Bedeutende Deutsche (a.k.a. »Grimmige Deutsche«)

  • Hallo zusammen,


    inzwischen habe ich auch meine alten Dateien wieder gefunden. Ein kleiner Gang durch die Bundesdruckerei zeigt, wie die Rollenmarken, Bogenmarken , Zusammendrucke, Markenheftchen und die Rollen für die Automaten hergestellt worden sind. Bei den Damen lässt Farah Diba-Palhlavi grüßen.

  • Lieber Erwin,


    genau, es sind die Frisuren. Leider sind die Bilder der jungen Kaiserin alle urheberrechtlich geschützt. Bei ihrem Deutschlandbesuch hat die weibliche Jugend sofort versucht diese Hochsteckfrisur zu kopieren.


    Grüße aus Frankfurt

    Heribert


  • Leider sind die Bilder der jungen Kaiserin alle urheberrechtlich geschützt.

    Lieber Heribert,


    da kann ich dir mit einem gemeinfreien Bildchen aus meiner "Privatschatulle" aushelfen



    Da die holde Weiblichkeit nicht altert, kann man problemlos eine Aufnahme nehmen, die einige Jahre später entstand 8)


    besten Gruß

    Michael

  • hallo zusammen,


    zum aktuell gehypten Thema "Hochfrisuren" musste ich zwangsläufig an den Oberrand bei Briefmarken denken. Zudem ist die Oppenheimer-Marke meines Erachtens nach die mit Abstand schönste der ganzen Serie - passend zur jungen Kaiserin



    Doppelbrief per Einschreiben am 24.1.1966 in Herzberg aufgegeben und nach Göttingen gesandt. Portorichtig mit 90Pf. frankiert.



    besten Gruß

    Michael

    Einmal editiert, zuletzt von stampmix ()

  • hallo zusammen,


    deutlich später wurden am 12. April 1962 die Wertstufen 60Pf. und 2DM verausgabt



    So steht es zumindest in der einschlägigen Literatur. Schiller sieht man deutlich an, dass er damit nicht zufrieden war - zurecht wie ich meine, war er doch schon am 28.11.1957 inkognito nach Seoul gereist




    Wenn man dem Tagesstempel aus ? glauben würde, handelte es sich um eine extreme Frühverwendung aus 1957 - also eine Fehleinstellung des Kalenderjahres, der Ankunftstempel von Seoul zeigt deutlich glaubhafter (Februar) 1963. Für Februar 1963 spricht die Möglichkeit als portogerechte Verwendung bis zum 28.2.1963 (und damit eine komplette Datum-Fehleinstellung des Tagesstempels) mit 10Pf für die Auslandsdrucksache und 50Pf/20gr. Luftpostzuschlag nach Korea, sowie die Verwendung eines Tagesstempels ohne 4-stellige Postleitzahl.



    Zur Briefbeschreibung können wir jetzt nur feststellen, daß der Brief irgendwann vor dem 1.3.1963 von irgendwo in der BRD nach Seoul abgesandt wurde und dort (Februar) 1963 ankam.




    besten Gruß

    Michael

  • Hallo Michael,


    das könnte bei näherer Betrachtung auch »62« heißen.



    Viele Grüße,

    Dietmar

    Viele Grüße aus Erding!


    Achter Kontich wonen er ook mensen!

  • Hallo liebe Freunde,


    tatsächlich habe ich zu diesem Thema bei mir auch noch was gefunden:


    Brief bis 20 gr. (20), Einschreiben(50) Eilboten(80) = (150) portogerecht mit 3 Exemplaren Goethe Mi.Nr. 356 vom 19.04.1965 von Bad Wiessee nach Kempen


    Schöne Grüße

    Bayern-Nerv Volker

    Nimm dir im Leben ruhig die Zeit zum Sammeln und genieße einen guten Wein, denn die gesammelte Zeit nimmt dir irgendwann das Leben und dann wird man um dich weinen. (V.R.)


    Bayernfarbenvielfaltverrückt - warum nicht?

  • das könnte bei näherer Betrachtung auch »62« heißen.

    hallo Dietmar,


    das könnte tatsächlich sein und würde Sinn machen :thumbup:


    Die Luftpostbeförderung wäre dann eher mit Brieftaube oder Montgolfiere erfolgt:/


    besten Gruß

    Michael

  • Liebe Fans der "Grimmigen Deutschen",


    soeben beim Wühlen entdeckt: zweimal Annette von Droste-Hülshoff im waagerechten Paar auf Zustellungsurkunde von 7.12.65.


    Viele Grüße von maunzerle

    "Ein Leben ohne Philatelie (und Katzen) ist möglich, aber sinnlos!" (frei nach Loriot, bei dem es allerdings die Möpse waren - die mit vier Beinen wohlgemerkt)

  • Seinerzeit gabs eben noch eine Vielzahl von Bedarfspost, die mit Marken anstelle von Laebels frankiert werden konnte / musste.


    Hier eine Überweisungs- oder Zustelliste für den Landzusteller einer Poststelle II.

