten aus, die etwa je zur Hälfte in der alten sowie neuen Welt leben.


    Sehr selten findet man zwei verschiedene Arten zusammen im gleichen Lebensraum. Murmeltiere je nach Art, bewohnen viele unterschiedliche offene Landschaften. Von den arktischen Tundren, alpinen Matten bis hin zu den Grasebenen der gemässigten Breiten. Gelegentlich findet man auch Murmeltiere in Waldgebieten.


    Das grösste Nagetier ist das Capybara oder auch Wasserschwein genannt.



    Es bewohnt feuchte Regionen in Südamerika.


    Hier nun eine Postkarte von Potsdam vom 19. Mai 1982 nach Cottbus


  • In ihrem gesamten Verbreitungsgebiet besitzen Murmeltiere eine Vielzahl von Trivialnamen.


    Der deutsche Name leitet sich vom lateinischen MUS MONTIS ( Bergmaus ) ab, woraus dann im Althochdeutsch MURMONTO, MURMENTI später MÜRMENDIN und schliesslich das heutige MURMELTIER wurde.


    Dabei gibt es noch viele lokale Bezeichnungen für diese Tiere.


    Mankei: Oberbayern


    Murbele: Allgäu


    Murmeli: Nordschweiz


    Mungg: Graubünden


    Bergstutzln: Steiermark


    Hier nun ein sogenanntes Markenheftchen mit derselben Marke von der ehemaligen DDR


    Aussenseite




    Marken der Innenseite offen




    Markenheft gefaltet


  • Hilferuf


    Welcher liebe Österreicher oder anderer Philatelist kann mir diese neue Briefmarke organisieren?

    Kosten und Portowerden natürlich erstattet.


  • Hallo St. Gallen


    zu den größten Murmeltieren, den Wasserschweinen, ist ja noch zu sagen, das es die überhaupt größten Nagetiere der Welt sind. Auch ist es eine Lieblingsbeute der Großen Anakonda, welche wiederum zu den größten Würgeschlagen zählt.


    Lieber Bayern Klassisch


    soviel mir bekannt, gibt es keine Murmeltiere in freier Wildbahn auf dem Gebiet der ehemaligen DDR, also maximal in irgendwelchen Zoo's.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

  • Hallo Ulf

    Alles absolut richtig. Sehr gut, jemand der sich in der Tierwelt auskennt.

    Zu den Feinden der Capybaras gehört auch der Jaguar.

    Bei der Anakonda ist zu sagen das die Männchen ca. 3 Meter aber die Weibchen bis 8 Meter werden können. Die grösste je gemessene Anakonda hatte eine Länge von knapp 9 Meter.

  • Die Nagetiere die zu den Erdhörnchen (Marmotini) gezählt werden, einer Gattungsgruppe innerhalb der Erd- und Baumhörnchen sind stark an eine grabende Lebensweise (in Erdbauen) angepasst. Die Echten Erdhörnchen (Marmotini) sind eine Tribus der Hörnchen (Sciuridae), zu dem unter anderem Murmeltiere, Präriehunde und Ziesel zählen. Rezente wie auch fossile Vertreter der Marmotini findet man ausschliesslich in der Holarktis. Prähistorisch lässt sich der Ursprung dieser Gattung bis ins obere Oligozän (vor 25 Millionen Jahren) zurückverfolgen. Gemeinsam mit Präriehunden, Ziesel und einigen anderen amerikanischen Erdhörnchen - Untergattungen bilden sie wie schon erwähnt, eine Gruppe die sich auf eine grabende Lebensweise in vorwiegend offenem Gelände spezialisiert hat. Lediglich das amerikanische Waldmurmeltier bevorzugt als Lebensraum Wälder, lebt aber auch auf Lichtungen und Wiesen. Vieles deutet darauf hin, dass sich die Murmeltierarten parallel zur Entwicklung der Wiesen und Steppen während des Pliozäns etablieren und ausbreiten konnten. Deutliche Unterschiede zwischen den Jahreszeiten sowie eine verkürzte Vegetationszeit bildeten letztlich den entscheidenden Selektionsdruck, der bei den Vorfahren der heutigen Murmeltiere die Herausbildung komplexer ökologischer und physiologischer Anpassungsmechanismen förderte. Dies führte letztendlich zur Ausbildung des Winterschlafes. Die grössten und fettesten Exemplare der Spezies Murmeltiere sind das eisgraue Murmeltier und rotschwänzige resp. langschwänzige Murmeltier. Sie erreichen ein Gewicht von 8-9 Kg und eine Körpergrösse von 46-55 cm plus 18-25 cm Schwanz. Die kleinsten der Art sind das Menzbiers und das Waldmurmeltier. Sie erreichen ein Gewicht von ca. 2.5 – 3.1 Kg und eine Körperlänge von 40 – 51 cm. Tatsächlich sind die Arten die in Eurasien leben sich sehr ähnlich. Deshalb geht man davon aus, dass die Artbildung innerhalb der Gattung noch nicht endgültig abgeschlossen ist und somit die exakte Anzahl der Murmeltierarten umstritten ist.



    Gehen wir philatelistisch in die Schweiz.

    10 Rappen Marke von 1965 mit zwei stehenden Murmeltieren


    Brief mit Bahnpoststempel vom 25. Februar 1965 Ambulant nach Lachen.



  • Hallo Sammlerfreunde,

    heute in den ORF - News zu lesen https://tirol.orf.at/stories/3075240/:

    "Murmeltiere fressen auch Fleisch"

    Murmeltiere ernähren sich nicht ausschließlich pflanzlich, wie bisher angenommen. Im Innsbrucker Alpenzoo hat man herausgefunden, dass sie ab und zu auch einen Happen Fleisch nicht verschmähen. Diese wissenschaftliche Erkenntnis sorgt in Fachkreisen für Aufsehen.

    Ans Tageslicht kam die Fleischlust der Murmeltiere im Alpenzoo zufällig. Für die bahnbrechende Erkenntnis aus dem Reich der Tiere musste allerdings ein seltener Krähen-Nachwuchs dran glauben.

    Murmeltiere fraßen Krähen-Küken

    Christiane Böhm, Forschungsleiterin und Biologin am Innsbrucker Alpenzoo berichtete: „Wir hatten heuer Nachzucht bei den Alpenkrähen, was eine Besonderheit ist. Zwei Junge sind flügge geworden. Zunächst ist eines verschwunden, zehn Tage später das zweite. Wir haben uns gewundert, weil sie gut ausgesehen haben und fit waren. Wir haben nach ihnen gesucht und fanden am Eingang der Murmeltierhöhle Skelette und Federn.“

    Liebe Grüße

    Franz

  • Lieber Franz

    Das ist gar nichts Neues.

    Schon vor Jahre war dies bekannt.

    Insekten und auch ihre nächsten Verwandten die Ziesel stehen vereinzelnd auf dem Speiseplan.

    Dies alles und noch viel mehr hätte ich euch auch erzählen und erklären können.

    Werde ich auch noch wenn das Interesse dafür da ist.


    Vorab, es gibt nicht nur in unseren Alpen Murmeltiere. Auch deren Lebensweise ist nicht überall die gleiche.

  • Lieber José,

    Schade, ich dachte schon, die Tiroler wären hier auf eine zoologische Sensation gestoßen.

    Übrigens, in unserer Gegend werden die kleinen Nager liebevoll Murmerl genannt.

    Freue mich auf weiter Infos zu diesem Thema.

    Liebe Grüße

    Franz

  • Lieber Franz


    schon in den 60 er Jahren oder noch früher wurde dieses Phänomen entdeckt im fernen Osten (Kasachstan oder im Altai Gebirge usw.)

    Unter anderem beschrieben ist dieses Verhalten auch im Buch ,, Die Murmeltiere der Welt,, von Dimitrij Bibikow 1916-1997

    Also keine Ahnung ob diese Zoologen jemals Literatur gelesen haben 😀

    Ich jedenfalls hab gelesen.....

  • Das Murmeltier, Beispiel eines grabenden Bodenbewohners offener Flächen


    Murmeltiere sind nach den Bibern die zweitgrössten Nagetiere innerhalb der Paläarktis. Das Erscheinungsbild und ihr Körperbau spiegeln ihre Lebensweise als grabende Bodenbewohner wider. So verbringen Murmeltiere ca. 80% ihres Lebens, (nicht nur den Winterschlaf) also auch während ihrer aktiven Zeit unter Tage. Es hat einen gedrungenen Körper. Die Beine sind weit auseinandergestellt. Dennoch ist der Körper stromlinienförmig und leicht. Das Tier kann rasch durch enge Löcher schlüpfen und blitzschnell Haken schlagen. Dies wird ihm durch seine hohe Beweglichkeit seiner Gelenke zwischen Schädel und Wirbelsäule sowie durch seinen elastischen Thorax ermöglicht. Sein Schwanz balanciert den Körper, wenn das Tier in Bewegung ist. Die Vorderbeine sind nur geringfügig kürzer als die Hinterbeine. Vorder- und Hinterbeine besitzen je 5 Finger resp. Zehen. Der fünfte Finger ist oft nur rudimentär. Die Fusssohlen sind unbehaart und mit einem dicken Hornepithel bedeckt. Zehen sind lang und sehr beweglich womit das Murmeltier dünne Pflanzenstiele gut halten kann.



    Pro Juventute Markenheft 1965, Postfrisch




    Inhalt 5, 10 und 20 Rappen Marken des Satzes 1965 Einheimische Wildtiere


    Hier auch ein kompletter Markenbogen dieser Marke.

    Es zeigt übrigens das Alpenmurmeltier, eines der 14 Arten und wohl das bekannteste davon.