Stempelgruppe 125

  • Was ich bisher bestätigen kann ist, dass diese Stempel grundsätzlich eine Verwendungszeit von Dezember 1862 bis 1871 hatten, man diese nachweisen kann.

    Jedoch hatte jeder Ort eigenartigerweise eine andere Verwendungszeit.

    Beispiel die man nachweisen kann.

    Bellinzona 1867

    Zürich 1869-1870

    Bern ab 1862

    Neuchatel ab 1862


    Kurzum, viele Angaben die im Stempelwerk 1843-1907 vermerkt sind sind unvollständig. Etliche Stempelvarianten sind nicht einmal aufgeführt.

  • Lieber José,


    zu Olten wäre zu sagen, dass die dortige Bahnpost mit dem Ausland im Kartenschluß stand - von daher machte das Vorhandensein eines solchen Stempels dort Sinn, da keine Nachkontrolle mehr statt fand.

    Mit irgendwelchen Telefonen hatte das sicher wenig zu tun ... so viele gab es damals nicht ...

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber Ralph

    Es sollte Telegraphenkreisdirektion heissen.

    Werde den Text gleich korrigieren im #17

    Aber eben die Informatik schreibt manchmal was sie will und nicht was der Autor will😄

    Demzufolge macht dies durchaus Sinn.

    Olten gehörte damals zum PK V war aber genau an der Grenze zwischen den PK V und IV.

  • Lieber José,


    das habe ich mir fast gedacht, dass da etwas nicht stimmen konnte - danke für die Korrektur.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Auffallend ist zum Beispiel auch, dass viele kleine Orte in Graubünden einen Brief oder Ganzsache (Tüblibrief) mit einem Balkenstempel stempelten und der später dann jeweils über Chur lief und den Stempel Gr. 125 von Chur erhielt. Obwohl Chur durchaus einige andere Stempel zu dieser Zeit im Gebrauch hatte.

    Traute man den kleinen Orten, Postangestellten nicht zu das Porto richtig zu berechnen?

    Zumindest Indizien für die berechtigte Vermutung des verstorbenen Sammlers sind vorhanden.

  • Lieber José,


    das denke ich auch - auf kleinen Poststellen saßen selten Genies, daher wurde von dort aus vieles falsch taxiert/frankiert. Da machte eine Nachkontrolle absolut Sinn.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hier nun einmal die Auflistung der Postkreise und dessen verwendeter Stempel mit Ortsname


    1. PK I Genf

    2. PK II Lausanne

    3. PK III Bern

    4. PK IIII Neuchatel

    5. PK V Basel und Olten

    6. PK VI Aarau

    7. PK VII Luzern

    8. PK VIII Zürich

    9. PK IX St. Gallen

    10. PK X Chur

    11. PK XI Bellinzona

  • Was ich mittlerweile mit Sicherheit bestätigen kann, in den Postkreisdirektionen gab es tatsächlich eine Art Kontrollbüro respektive Kontrollstelle. Was diese im Detail für eine Funktion hatte, kann leider nicht mehr eruiert werden. Tatsache aber ist, das der frühere Sammler mit seiner Vermutung zumindest teilweise recht hatte.