Frühverwendung der Ortspost Marken (inkl. Poste Locale)

  • Wie schon im Thread Rautenobligatorium erwähnt wurden die ersten eidgenössischen Marken auf den 1. Oktober 1850 offiziel eingeführt.


    Dies beinhaltete die folgenden Marken.


    Orts Post zu 2 1/2 Rp.

    Poste Locale zu 2 1/2 Rp.

    Rayon I zu 5 Rp.

    Rayon II zu 5 Rp.


    Mit einer Ausnahme stimmt diese Aussage auch, denn die Orts Post und Poste Locale Marken kamen eigentlich schon im Mai 1850 ins Spiel.






  • Hallo José

    Wie ist den das bei dieser Ausgabe. Du hast Dir da ja einen Namen gemacht als St Gallen Sammler und forscht da auch einiges, scheinst derzeit einer der wenigen Forscher auf diesem Gebiet zu sein.

    Wie schaut das da aus ?


    Bekannt ist de Auslieferung der Marken Orts Post / Poste Lokale an versch. Poststellen.

    1.5.1850 (Kreispostdirektion 7 hat eine Lieferung 4000Stk. Ortspost/PosteLocale bekommen.)

    10.5.1850 (2 Lieferung u.a StG...). (3. 31.5.1850 bezog Bern die Marken)


    Hast Du Briefe die ein solches Frühes Datum der OrtsPost/PosteLocale zeigen.

    In diesem Beitrag 44 hast du zwei Briefe vom 1. Oktober 1850 gezeigt, eigentlich Ausgabetag oder eben doch nicht.

    Wie weit bist Du da mit Deiner Forschung.

    Gruss Rene

  • Guten Morgen René


    Nun ich bin nicht so überheblich zu behaupten, dass ich alles weiss aber ich habe über dieses Thema Beispielsweise einen Vortrag gehalten.

    Auch habe ich das Postarchiv durchforstet nach Hinweisen und bin fündig geworden.


    Vorab mal soviel:

    Deine Aussagen stimmen in etwa....

    Die ausführliche Dokumentation die kürzlich in der SBZ von Herrn Senn geschrieben wurde stimmt bezüglich Frühdaten nicht!!!

    Solche Briefe habe ich in meiner Kartei.

    Auch weitere Werke wie Schäfer oder Sieber und Grand sind heutzutage unvollständig.


    Aber eben, auch meine geschriebene Broschüre über die Initialraute wird kaum alles beinhalten, denn es wird immer mal wieder etwas Unbekanntes gefunden.

  • Ich gehe davon aus, du hast betreffend Durheim Ausgaben schon einige Unterlagen beisammen.

    Es wäre Toll, wenn Du Dein Wissen mal in einem Artikel Preisgeben würdest

    Ich weiss nun nicht ob Du diese Daten schon kennst. Der 15 Cts vom 2.1.1852 ist schon im Werk von H Grand abgebildet.

    Da andere Stück ein Fragment mit eiem Ersttag vom kleinen Rp .,war mal in einer Online-Auktion zu haben.


    Lass mich wissen wenn Du mal einen Artikel schreibst oder schreiben möchtest.

    Eventuell hab ich Verwendung dafür.

    Gruss Rene

  • Einen Teil davon werde ich hier mal platzieren.


    Deine zwei Rayonbriefe sind toll aber haben eigentlich nichts mit der Frühverwendung an sich zu tun.

    Dabei geht es ausschliesslich um die Briefmarken für das Ortspost Porto.

    Also die Nummern 13 I+II und 14 I.

  • Hallo zusammen


    Vorab einmal ein Bild eines Briefes von St. Gallen vom 31. Juli 1850 nach Untereggen SG damit ihr seht worum es geht.

    Bisher der einzige seiner Art.


    Einmal editiert, zuletzt von St.G () aus folgendem Grund: Schreibfehler

  • Phuahh cool.

    Ein wunderschönes Beispiel einer Frühverwerwendung.

    Sofern man bei diesen Marken davon sprechen kann.

    Denn St Gallen hatte doch bereits im Mai 1850 die Marken geliefert bekommen.

    Interessant auch der Aspekt, dass es sich um ein nicht eingefasstes Schweizer Kreuz (ohne trauerrand des Kreuzes) handelt. Waren doch die ersten erstellten Marken mit eingefasstem Schweizer Kreuz und erst danach wurden die Steine retouchiert und dabei diese Eunfassung entfernt,


    Weisst Du etwas darüber ?

  • Ja klar

    Herr Senn ging davon aus, dass erst die 13 II und erst viel später die 13 I geliefert wurden. So sein Beitrag in der SBZ.

    Dies weil er wohl nicht alle vorhandenen Exemplare kennt.

    Husch husch und schnell ein Buch oder Broschüre schreiben kann jeder. Vielfach passiert dies weil man als Einzelkämpfer arbeitet wie so viele andere auch.

    Ich vertrete jedoch die These ,, frag die, die ein gewisses Gebiet seit Jahren, Jahrzehnten erforscht haben,,

    die wissen meist am genausten was Sache ist.


    Aber eben dies ist ein anderes Thema.


    Allerdings bringt es auch nichts wenn man es veröffentlicht. Beispiel der schweizerische Händlerverband.

    Seit Jahren stehen Änderungen an was deren Katalog (SBK) betrifft. Wurden sie je gemacht?

    NEIN

    Deshalb an alle Philatelisten ,, glaubt nicht alles was im SBK steht.

    Ja René, in gewisser Hinsicht hast du wohl recht. Du weisst was ich meine.

  • Beginnen wir einmal mit dieser Geschichte.


    Vorab möchte ich jedoch auf folgendes hinweisen.

    Auch ich weiss nicht alles und auch mir sind sicherlich nicht alle existierenden Exemplare bekannt. Leider!

    Hierzu bitte ich jede (n) Philatelisten, mir jedes Stück, bitte mit Bild, zu melden. Nur so kann weiteres erforscht und belegt werden.


    Weiter möchte ich erwähnen, dass ich leider nicht die Erlaubnis habe alle Dokumente zu erwähnen und oder zu zeigen. Dies aus datenschutztechnischen Gründen und auf Versprechen von Lieferanten gewisser Stücke und gewisser Informationen. Ich hoffe auf etwas Verständnis diesbezüglich.

    Dennoch versuche ich, Euch etwas Licht in dieses Gebiet zu geben.

  • Am 14. Januar 1850 gelangte das Postdepartement in Bezug auf die Einführung einer Ortspost (reduzierter Tarif) an den schweizerischen Bundesrat.

    Am 18. Januar 1850 beschloss der Bundesrat die Einführung der Ortspost.


    Zitat:

    (mit der in Artikel 4 des Posttaxengesetzes bestimmten niederen Taxe einzuführen)

  • Obwohl zu beachten ist, dass die damaligen 4 Rp. in Zürich, 5 Centimes in Genf oder 2 ½ Rp. in Basel nicht den heutigen Rappen entsprachen.

  • Im Kreisschreiben der eidgenössischen Postverwaltung wurde die Einführung des Ortspost Tarifes in grösseren Orten den Kreispostdirektionen übertragen. Die 11 Kreispostdirektionen wurden am 5. April 1850 vom Bundesrat dazu ermächtigt, in 36 grösseren Ortschaften lokale Postdienste zu betreiben. Zur Frankatur sollten die neuen 2 ½ Rp. Marken kommen.

  • Wie unser Kollege ja schrieb bei seinem Brief St. Gallen nach Genf, bestand ja noch nicht in der ganzen Schweiz dieselbe Währung und Umrechnung.

  • Kreisschreiben vom 5. April 1850.


    Eine Ortspost wird eingeführt in den Ortschaften:


    Genéve, Lausanne, Freiburg, Vevey, Bern, Burgdorf, Thun, Neuchatel, Biel, Locle, La Chaux de Fonds, Basel, Solothurn, Aarau, Zofingen, Lenzburg, Baden, Luzern, Schwyz, Altdorf, Zürich, Winterthur, Richterswil, Wädenswil, Zug, Schaffhausen, Frauenfeld, St. Gallen, Rorschach, Altstätten, Rapperswil, Wattwil, Chur, Bellinzona, Lugano, Locarno.