Schweiz Siegelbrief

  • Hallo Sammlerfreunde,

    ein portofreier Siegelbrief unterzeichnet vom Schultheiss und Rath der Stadt Bern, gerichtet an den Hochgeachteten Edlen Herrn Herrn Johan Babtista Lionello der Durchleuchtigen Herrschaft Freudig Ambassadors Freund in der Stadt Zürich, unserem Ehrenden günstigen Herren. Der Brief ist datiert mit 26. Mai 1622. Das Schreiben wurde mit einem großen Wachsprägesiegel verschlossen.

    Auf dem Siegel, im Scan leider schlecht erkennbar, ist ein waagrecht gehender Bär, über dem der einköpfige Reichsadler als Zeichen der Reichsunmittelbarkeit steht, dargestellt.

    In der Schweiz (Deutschschweiz) wurde die Bezeichnung Schultheiss für den Vorsitzenden der Stadtregierung verwendet.

    Liebe Grüße

    Franz

  • Lieber Franz,


    ein wunderschöner Brief aus Bern, der Heimat meiner Vorfahren (ist aber schon sehr lange her). Danke fürs Zeigen dieser Schönheit.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber Ralph.

    es freut mich sehr, dass dir mein Brief gefällt.

    Ein weiterer Siegelbrief mit einen Wappen-Papier-Prägesiegel von Seewies, mit der Inschrift GRICHS S. SEEWES VANAS UND VALZEINA.

    Der mit Seewies am 6.4.1771 datierte Brief ist gerichtet an Deren Hochgeachten Wohledelgeborenen, Gestrengen, From fürsichtig und Wohlweisen Herr Landaman und Rats des löblichen halben Hochgerichts Schiers und Grüsch.

    Liebe Grüße

    Franz

  • Lieber Franz,


    auch wunderschön, vor allem das kunstvolle Siegel weiß zu beeindrucken.


    Toll auch, dass du diese frühe Kurrentschrift fehlerfrei lesen kannst - vielen hätten da ihre Probleme ...

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber Ralph

    Leider habe auch ich oft große Probleme mit der "ALTEN SCHRIFT".

    Schreiben war in früheren Zeiten ein Privileg, meist des Adels und der Kirche und weniger

    Bürgerlicher.

    Rechtschreibung, Stil und Schriftführung waren nicht einheitlich. Man schrieb, wie man

    schreiben konnte, eine einheitliche Orthographie gab es praktisch nicht. Sie war auch nicht wichtig.

    Aus diesem Grunde ist beim Lesen alter Schriften immer auch ein wenig Kreativität notwendig.

    Ich sitze bei manchen Texten oft tagelang, bis ich eine halbwegs brauchbare Übersetzung habe.

    Wenn ich gar nicht weiter komme, bitte ich Freunde die der Kurrent-Schrift kundig sind um Unterstützung, oder ich recherchiere im Internet.

    Heute ein Siegelbrief mit Wappen-Papier-Prägesiegel des Landamman (S. COMMUNITATIS EXTERIORIS IN APPENZELL.)

    Absendervermerk Herisau den 4. Brachmonat ( Juni ) 1817 den Rest kann ich leider nicht sinnvoll entziffern.

    Der Brief ist adressiert an den Landamman und Rath des Kantons Unterwalden ob dem Wald. Unseren getreuen Lieben Eid-und Bundesgenossen in Sarnen.

    Liebe Grüße

    Franz

  • Lieber Franz,


    da hast du in allem Recht.


    Wieder ein sehr schöner Brief mit wundervoller Oblate - ein Traum.


    Siegelseitig lese ich:


    Herisau 4 Brachm(onat) 1817 V. R. Stüchl von Herabsetzung seinem Geld - Contingent von 10 fr(anken) p(ro) Man(n) auf 7 1/2 fr(anken) an.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Altsteirer!

    Oh wieder einmal ein schöner alter Brief. Oh.die Alte Schrift ;Wunderschön aber schwierig zu entziffern. Ich sitze oft auch längere Zeit vor einem solchen Brief. Manchmal gelingt mir den Sinn des Briefes zu enträtzeln manchmal machen mir einige Buchstaben Kopfweh da ich mich deart hineinsteigere bis ich alles liegenlasse und auf später lasse. Später geht es weiter, sollte ich hier nicht erfolgreich sein dann suche ich Hilfe bei einem Archivar. Mich interessieren hauptsächlich geschichtliche Hintergründe die mich erfreuen und ein Plus für die Sammlung sind. Hier möchte ich auch Herrn Ralph wieder einmal Danken für Seine Hilfe bei enträtzeln mancher Briefe.

    Danke und liebe Grüße an Alle: Planke