SCADTA, Provisorische Einschreibmarken 1921 & 1923

  • Von der SCADTA (Sociedad Colombo Alemana de Transporte Aéreo) Deutsch Kolumbianische Luftpost Gesellschaft) ist hier im Forum noch nicht viel, wenn überhaupt was geschrieben worden, verständlich, ist das doch ein relativ junges Gebiet.


    Nichtdestortrotz, sehr interessant und bei manchen Teil-Gebieten davon sehr schwierig und selten.

    Ich sammle da nur die provisorischen Einschreibmarken der Ausgabe von 1921 und 1923, der s.g. 3. und 4. Ausgabe für Kolumbien. Material ist aber nur selten zu finden, habe mich aber vor einiger Zeit mal darüber gemacht und ein kleines Exponat erstellt, das aber weit von fertig ist.


    Es handelt sich um ein Traditionelles Exponat, auch wenn es sich um Luftpostmarken handelt, dabei wie oft bei kleinen Gebieten, mit einem recht starken postgeschichtlichen Teil.

    Es war geplant die Sammlung Ende März beim Philatelistischen Stammtisch Nürnberg und dem Consilium Philatelicum im BDPh e.V. vorzustellen, da diese Veranstaltung wegen dem Corona Virus ausfällt stellte ich die Sammlung nun hier vor.


    Ich habe das Exponat bei Exponate-Online.de eingestellt..., das fand ich passender als eine Bilderorgie hier im Forum.


    Das Exponat ist noch im Aufbau, wenngleich es auf den ersten Block schon recht komplett aussieht, viele Feinheiten wie die Struktur, Nummerierung der Kapitel und textliche Änderungen werde zu gegebener Zeit eingebracht.


    Ich hielt es aber für sinnvoll das Exponat jetzt schon vorzustellen..., über Kommentare bin ich dankbar, um die Diskussion hier aber nicht zu verwässern bitte ich darum "gefundene kleinere Fehler" mir doch einfach per Email oder PN mitzuteilen.


    Das Exponat in der derzeitigen Form wird evtl. auch noch auf 3 Rahmen gekürzt da doch einige Belege drin sind die eigentlich Duplizierungen sind und de Quaktet des Exponats nicht verbessern. Auch sind die Aufmachung und Blattgestaltung noch nicht überall den Regeln entsprechend..., da muss ich mir noch Gedanken machen wie ich das verbessere.

    Ein Problem sind die oftmals "seltsamen" Formate der Belege, teilweise recht breit, oftmals so dass nur ein Beleg auf das Blatt passt und es relativ viel freien Platz gibt.

    Die Menge an verfügbaren Belegen ist halt doch limitiert, ich pflege seit vielen Jahren einen Zensus über diese Briefe und habe aktuell 95 Briefe und Briefvorderseiten sowie Päckchenfrankaturen aufgeführt..., ein Zeichen dass das keine Massenware ist.

    Auch der Titel der Sammlung ist noch nicht entgültig, der aktuelle Titel Provisorische Einschreibmarken der SCADTA 1921 & 1923 ist "diskussionswürdig", 1921 & 1923 bezieht sich auf das Ausgabejahr der Marken, der 3. und 4. SCADTA Ausgaben für Kolumbien, die Marken selbst sind bekannt gebraucht von 1922-1925.


    Katalogisiert sind die ein Teil der Marken im Michel Katalog als provisorische Einschreibemarken der SCADTA der Ausgabe 1921 (MINr. 21-26) und 1923 (MiNr. 40F) wobei insbesondere die Marken auf der Ausgabe 1923 nachwievor nur zu geringem Teil katalogisiert sind.


    Zu finden ist das Exponat hier:

    https://www.exponate-online.de/e_exponat.asp?a=1&e=197

    Einmal editiert, zuletzt von Rainer ()

  • Einige der vielen offenen Fragen der Einschreibemarken und des Einschreibedienstes der SCADTA im allgemeinen sind:

    • Wann wurde der Einschreibedienst offiziell eröffnet?
    • Was gab es da für Abkommen mit der Kolumbianischen Post?
    • Wie wurden die E-Briefe innerhalb der SCADTA registriert?
    • Gab es Einschreibequittungen für den Absender, diese sind mir erst aus der Zeit um 1925 bekannt.

    Auf meine Freunde in Kolumbien kann ich da wohl nicht zählen, die haben an der Forschung nur wenig Interesse. Bleibt nur dass, wenn ich mal länger in Kolumbien bin, selbst die Archive der Post durchforste ob es da irgendwelche Unterlagen gibt. Einfach so von sich aus wird die SCADTA wohl kaum den Einschreibedienst innerhalb des SCADTA Netzes und International eingeführt haben.

  • Eine Neuerwerbung (muss noch bei mir eintreffen) für meine Sammlung der provisorischen Einschreibemarken der SCADTA. Eine sehr seltene Marke mit dem großen 20 mm Aufdruck "A" für Alemania mit zusätzlichen "R" Aufdruck. Diese Marke war nur für Briefe von Deutschland vorgesehen die Innerhalb Kolumbiens mit der SCADTA geflogen wurden.


    Ob die Marken schon in Kolumbien (Barranquilla) mit dem "R" überstempelt wurden und dann nach Deutschland gesandt wurden oder erst in Deutschland ist (mir) leider nicht bekannt.


    Die Marke ist im Michel Katalog zusammen mit den anderen normalen, nur mit "A" überstempelten Marken als Mi-Nr. LA12 (die anderen Marken sind die Mi-Nrn. LA1-LA11) katalogisiert.


    Angeblich sind nur ca. 10 Briefe mit dieser Marke bekannt, in meinem Archiv habe ich schon 3 Bilder solcher Briefe, gebraucht von 1923-1925. Ich habe leider noch keinen dieser Briefe..., suche aber.

  • Ich habe diesen merkwürdigen SCADTA-Brief von Honda (24. April 1923) nach Barranquilla für meine Sammlung der provisorischen Registrierungsmarken der 2. und 4. SCADTA-Ausgabe von 1921 und 1923 erworben.


    Der Brief ist mit 3 Centavos kolumbianischer Briefmarken frankiert, zusätzlich zu einem Paar von 2 SCADTA-Marken zu 10 Centavos, die mit "R" überdruckt sind und eigentlich für die Verwendung auf Einschreibebriefen vorgesehen waren; 20 Centavos waren die Einschreibegebühr für Einschreibebriefe der SCADTA.

    Keine Poststempel o.ä. auf der Rückseite des Umschlags.


    Der Umschlag ist jedoch kein Einschreibebrief, trägt aber den handschriftlichen Vermerk "Papeles de Negocio" (Geschäftspapiere). Der SCADTA-Tarif für solche "Geschäftspapier-Briefe" betrug 15 Centavos.


    Die handschriftliche Bleistiftmarkierung "R" und die Nummer 452 stehen meiner Meinung nach in keinem Zusammenhang mit einem Einschreibevermerk. Ich glaube, dass das handschriftliche "R" irgendwann vom Vorbesitzer hinzugefügt wurde und die 452 eine interne Logbuchnummer des Absenders ist.


    Meiner Meinung nach hatte der Absender des Umschlags diese SCADTA-Briefmarken zur Hand und hat sie benutzt, er hat nur 5 Centavos zu viel bezahlt.


    Ein normaler SCADTA-Brief hätte zum Zeitpunkt der Aufgabe einen Wert von 30 Centavos gehabt.

    Hat ein Mitglied hier eine andere Meinung?