Interessante Dokumente aus der Monarchie

  • Lieber Franz,


    schöne Zeitung - unerkannte Promis gibt es heute nur noch im B und C - Bereich; heute wäre der umlagert von Paparazzis und müsste Erstklässlern Autogramme schreiben.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Liebe Freunde,


    wenn man nicht gerade die Kirche am Steinhof besichtigen will, kommt man in Wien mit den »Öffis« überall problemlos hin. Das hatte natürlich auch der »Geenich« klar erkannt, denn die Sachsen sind findig.

    Wo wir schon bei Königen sind: Der letzte und 1866 entthronte König von Hannover wählte Wien als Sitz für sein Exil. Viel hatte er nicht mehr davon, denn er war seit Langem blind. Und das ist in einer so sehenswerten Stadt eine echte Strafe.


    Viele Grüße

    Dietmar

    Viele Grüße aus Erding!


    Achter Kontich wonen er ook mensen!

  • Lieber Diermar,


    oder er wollte in der preußischen Provinz Hannover nicht länger sein Dasein fristen ... und Österreich war ja bekanntlich Kriegsfreund, Preußen aber der Kriegsfeind.


    Wirklich attraktive Städte wie Wien haben aber noch ganz andere Annehmlichkeiten zu bieten, als die, die das Augenlicht zu erfassen vermag ... :)

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Sammlerfreunde,

    "Ein Automobilunfall des italienischen Königspaares"

    Das italienischen Königspaar, das zur Zeit zum Sommeraufenthalt in Monza weilt, erlitt am 14 einen Automobilunfall.

    Der König und die Königin fuhren allein auf einem Automobil im Park von Raccenigi. Der König steuerte den Wagen. Plötzlich versagte die Bremse. Der König war außerstande den Wagen abzustoppen und dieser fuhr mit aller Gewalt an einen Baum an. Der König sprang noch rechtzeitig vom Wagen ab und blieb unverletzt.

    Als er dann versuchte, die Königin aus dem Wagen zu heben, stürzte Königin Elena und zog sich eine Verrenkung des Fußknöchels zu, welche so schmerzhaft war, dass sich die Königin zu Fuß nicht vom Platze bewegen konnte.

    Momentan ist der Zustand des stark angeschwollenen Fußes verhältnismäßig gut, doch wird sich die Königin zur vollständigen Heilung einen Monat Ruhe auferlegen müssen.

    Liebe Grüße

    Franz

  • ... obwohl der berühmteste Bodybuilder Arnold Schwarzenegger aus Graz stammt, war es damals noch nicht sooo populär und wir wissen ja nicht, was die Gattin gewogen hat (Auto mit Ehefrau überladen, Bremsen versagen - das würde in jedem Unfall - Bericht als plausibel angesehen werden). Das Bild ist vlt. etwas euphemistisch gezeichnet?

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Sammlerfreunde,

    "Das Drama einer Diebsfamilie"

    Die Ortschaft Rad bei Szegedin wird durch das Drama einer Familie in Atem gehalten, in welcher bei der Teilung der Diebsbeute aus einem gemeinsamen Raubzuge der Vater seinen Sohn und der zweite Sohn den Vater erschoss.

    Die Familie Howacz, ein Vater mit zwei Söhnen, von denen Jeder wieder seinen Hausstand hatte, lebte Jahraus Jahrein vom Diebstahl, ohne sich erwischen zu lassen.

    Kürzlich statteten sie dem Dorfe Rad einen Besuch ab, stahlen die Pferde des Bauers Anton Rahi und nahmen auch 200 Kronen Bargeld mit, sowie eine Menge Lebensmittel. Im Walde gerieten sie in Streit, da die Söhne die Hälfte des Bargelds verlangten und der Alte sie auf den Ertrag der Pferde verwies. Als ein Sohn, nach dem Gelde griff und es dem Vater entreißen wollte, zog dieser einen Revolver und schoss den Sohn nieder. Der andere Sohn, entrang aus Angst, dass es ihm ebenso ergehen werde, dem Vater die Waffe und gab einen Schuss auf ihn ab. Der Alte stürzte sofort Tod zusammen.

    Der Mörder durchsuchte noch die Taschen des Vaters und des Bruders, nahm alles Geld an sich und trieb die Pferde nach Hause.

    Die Leichen ließ er am Weg liegen. Der Mörder wurde schon einige Stunden später verhaftet und legte ein umfassendes Geständnis ab.

    Liebe Grüße

    Franz

  • Hallo Sammlerfreunde,

    am 30.7.1903 ereignete sich in einem kleinen Dorf ein schreckliches Verbrechen.

    "Die Untat eines Trunkenboldes"

    Ein schweres Verbrechen wurde in der Nähe von Asch verübt. In dem Dorfe Bled tauchte ein Betrunkener, Namens Münsche, einen Knaben der ihn beschimpfte in einen Trog mit siedendem Wasser, in dem eben ein Schwein abgebrüht wurde. Der Knabe erlitt derartige Verletzungen, dass er sofort starb. Münsche wurde verhaftet.

    Liebe Grüße

    Franz

  • Lieber Franz,


    ganz übel! Heute würde er freigesprochen, weil zum Tatzeitpunkt (wegen Vollrauschs) nicht straffähig. Damals konnte das aber anders aussehen ...

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • ... das ist eine Lösung, mit der man damals rechnen musste. Heute müssten sich seine Eltern und der Schankwirt vor Gericht verantworten ... :thumbdown:

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Sammlerfreunde,

    "Die Wahlen in Floridsdorf"

    Die Christlichsozialen Kandidaten wurden gewählt. Mit der Wahl aus dem dritten Wahlkörper wurden gestern die Wahlen für den Gemeinderat aus dem 21. Bezirke fortgesetzt und jene für die Bezirksvertretung begonnen.

    Begleitet wurde die Wahl von heftigen Krawallen und Tumulten. Es kam zu einer Schlägerei zwischen Sozialdemokraten und Christlichsozialen in der Parkgasse in Hirschstetten, wobei der Arzt Dr. Artmann blutig geschlagen wurde. Um 5 Uhr erschien eine Abteilung von 20 berittenen Sicherheitswachen unter Führung eines Inspektors und stellte die Ruhe wieder her. Mit Ausnahme dieser unschönen Schlägerei verlief die Wahl ruhig.

    Liebe Grüße

    Franz

  • Lieber Franz,


    ungebremster, politischer Fanatismus ist also keine Neuerscheinung unserer Zeit, sondern gab es schon weitaus länger, nur sind fanatische Doktoren heute wohl eher bei Straßenschlachten seltener anzutreffen, als wohl zur damaligen Zeit.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus