Stempel freistellen

  • Hallo,


    eine kleine Gruppe der Arbeitsgemeinschaft Hannover und Braunschweig ist gerade dabei, die Stempel von Hannover neu zu katalogisieren (zunächst einmal in einer Datenbank).


    Hierzu würden wir gerne die Stempel in den vorliegenden Abbildungen "freistellen", d.h. den Hintergrund komplett löschen, ohne große Qualitätsverluste bei dem eigentlichen Stempel in Kauf nehmen zu müssen.


    Kennt jemand eine Stelle, wo man eine solche Bildbearbeitung zu vertretbaren Kosten in Auftrag geben kann. (Die Anzahl der Stempelabbildungen ist vierstellig)


    Als Beispiel kann der angehängte Stempel dienen, der exemplarisch die zu leistende Aufgabe zeigt:

    1. Farbigen (in diesem Fall grauen) Hintergrund entfernen

    2. Reste der Handschrift entfernen

    Ziel: Blauer Stempel auf weißem oder transparentem Hintergrund


    Vielen Dank für entsprechende Tips (ggf. auch per privater Konversation)!

    Björn Rosenau

  • Hallo Björn,


    zunächst einmal müsste ein sehr viel schärferer Scan vom planen Original vorliegen (800–1200 dpi bei Originalgröße), am besten alles von einem Scanner mit immer gleichem Setup. Selbst dann gibt es noch genug Kantenunschärfen und Farbverläufe, die einem Bearbeiter das Leben schwer machen. Da ist je nach Abschlagqualität also noch viel Handarbeit nötig.


    Deshalb sind in praktisch allen mir bekannten Stempelhandbüchern die Abbildungen von Hand nachgezeichnet oder mit dem Computer generiert. Ganz früher hat man beim Fotografen mit Farbfiltern gearbeitet, aber das war noch im Schwarz-Weiß-Zeitalter. Bei Photoshop gibt es vergleichbares, da muss man im Farbbereich aber sehr genau wissen, was man tut.


    Was spricht eigentlich dagegen, den Fond so zu belassen und nur störende Elemente wie Schriftzüge zu beseitigen?

    Außerdem legt man die Latte für Stempelfälscher minimal höher.


    Ich könnte aber mal einen Freund in der Reprobranche fragen, wenn Details bekannt sind (Anzahl der zu bearbeitenden Stempel, zeitlicher Rahmen etc.).

  • Hallo Björn,

    Ich habe festgestellt, dass eine befriedigende Qualität eigentlich nur durch Nachzeichnen am Computer Programm zu erreichen ist. ich verwende dafür das kostenlose Programm GIMP, welches wohl die Funktionalität von Photoshop hat.

    viele Grüße
    Erwin W.
    preussen_fan

  • Hallo Björn,


    ich kann Erwin nur zustimmen. Allerdings bist du vom Funktionsumfang von Gimp erst mal schwer beeindruckt, wenn Grafikprogramme Neuland sind. Wenn ihr verhindern wollt, daß die Bilder als Grundlage für Stempelfälschungen dienen, dann solltet ihr den Umfang der Arbeit nicht auf die Spitze treiben. Es sind schon Abbildungen aus einigen Stempel-Verseichnissen für Falschstempel benutzt worden.


    beste Grüße


    Dieter

  • Hallo Björn,


    es gibt auch Internet-Anbieter wie doopic.com.

    Man könnte ja einmal einen Versuch wagen.

    Viele Grüße aus Erding!


    Achter Kontich wonen er ook mensen!

  • Hallo,


    vielen Dank für die Antworten.


    Aufgrund mangelnder Qualifikation bei mir (meine Versuche mit GIMP waren bisher nicht so erfolgreich) und des zeitlichen Aufwandes (in Summe sprechen wir von mehr als tausend Abbildungen) werde ich es mal mit doopic.com probieren:

    - Die ersten 3 Abbildungen kann man dort kostenlos testen lassen
    - Wenn die Testbearbeitung okay sein sollten, würden ich mal den Buchstaben "A" in die Bearbeitung geben

    - Danach werden wir dann mal sehen


    Erfahrungen und ggf. auch Ergebnisse würde ich hier wieder veröffentlichen.

  • Hallo,


    hier die ersten drei Ergebnisse vom dem kostenlosen Test bei Doopic.


    Testfall 1:


    Testfall 2:


    Testfall 3:


    Man sieht, bei der Vorlagenqualität ist es nicht ganz so einfach. Eine interne Bewertung über das weitere Vorgehen ist noch nicht abgeschlossen.

  • Gefällt mir auch gut... , ich hatte mal Kontakt zu enem Schweizer Sammler der die freizustellenden Scans nach Indien sandte, dort hatte er einen Kontat der das gut, schnell uhd kostengünstig machte...

  • Die Idee von Rainer mit Indien hatte ich auch schon einmal angedacht, aber nicht um freistellen zu lassen (das wäre mir bei vielen Stempeln zu schlecht), sondern um nachzeichnen zu lassen.

    viele Grüße
    Erwin W.
    preussen_fan

  • Hallo,


    Im Prinzip bin ich mit doopic zufrieden. Die Vorlagen von uns sind nicht optimal und die Ergebnisse dafür sehr gut. Gegen Aufpreis würde doopic die Stempel noch verbessern (z.B. Schrift "nachmalen" etc.).


    Im zweiten Beispiel ist leider die Farbe verändert worden, was aus unserer Sicht schade ist (Abbildungen der Stempel soll möglichst in Original-Farbe erfolgen).


    Bis auf weiteres haben wir uns im Team dazu entschlossen, dem Vorschlag von Erdinger zu folgen und nur störende Elemente wie Schriftzüge zu beseitigen (dies können wir alleine). In schwierigen Fällen würden wir dann auf doopic zurückgreifen.


    Dank und Gruß,

    Björn


    P.S. Rainer : Danke für den Hinweis. Ich hatte allerdings dem Schweizer Sammler im Vorfeld bereits eine PN im BDPH-Forum geschickt, allerdings keine Antwort erhalten.


    P.P.S. Wenn wir etwas weiter sind, stelle ich gerne hier im Forum (an anderer Stelle) einmal unsere Datenbank und die Entwürfe für das Stempelhandbuch vor.

  • Hallo Björn,


    es ist schön, daß ihr in so kurzer Zeit ein gutes Stück vorangekommen seid.

    Die Idee im PPS ist sehr gut. Es gibt sicherlich manchen Stempel bei den Mitgliedern des Forums, der euch helfen würde.


    beste Grüße


    Dieter