    Die Mi.-Nr. 354-y 30 Pf Kant diente wohl als Quittung für die Zustellgebühr eines Pakets im Tarifzeitraum 01.07.1954-31.08.1971



    Gruß Klaus

    Wer später bremst,
    ist länger schnell !

  • Guten Morgen,


    Einzelfrankatur des grimmig blickenden Ludwig van (Mi.-Nr. 358-a) auf Auslandspostanweisung aus 234 Kappeln nach Stockholm Schweden vom

    21.08.1962 über einen Betrag von 50 DM entsprechend 64 Kronen 36 Öre.

    Grundgebühr: 40 Pf; Zusatzgebühr 10 Pf pro 20 DM = 30 Pf im Tarifzeitraum 01.04.1959 - 31.03.1966.




    Gruß Klaus

    Wer später bremst,
    ist länger schnell !

  • Hab auch mal vor Jahren die "grimmigen Deutschen" auf Karton aufgezogen. Ein Beispiel sei mir erlaubt-;)

    "Extra Bavariam non est vita et si est vita non est ita."

  • Hallo zusammen,


    hier zeige ich einmal einen Satzbrief, besser gesagt einen Fastsatzbrief. Warum die 15 Pfennig Martin Luther fehlt, erschließt sich mir nicht. Vielleicht hatte er am Silvestertag zu grimmig geschaut. Die verklebten 7,95 DM passen sowieso hinten und vorne nicht. Wenn ich nachrechne:

    20 Pfennig der Brief (ermäßigtes Ortsporto gaben seit 01.01.1963 nur noch in Berlin) , die Eilzustellung 80 Pfennig, der Wertbrief 5 DM (100 für die 1ten 500 DM und 5 x 80 = 400 für je die weiteren 500) macht zusammen 6 DM. Des weiteren fehlt die genaue Gewichtsangabe und auf der Rückseite ist kein persönliches Siegel. Ein Geldstück durfte nicht benutzt werden, denn sowas hatte ja Jeder in seiner Tasche. Auch ist auf der Rückseite keine weitere postamtliche Behandlung zu sehen. Hier spricht alles dafür, dass der gute Max Lutz den Postler gut kannte. Er sagte hier hast du keine weitere Arbeit. Stempel die Marken schön ab und gib mir den Brief wieder.


    Grüße aus Frankfurt

    Heribert

  • Ein Beispiel sei mir erlaubt

    hallo abrixas,


    eine schöne Seite zeigst du uns da :)


    Ich möchte noch einen Hinweis zur Beschreibung geben: In der Portoperiode 1.3.1963 - 31.7.1964 betrug die Gebühr für die förmliche Zustellung 150 Pf. So im Michel-Postgebührenhandbuch und bei Götz (S.785) ausgewiesen; die Rücksendung der Zustellurkunde war in dieser im Vergleich zur Vorperiode verdreifachten Gebühr enthalten. Das Porto einer förmlichen Zustellung mit Standardbrief beträgt 20+150=170Pf.; allerdings habe ich bisher noch keinen Beleg mit 170Pf. gesehen. Dein Brief müsste somit in der 2. Gewichtsstufe 21-250gr. mit 40Pf. für Fernbrief (Ortsbrief gab es ab 1.3.1963 nur noch in Berlin) liegen.


    Ab dem 1.8.1964 wurde eine Gesamtgebühr in Ansatz gebracht. Dieser sogenannte Postzustellungsauftrag kostete fürderhin 200Pf.


    Ein schönes Beispiel, auch zu deinen weiteren Ausführungen, eines Postzustellungsauftrages möchte ich zeigen:



    Schreiben des Amtsgerichtes Waldkirchen nach München vom 1.6.1965 und dort am 3.6. durch Niederlegung zugestellt. Da es bis 3.12. nicht abgeholt wurde, ist es am 7.12. wieder zurückgesandt worden und am 8.12.1965 beim Amtsgericht eingegangen.


    besten Gruß

    Michael

    3 Mal editiert, zuletzt von stampmix ()

  • Hallo zusammen,


    und hier ein besonderes Schmankerl für alle Bierdeckelsammler . Versehen mit dem Postkartenporto von 15 Pfennigen wurde der Bierdeckel von Bremen am 20.10.1963 mit Grüßen vom Bremer Freimarkt nach Bielefeld geschickt. Das erstaunliche ist, dass er wohl ankam.

    Nach der ADA entsprach er nicht den Mindestvoraussetzungen für Postkarten und müßte daher mit 20 Pfennig frankiert sein. Aber das besondere ist, der Bierdeckel ist rund. Nun das ist wohl nichts besonderes, aber nach den Ausführungsbestimmungen zu § 1 der ADA V 1 sind "..... Briefsendungen in ...... Kreisform ....... nicht zu befördern." Der Bierdeckel hätte auf jeden Fall zurückgegeben werden müssen (was für ein Satz). Zur Freude des Sammlers ist dies aber nicht geschehen.


    Grüße aus Frankfurt

    Heribert