Strubelbriefe

  • Bei diesem Thema möchte ich mit einem Strubelbrief von St. Gallen nach Magdenau (Wolfertswil) beginnen.

    Brief von St. Gallen vom 12. Dezember 1854 über Flawil 12. Dezember 1854 (Rückseite) nach Magdenau.

    Der Brief ist frankiert mit zwei Einzelmarken 22 A3 5 Rp. (Münchner Druck 3. Druckperiode). FD 15. September 1854 (FD Frühdatum).

    Die rechte Marke hat links unten einen Klischeefehler, senkrechte weisse Linie von der Rosette bis höhe der 5.

    Ein Brief aus früher Verwendungszeit der Strubelmarken.

    Porto;

    Distanz: 19,7 Km

    Bis 1/2 Loth 2-10 Wegstunden

    10 Rp.


  • Schöner Brief @ St. G!


    Hier eine Rosine aus meiner Sammlung. Die aktuell höchste bekannte Strubel Inlandfrankatur überhaupt mit Erklärung des Porto:


    60 Rappen Fahrpost Taxe für einen schwergewichtigen Brief ab 5 bis 32 Lot (ab 78.125 bis 500 Gramm) in den 9. - 16. Fahrpost-Kreis (= ab 40 Wegstunden = 192km).Die Postrouten-Distanz Bodia TI nach Bern betrug 47 5/8 Wegstunden (=228.6km) und liegt somit im 10. Fahrpost-Kreis. Das Chargé bedeutete eine Portoverdoppelung auf 120 Rappen.


  • Hallo José,


    ein "wildes Stück", wie mein Freund Robert Bäuml immer zu Schweizerbriefen sagt, die so, oder ähnlich aussehen. Klasse ! :):)

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Und es wird früher.

    Die Strubelmarken kamen ja ab dem 15. September 1854 an den Postschaltern zum Einsatz.

    Hier nun zeige ich Euch einen Brief von St. Gallen vom 23. September 1854 nach Bussnang TG.

    Rückseite Durchgangsstempel von Weinfelden in blau.

    Der Brief stammt somit vom Anfang der zweiten Woche (Siehe Kalender unten).

    Ein früher Brief aus der Strubelzeit.

    Brief frankiert mit einer 23 A3

    Distanz 35.3 km

    Porto: 10 Rp. für einen Brief bis 1/2 Loth von 2-10 Wegstunden.




  • Hallo José,


    ein sehr attraktiver Brief - früh, blau, schwarz und rot, das ist ein sehr nettes Farbenspektrum (und zeigt 2farbige Stempel der Aufgabepost, worüber wir uns ja schon unterhalten haben). :thumbup:

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo zusammen


    Welch grosse Freude.

    Eben konnte ich ein kleines nettes Strubelbrieflein ergattern.

    Der auf den ersten Blick unscheinbare Brief ist mit einer 23 B1 frankiert und wurde in

    St. Gallen am 22. Oktober 1855 aufgegeben mit Bestimmungsort Elgg. Ankunftsstempel rückseitig.



    Nun lass ich euch einmal etwas zappeln, warum dieses Brieflein doch nicht so unscheinbar ist.

    Wer hat eine Idee? 😀

    Bin gespannt ob jemand etwas dazu schreibt.....


  • Ich wusste schon sehr früh das der Ralph ein schlaues Kerlchen ist.

    Du liegst nicht falsch. Es ist die Farbe.
    Nur wenige Tage zuvor wurde in St. Gallen die Farbe für den Ortsstempel von rot in schwarz zurückgewechselt. Es sind bisher nur zwei Briefe früheren Datums bekannt.

    Und wem gehören sie? Dem Schweizer😀😀😀

  • Ich fühle mich geehrt.


    Ursprünglich war dieser Stempel nur in schwarz verwendet worden.

    Dies sieht man ja beispielsweise an den anderen von mir eingestellten Ausland-Briefen.

    Dieses wurde dann aber einmal geändert in rot und wieder geändert in schwarz im Jahre 1855.

    Dazu aber zu einem späteren Zeitpunkt an einem anderen Ort mehr...

  • Hallo zusammen

    Hier nun präsentiere ich Euch noch einen sehr späten Brief von St. Gallen

    mit einem noch roten 2 Kreis Stempel der Stempelgruppe 129 vom 8. Oktober 1855.

    Brief ging nach Lichtensteig SG